
Toller Abschluss der Trilogie mit ein paar Längen
Nachdem Band 2 „Sunbringer“ so enorm zäh begann und dann mit einem fulminanten Ende schloss, hatte ich an diesen 3. Teil nicht mehr ganz so hohe Erwartungen. Und ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich die ersten 100 Seiten lang gebraucht habe, um wieder richtig in die Geschichte hineinzukommen. Das lag vorallem daran, dass ich nicht mehr genau wusste, was in Band 2 passierte. Denn „Faithbreaker“ schließt nahtlos an den Vorgänger an und viele Fäden werden aufgenommen, von denen ich nicht mehr wusste. 😅 Aber dieser Band versteht es gut zu unterhalten. Nicht nur, dass so einiges passiert, man schließt die Figuren auch erneut ins Herz: Kyssen, Elogast, Inara und Skedi, die hier wieder die Hauptrolle spielen. Die Welt und ihre Götter, der Glauben, die Gerüche und Farben - und als Leser ist man ein Teil davon. Leider trennen sich die Figuren wieder in zwei Gruppen auf, obwohl man sie doch am liebsten alle zusammen hat. Kyssen, Inara und Skedi machen sich mit Inaras Mutter auf den Weg über die Handelssee nach Irisia um Verstärkung im Kampf gegen die Talician zu finden, während Elo widerstrebend an der Seite König Arrens gegen die Übermacht kämpft und Middren verteidigt. Ich gebe zu, dass mir Kyssen von allen am liebsten ist; ich mag ihre Art, ihren Humor und dass sie niemals aufgibt, egal wie aussichtlos es erscheinen mag. Und da jede Figur auch in diesem Buch eigene Kapitel bekommen hat: habe ich ihre sowie die von Inara und Skedi am schnellsten weggelesen. Hingegen die Kapitel um Elo und auch Arren waren etwas zäh. Vorallem die Texte um diese beiden Figuren, die sich auch hauptsächlich um den Kampf und Vorbereitungen drehten, waren für mich nicht immer ganz „verständlich“. Da war auch sehr, sehr viel Götterglaube dabei und ich denke, ein bisschen weniger von alledem hätte die Geschichte besser gemacht. Natürlich waren die Kampfhandlungen wichtig für die Geschichte: die Ausweglosigkeiten, die Verluste, die Schrecken des Krieges, das alles hat die Autorin wirklich gut erdacht, und mit Leben gefüllt. Nur viele Gedanken, die diese beiden Figuren umtrieben, wären nicht nötig gewesen und fühlten sich hin und wieder nach „Füllmaterial“ an. Am Ende kommen alle Fäden und damit alle Charaktere wieder zusammen. Es spitzt sich ein alles entscheidender Endkampf zu, dessen Ausgang bis zum Ende nicht abzuzeichnen ist. Und am Ende musste ich dann doch die Taschentücher auspacken. Diese Trilogie ist auf jeden Fall sehr lesenswert, wartet mit zu Herzen gehenden Charakteren und einer ganz eigenen Welt auf, die man lieben lernt. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen, wenn ich irgendwann erneut zu den Bänden greifen und sie dann alle in einem Rutsch lesen werde.
























































