Mit "Creation Lake" beweist Rachel Kushner einmal mehr, dass sie zu den interessantesten Schriftstellerinnen der USA gehört. Dieses Buch ist eine paläontologisch- philosophische Wundertüte, verpackt in einem Spionageroman mit coolen Schleifchen. Sadie Smith ist rücksichtslose Agentin und spezialisiert auf dreckige Aufträge. Sie hat den Auftrag erhalten, eine subversive Kommune im Südwesten Frankreichs zu beobachten. Zunächst. - Durch "Zufall" lernt sie Lucien kennen, dessen bester Freund wiederum ist Pascal: bourgoises Elitesöhnchen, Guy Debord Anhänger und Leiter der Kommune. Um sich auf ihre Mission vorzubereiten hackt sie Pascals Emails und stößt auf Briefe von Bruno Lacombe, Mentor der Kommune. Brunos Briefe nutzt Kushner als Vehikel für seine (ihre) gedanklichen Streifzüge. Sein Rat an die Kommune: Veränderung entsteht nicht durch Revolution oder Gewalt sondern durch Rückbesinnung auf Uraltes (ancient past). In seinen Briefen theoretisiert er Leben und (Aus)Sterben der Neandertaler, den Nachhall alter Kulturen, Leben und Ausgrenzung der Cagots, die Bedeutung der Cagot Rebellion 1594 , Guy Debord, Handfischerei, Läuse als Symbol von Gedankeninfestation, Sternen Navigation des Polynesiers Tupaia. ...Brunos Briefe faszinieren Sadie, sind Seil und Segen. Und dann ändert sich Sadies Auftrag.
Langweilig und langwierig
Als ich im Klappentext gelesen habe worum es geht dachte ich.. ja könnte gut werden, ein „spionageroman“ und dann auch noch passend zur heutigen Zeit mit Themen wie Aktivismus etc. Aber es hat mich nicht überzeugt, es fiel mir sehr schwer es zu Ende zu lesen, teilweise habe ich die Seiten überflogen, weil mir das Lesen echt schwer gefallen ist. Es hat sich alles so sehr gezogen, kein Spannungsbogen.. aber vlt. Hat das Buch eine Message für die ich nicht bereit war, keine Ahnung
Etwas unklar, Spionage Thriller oder Essay über die Menschheitsgeschte und die Entfremdung zur Natur.
Rachel Kushners See der Schöpfung ist ein intelligenter, eigensinniger Roman, der Spionagethriller und philosophische Reflexion miteinander verbindet. Die eigentlich ziemlich unsympathische Ex-CIA-Agentin Sadie Smith soll in Südfrankreich eine anarchistische Öko-Kommune infiltrieren. Die Mails des Vordenkers der Gruppe, Bruno, lassen sie nachdenken und tatsächlich etwas menschlicher werden. Statt des erwarteten Spionagethriller lernen sie und der Leser viel über das Verhältnis Mensch Natur. Insgesamt bisschen unausgewogen, für einen Thriller zu lahm, für philosophische Essays zu wenig. Dennoch mit Spaß gelesen, die Story um die breiten Gesichter der Neandertaler, deren Jagdverhalten und Kunst oder die Geschichte der Cagots waren mir neu. Sehr gut auch die Darstellung von Hollebeque, mitten im Geschehen der Bauernproteste auf der Suche nach Stoff für seinen neuen Roman.
Es hat schon seine Qualitäten… angefangen über die interessante Hauptfigur und die unkonventionelle Erzählweise. Das große aber, ist die etwas träge Story. Die ideengeschichtlichen Passagen tragen selten nur wie erwünscht, Spannung kommt erst so richtig zum Ende auf. Kein schlechtes Buch, aber angesichts der Preise und Vorschusslorbeeren doch etwas eine Enttäuschung.
Etwas zu verkopfter Ideenroman mit zynischer Protagonistin, aber durchaus originell, intelligent, pointiert, witzig und interessant. Handlung eher mau, hat mich gefühlsmäßig nicht erreicht.
Eigentlich fand ich das Buch vielversprechend. Mich stört es nicht, wenn es keine große Handlungsorientierung gibt und ich hab auch nichts gegen zynische Protagonistinnen oder längere philosophische Abhandlungen. Der Roman ist sehr dicht geschrieben, will viel, ist hier und da ganz witzig und bildhaft geschrieben. Aber so richtig identifizieren konnte ich mich mit niemandem, berührt hat es mich nicht. Die Hauptfigur erfährt ja durchaus eine Wandlung und vielleicht ist das auch ein Buch, über das man später immer wieder nachdenkt, aber direkt nach dem Zuklappen hinterlässt es bei mir nicht viel mehr als ein Schulterzucken. Die Gedanken zu Identität (was macht die Essenz aus?) oder den Neandertalern waren spannend, aber eben nur intellektuell, als würde man einen Essay lesen und drumherum gibt es irgendwie noch so diese kalt-distanzierte abgebrühte Erzählerin. „Die Tiefen in sich selbst auszuloten, ist keine leichte Arbeit.“ - diesen Satz fand ich ganz gut und es finden sich wie gesagt einige wahre, kluge und interessante Gedanken in dem Roman. Aber irgendwie blieb es etwas offen und unrund.
