Interessanter Start in eine Geschichte mit einem ungewöhnlichen Setting. Erinnert irgendwie etwas an Snow Piercer🤔
Mit seinen diversen Geheimnissen und verschleierten Wahrheiten. Außerdem wird nicht viel Zeit auf große Erklärungen der Welt verschwendet, die sich trotzdem sinnig anfühlt. Dafür geht es in mehreren Handlungssträngen direkt zur Sache🔥
In diesem Buch begleiten wir zwei verschiedene Archen (Generationsraumschiffe) die unterschiedliche Probleme haben. Die einen haben einen internen Konflikt zwischen Menschen und Hybriden. Die andere haben ein Problem mit einem Geheimnis. Zusätzlich taucht ein Asteroid auf der eingefangen werden soll. Doch dann kommt es ganz anders...
Zu Beginn ist es verdammt schwer sich zurechtzufinden mit der beschriebenen Technik und den Machtstrukturen der Figuren zueinander. Aber mit der Zeit kam ich rein und das Buch schaffte es immer besser die Dramatik und die Spannung zu übertragen. Zudem wurden die beschriebenen Probleme klarer und man bekam eine bessere Sicht auf alles. Es ist sobald man sich zurechtfindet ein richtiger Pageturner den man nicht mehr weg legen kann.
Ich freue mich, dass dieses Buch einen zweiten Teil bekommt, wo es weitergeht und wir weiteres erfahren...
Die "Genesis Europa" ist seit Jahrhunderten im All unterwegs, nachdem die Erde unbewohnbar wurde. Während Machtkämpfe zwischen Eliten und Rebellen schwelen, wird beim Ressourcenabbau auf einem vorbeifliegenden Asteroiden eine Entdeckung gemacht, die alles ins Wanken bringt...
Nick Palmer hat für sein Debüt alle Zutaten für epische Sci-Fi in einen Topf geworfen, nur hat sein Rezept meinen Geschmack leider nicht getroffen.
In "Terra Perdita" stecken wirklich viele coole Ideen, mit denen versucht wird, eine komplexe Welt aufzubauen. Beim Lesen hatte ich jedoch einige Schwierigkeiten. Die Kapitel empfinde ich als recht lang und auf den nur 320 Seiten nimmt die ausführliche Welterklärung so viel Raum ein, dass für eine packende Handlung kaum Platz ist.
Dazu kommt eine große Figurenanzahl, die mir alle fremd blieben. Teilweise fehlten mir auch klare Beschreibungen... Eine Figur hat erst kurze, weiße Haare und später plötzlich lange, braune, wellige, ohne für mich nachvollziehbare Erklärung. Vielleicht habe ich es überlesen aber oft war ich einfach von den vielen Details und unübersichtlichen Dialogen erschlagen.
Die Erzählweise hat für mich einfach nicht funktioniert. Es gibt viel „tell“ und wenig „show“ und der auktoriale Erzähler fühlt sich seltsam nach Ich-Perspektive an, allerdings ohne die Nähe, die so eine Sichtweise eigentlich erzeugen könnte.
Nach dem ersten Plottwist, der keinen Sci-Fi-Fan überraschen kann, hört das Buch einfach auf, da es sich um einen Reihenauftakt handelt. Für mich erklärt das aber nicht die ungleiche Gewichtung von Worldbuilding und Handlung.
Letztendlich war es für mich zu viel auf einmal und gleichzeitig zu wenig, um wirklich mitzufühlen. Von mir gibt es 2⭐ für das respektable Konzept aber meine Reise auf der "Genesis Europa" endet hier.