Ich hatte wirklich wenig Erwartungen an das Buch. Und wurde absolut nicht enttäuscht.
Ich habe einen Einblick in das Leben von Elisa bekommen, die schon früh an das Jugendhilfe System übergeben wurde und in jungen Jahren viele schmerzhafte Erfahrung gemacht hat. Ich bekomme nicht mehr zusammen, wie ich zu diesem Buch gekommen bin. Irgendwie folge ich buchischnubel auf insta, aber auch da weiß ich nicht genau warum - wahrscheinlich wegen des süßen Moomin contents :D Auf jeden Fall bin ich sehr froh über diese Leseentscheidung. Der Roman ist autobiografisch inspiriert und erzähl die Geschichte von Elisa, die als Systemsprengerin in verschiedenen Jugendhilfe Einrichtungen, Notschlafstellen oder bei komischen Punkern unter kommt. Die Erzählung ist an Mascha Kaléko adressiert. Jedes Kapitel beginnt mit einem Gedicht von Mascha Kaléko und baut thematisch auf den Inhalt auf. In manchen Rezensionen hier bei Reado habe ich oft gelesen, dass es wie "Wir Kinder von Bahnhof Zoo" sei, nur in schlecht. Das find ich iwie schade und wird meiner Meinung nach dem Debüt Roman von Sarah Lorenz nicht gerecht. Es gibt einige Passagen, in denen es um Drogenmissbrauch geht und auch "Wie Kinder von Bahnhof Zoo" wird erwähnt. Die Erfahrungen, die Elisa mit übergriffigen Punkern gemacht hat, sind sehr schlimm. Jeder Übergriff ist schlimm. Es hat mich sehr betroffen gemacht, dass so ein junges Kind mit dieser Biografie so viele schlechte Erfahrungen gemacht hat. Anfangs hat es mich ein Stück weit gestört, dass so viele schlau klingende Worte genutzt wurden, da die Erzählung sie für mich nicht gebraucht hätte.. Ich fand die Erzählstruktur jedoch erfrischend. Sie folgt keiner stringenden chronologischen Abfolge. Als lesende Person habe ich verschiedene Einblicke zu verschiedenen Zeiten erhalten. Ich find's auf jeden Fall lesens- und empfehlenswert!

























