"Der Mann drehte sich um und legte ihr eine Hand auf den Arm, eine uralte Geste, in jeder Epoche der Geschichte von naiven Männern verwendet, um zeternde Frauen zu beruhigen, die von vernünftigen Zweifeln bedrängt werden." Über 450 Seiten lässt uns Kushner mit ihrer emotionslosen, unsympathischen Protagonistin Sadie verbringen, bis dann endlich alles in einem großen, dramatischen, actionreichen Showdown wie eine Bombe eingeschlagen soll.... und dann kommt dieses Finale?! Ich habe so schmunzeln müssen! 😂 Ich habe 'See der Schöpfung' nicht geliebt, aber sehr gemocht. Die Sprache ist modern, intelligent, sie fließt locker flockig. Ich mag, wie Kushner ihre Sätze baut und ich mochte den unterschwelligen Humor, dieses absurd Komische in den Figuren.
Leider keinen Zugang zur Geschichte gefunden.
Leider keinen Zugang zur Geschichte gefunden. Die Protagonistin war mir zu unsympathisch . Leider abgebrochen nach 102 Seten. Die Neanderthaler Philsophie ging mir ganz schnell auf die Nerven. Schade!
Die ehemalige FBI-Agentin Sadie arbeitet nun in ähnlicher Weise für unbekannte private Auftraggeber. Sie infiltriert eine Gruppe von Umweltaktivisten im Niemandsland des südwestlichen Frankreichs. Ihre Methodik ist moralisch verwerflich, indem sie wie schon beim FBI selbst versucht die Gruppe zu Straftaten anzustacheln, u.a. einen Politiker zu ermorden. Eine Art selbsterfüllende Prophezeiung. Für mich am interessantesten waren die E-Mails des ideologischen Vordenkers der Aktivisten, in die Sadie Einsicht hatte. Dazu gehörten insbesondere seine Sicht zum aktuell gestörten Verhältnis vom Mensch zur Natur und seine Ausführungen zur Neandertaler-Kultur. Auch die Thematik zu einer diskriminierten "Personengruppe", den sogenannten Cagots, war mir bisher nicht bekannt. Während die Aktivisten sich immer mehr von ihrem einstigen Vorbild entfernen, nähert sich Sadie immer mehr an. Insgesamt gut zu lesen in einer modernen Umgangssprache. Von einem Spionageroman hatte ich aber etwas mehr Spannung erwartet.
Die Protagonistin ist toll entwickelt, erst knallhart, empathielos, kalkulierend, dann lässt sie sich doch vom Leben auf der Erde berühren.
Ich bin eher zufällig auf dieses Buch gestoßen, der Aufkleber „The Booker Price 2024“ und die Inhaltsangabe hatten mich neugierig gemacht. Bücher, die Buchpreise gewinnen, sind ja oft schwer verdaulich. Und zugegebenermaßen sind manche Ideen und Gedankengänge schon etwas unorthodox. Aber gleichzeitig ist das Buch spannend und sprachlich top, ich habe mir etliche Sätze und Formulierungen markiert. Ich finde es „rund“, hat mir wirklich gut gefallen.
Neandertaler-Philosophie trifft auf Undercover-Agentin und ergibt eine spannend Mischung, wobei ich immer auf einen größeren Knall gewartet habe. Die Hauptperson blieb mir durchweg etwas fremd.
Lustig und irgendwie schlau
Also ich fand das Buch ziemlich gut, am Anfang war es bisschen schwer reinzukommen - was auch an meinen social media gefryed brain cells liegen kann. Ging dann aber gut nach so 20 Seiten, die Storyline war interessant und fand den Agentin-Modus irgendwie witzig. Bisschen unserious fast plakativ von der Storyline her aber auf ne gute Weise? Also so harte Themen (staatliche und konzerngesteuerte Überwachung und Repression von linken Aktivist*innen durch infiltrieren linker Gruppen, belastende linke Macker etc.) wurden auf lustige Art verhandelt und die Hauptperson hat die ganze Zeit über linke Menners gelästert was ich sehr lustig fand. Ihre Position in dem Ganzen war vielschichtig und sie ist schon eine sehr shitty Person, rücksichtslos und sich selbst/andere ausbeutend. Aber all in all n ganz gutes Buch und v.a cute philosophische Zwischenabsätze :)











