Ich hab das Buch gelesen, oder hab ich es nicht gelesen? Vielleicht hat das Buch mich gelesen. Jau, das Buch... Der Schreibstil hat mich ehrlich gesagt ziemlich genervt. Teures Buch für so wenig Inhalt. Mein Fazit: Ist das Kunst oder kann das weg?

Eine Perle
Nobelpreisträger Jon Fosse. Ja, ich mal wieder keine Ahnung. 80 Seiten - ein schmales Buch. Man bekommt was der Klappentext beschreibt: ein Mann fährt in den Wald, bleibt stecken und irrt verfroren durch den Wald. Dem Kältetod nah, fängt er an zu fantasieren. Man fragt sich, ist er wirklich aus dem Auto ausgestiegen? Ist er mit Suizidwunsch in den Wald gefahren? Was hat es mit dem Licht auf sich? Das sind diese Bücher, die in der Buchbubble durch rutschen. Nicht Mainstream. Trotz schmalem Inhalt eine Perle. Das erreicht nicht jeden Leser. Entweder man liebt es oder man hasst es. Erzählweise, Thema für mich einzigartig.
Merkwürdig, ungewöhnlich, aber irgendwie besonders
Der Inhalt lässt sich sehr schnell zusammenfassen: Ein Mann unbekannten Alters und ohne Name fährt aus Langeweile mit seinem Auto durch unbekannte Straßen, mal rechts mal links und bleibt stecken. Es ist Nacht, er verlässt das Auto und landet im Wald, müde und orientierungslos. Es erscheint eine leuchtende Gestalt, dann seine Eltern, dann ein Mann im schwarzen Anzug. Am Ende sind alle vereint und alles ist Nichts und Alles und Leuchtend und Schatten und Schwerelos gleichzeitig. So oder so ähnlich alles. Und das auf 80 Seiten für 22 Euro, was ich schon etwas unververhältnismäßig finde. Da ich das Buch aus der Bücherei geliehen habe, tat mir dieses kurze Lesevergnügen zumindest finanziell nicht weh. Das Buchcover ist sehr schön, atmosphärisch. Sprachlich ungewöhnlich. Es ist ein Monolog. Fragen werden formuliert, aber nicht als Frage gekennzeichnet. Irgendwie monoton, was Jon Fosse vielleicht sich bezweckte, fand der Monolog doch auch im Kopf des Protagonisten statt. Viele Wiederholungen, Beobachtungen, Merkwürdigkeiten, Überlegungen. Trotz der Kürze und wenig Handlung und vielen offnen Fragen (ich fragte mich zum Beispiel, ob seine Eltern denn bereits verstorben waren und wenn ja, warum er sich nicht wunderte, sie im Wald zu sehen, vermeintlich lebendig.... Oder wer der Mann im Anzug gewesen sein könnten.... Oder in welcher Zeit das spielte, dass er kein Handy mit hatte... ) bleibt die Geschichte im Kopf. Womöglich ein sehr passendes Buch für einen Buchclub o.ä. zum Besprechen und Diskutieren und Interpretieren.

Der Protagonist fährt mit seinem Auto durch einen Schneesturm, bleibt stecken, steigt aus, holt keine Hilfe, verirrt sich im Wald und sieht ein leuchtendes Wesen. Ein Buch, in dem fast nichts passiert (was ich durchaus mag), leider sprang bei mir aber kein Funken rüber.
Bewertung: 2 von 5 Sternen Ein schmales Büchlein – und dafür ein stolzer Preis. Die Handlung ist minimal: Ein Mann fährt durch einen Schneesturm, bleibt liegen, allein im Auto. Danach folgt ein endloser innerer Monolog, Gedankenfetzen über Leben und Vergangenheit, ohne klare Struktur. Schließlich taucht ein „Leuchten“ auf, das ihn anzieht. Er steigt aus, geht dem Licht entgegen. Das war’s – ein langsamer Übergang vom Leben zum Tod. Der Stil? Monoton. Die ständigen Wiederholungen wirken nicht meditativ, sondern ermüdend. Fosse dehnt den letzten Atemzug über Seiten, bis man selbst nach Luft ringt. Literarisch ambitioniert, ja – aber inhaltlich dünn. Wer Tiefe sucht, findet hier eher Leere. Warum nur 2 Sterne? • Kaum Handlung, kaum Spannung • Sprache wirkt manieriert und zäh • Emotionaler Abstand trotz existenziellem Thema • Hoher Preis für sehr wenig Substanz Mein Fazit: Hochpreisige Minimalprosa, die mehr Geduld als Vergnügen verlangt. Für Liebhaber radikaler Reduktion vielleicht interessant – für mich nicht überzeugend.
Nicht für jede Person geeignet, wohl eher was für Autorfans
Ein sehr kurzes atmosphärisches Buch als Ich Erzählung in der man anhaltend im Zwiegespräch mit sich ist. Der Schreibstil ist sehr eigen und man muss sich darauf einstellen. Das Buch ist nichts was man mal eben her liest, sondern man muss Ruhe dafür haben sich ganz darauf einlassen. Ich bin mir nicht sicher, ob es Kunst? ist, aber man darf über den Inhalt nicht zu viel erwarten. Das Buch lebt eher von der Art wie es geschrieben ist und nicht von der Spannung die es inne hat. Im Grunde passiert nämlich was gar nichts. Es beinhaltet jedoch eine gewisse schwere auf Grund des Themas und dennoch endet es ganz sanft.
Das Cover ist wunderschön. Der Preis für das Buch (Hardcover) 22€... Für 80 Seiten ist echt hart, besonders da sich die Sätze in einer Endlosschleife zu wiederholen scheinen. Wohl eine Form der Literatur für die mein Verständnis nicht ausreicht.
Gedanken zwischen hell und dunkel, zwischen Leben und Tod. Was ist real und was Einbildung. Wohin soll man gehen, wenn man keine Richtung kennt? Eine Novelle über den Tod. Oder vielleicht doch über das Leben?
Gedankenstrom ~ intensiv, irgendwie schwer eindeutig zu sagen, was man danach denkt.
Kurzgeschichte
Ein Mann fährt mit seinem Auto ziellos durch die Gegend; auf einem Waldweg fährt er sich fest. Auf der Suche nach Hilfe beginnt er durch den dunklen, schneebedeckten Wald zu irren. Ein innerer Monolog zwischen Leben und Tod; Begegnungen mit Lichtgestalten; weitergehen oder aufgeben. Das Buch stimmt nachdenklich und berührt.









