
Eine Kindheit in der Nachkriegszeit
Edgar Selge schreibt hier über seine Kindheit. Wie er als Sohn eines Gefängnisdirektors groß wird. In seiner Kindheit ist das Gefängnis allgegenwärtig und die Zeit nach der SS beeinflusst das Leben der Familie Selge. Edgars Vater ist ein strenger Mann, der auch nicht vor härteren Methoden zurückschreckt. Man spürt regelrecht die Kühle in der Familie die Traumata, die nach nach dem Krieg sich noch widerspiegeln. Edgar ist kein einfaches Kind, eher wild und rebellisch, dass bringt ihn immer wieder in Situationen, die er auch später zum Teil bereut. Auch das er sich nie gegen die strenge Hand seines Vaters zur Wehr setzte. Die Familie ist sehr musikalisch und den Einfluss kann man regelrecht hören. Auch der Verlust seiner Brüder lässt Edgar Selge, sehr emotional, hier einfließen. Seine Mutter wirkt in allem sehr passiv und weiß sich ihrer Rolle nicht richtig zu behaupten. Alles in allem wirkt es wie eine Kindheit die streng geführt wird, wo Emotionen nicht raus durften. Wo trotzdem an Ritualen festgehalten wurde und Traumata nie richtig verarbeitet wurden. Mich hat es sehr bewegt, weil ich diese Melancholie die ganze Zeit spürte, wie man seine Kindheit oft betrachtet, mit diesem Gefühl der Traurigkeit, keiner Traurigkeit die schlecht ist, sondern einem auf unerklärliche Weise Wehmut und Vermissen herbeiführt. Das hat mich sehr berührt. ▪️Kindheit Nachkriegszeit ▪️Pianist ▪️Hauskonzerte ▪️Brüder ▪️Granate ▪️Trauma ▪️heimlich ins Kino ▪️strenger Vater▪️verdeckte Straftaten ▪️Abwasch




















