
Ein Leben voller Schmerz, Liebe und Hoffnung
Mit Cyril Avery ist John Boyne ein außergewöhnlicher Roman gelungen, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Über mehr als sieben Jahrzehnte begleitet man Cyril auf seiner Suche nach Zugehörigkeit, Identität, Liebe und einem Platz in der Welt. Für mich war es eine große Freude, erneut einen Roman von John Boyne zu lesen. Seine besondere Art zu erzählen hat mich sofort in den Bann gezogen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen. Boyne gelingt etwas Seltenes: Er erzählt eine zutiefst tragische Geschichte, ohne dass sie jemals schwer oder hoffnungslos wirkt. Besonders beeindruckt haben mich die Figuren und die Dialoge. Immer wieder gibt es skurrile, humorvolle und überraschend komische Momente, die dem Roman Leichtigkeit verleihen und einen trotz aller Tragik zum Lachen bringen. Gerade dieser Wechsel zwischen Schmerz und Humor macht das Buch so menschlich und berührend. Cyrils Lebensweg ist oft traurig, manchmal erschütternd und zugleich voller Wärme, Freundschaft und Hoffnung. Ihn über all die Jahre begleiten zu dürfen, fühlte sich an, als würde man einen vertrauten Menschen durch sein ganzes Leben begleiten. Ein großer, bewegender Roman, der noch lange nachhallt. Ich bin dankbar, dieses Buch gelesen zu haben.














