
Irgendwie einfach nicht meins…
Bin leider persönlich kein Fan dieses Schreibstiles und der für mich fehlenden Handlung gewesen…

Irgendwie einfach nicht meins…
Bin leider persönlich kein Fan dieses Schreibstiles und der für mich fehlenden Handlung gewesen…
Mir fällt es schwer hierfür eine Zusammenfassung zu schreiben, da diese in einem Satz abgearbeitet wäre, weil schlichtweg fast nichts passiert. Daher heute mal nur den Klappentext: Brandenburg, im Herbst 2033. Mit einem Festakt werden die führenden Köpfe der Omen SE, des wertvollsten deutschen Technologieunternehmens, in den Ruhestand verabschiedet. Für sie bricht das Zeitalter der Muße an, «die Zeit der Melonen und Feigen». Gläserne Smarthouses stehen in der unternehmenseigenen Siedlung am Auensee bereit. Dort finden sie zu sich, sie kommen zur Ruhe. Doch am Himmel über den Endmoränen kündigt sich schon ein Wetterleuchten an ... - Klang für mich erstmal ziemlich spannend: Bisschen KI, ein großes Tech-Unternehmen, abgearbeitete Führungskräfte, Endzeitstimmung… Das ganze spielt ein paar Jahre in der Zukunft, die Deutschen leben in einem totalitären Matriarchat(?), das Leben wird sehr von künstlicher Intelligenz beherrscht, nachdenken ist überflüssig. Im ersten Abschnitt wird eine Rede auf die Ausgeschiedenen gehalten und eine Lobpreisung des Unternehmens, immer wieder unterbrochen von den Gedanken und den Werdegängen der Protagonist*innen. Die Rede an sich gleicht einer schlechten Politveranstaltung und ist erschreckend realitätsnah, wenn man die Richtung, in die sich unser Land gerade entwickelt, betrachtet. Im Verlauf des Buches werden immer wieder die Apps thematisiert, die in den meisten Fällen absolut überflüssig erscheinen, und technisch ausgeschmückt. Auch die Protagonist*innen kommen immer wieder abwechselnd zu Wort, sie alle scheinen dem Alkohol sehr zugetan und fristen ansonsten ein eher deprimiertes Leben, dass sie langweilt und runterzieht. Die KI entwickelt ein bisschen ein Eigenleven, was das einzig spannende war, allerdings wird dies nur am Rande erwähnt und trägt damit nicht viel zu der Handlung, sofern überhaupt eine vorhanden ist, bei. Selbst der Stil konnte hier nichts rausreißen. Sprachlich hat es mich absolut nicht angesprochen, es ist trocken, langatmig und sehr technisch… Ich für mich kann sagen, dass das absolut nicht mein Buch war, was schade ist, da ich schon Potenzial gesehen habe. Macht euch gern selbst ein Bild.
Tolles Cover
Der Schutzumschlag war der Grund für den Kauf dieses Buches. Er zeigt das Eismeer, ein Gemälde von Caspar David Friedrich. Der Roman heißt „Karma“ von Alexander Schimmelbusch und spielt in Brandenburg im Herbst 2033. Mit einem Festakt werden die führenden Köpfe der Omen SE, des wertvollsten deutschen Technologieunternehmens, in den Ruhestand verabschiedet. Für sie bricht ein Zeitalter der Muße an. Gläserne Smarthäuser stehen in der unternehmenseigenen Siedlung am Auensee für sie bereit. Die Häuser sind KI-gesteuert, die Menschen darin existieren in meinen Augen ohne wirklich zu leben. Das Klima hat sich erwärmt, aber die Menschheit hat sich abgekühlt. Es hat nicht gereicht, um das Buch abzubrechen, aber ich weiß auch nicht, was der Autor mit seinem Buch will.