18. Juli
Rating:4

Kurzbeschreibung: Um Rickys Kindheit rankt sich ein düsteres Geheimnis. Als ihre Mitschülerin Antonia plötzlich stirbt, ist sie die Einzige, die an Mord glaubt. Doch um diesen aufzuklären, muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen...Nicht einmal ihre engsten Freunde wissen, dass die 17-jährige Ricky Mayer im Gefängnis zur Welt kam und dort mit ihrer inhaftierten Mutter ihre Kindheit verbringen musste. Am liebsten würde Ricky ihre Vergangenheit vergessen. Doch als ihre Mitschülerin Antonia auf mysteriöse Weise stirbt, aktiviert sie ihre Kontakte zur Unterwelt. Bald ist sie sicher – Antonia wurde umgebracht. Aber was bedeuten die Libellenflügel, die seit Antonias Tod überall auftauchen? Ausgerechnet sie bringen Ricky schließlich auf eine heiße Spur – und damit tappt sie dem Mörder genau in die Falle... Zur Autorin: Katja Brandis wurde 1970 geboren, wuchs im Rhein-Main-Gebiet auf und studierte Amerikanistik, Germanistik und Anglistik. Bereits als Jugendliche produzierte sie stapelweise Manuskripte und publiziert seit 2002 erfolgreich Bücher für Jugendliche und junge Erwachsene. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihrem Sohn und drei Katzen in der Nähe von München und arbeitet als freie Autorin, Lektorin und Journalistin. Für die Recherche zu Libellenfänger interviewte sie Wahrsager und mehrere Kripo-Ermittler, sah sich in einem Gefängnis um, erprobte Taekwondo am eigenen Leib und experimentierte mit Tarot. Rezension: Die 17-jährige Ricarda, genannt Ricky, ist auf den ersten Blick eine ganz normale Jugendliche: Sie geht zur Schule und hat einen netten Freundeskreis. Doch trägt sie auch ein großes Geheimnis vor ihren Freunden mit sich. Sie wurde im Gefängnis geboren, in dem ihre Mutter einsitzen musste, da sie Rickys Vater ermordet hat. Seit ihrer Entlassung lebt Ricky nun bei ihren Großeltern, ihre Mutter sieht sie mehr sporadisch. Als bei einem abendlichen Discobesuch die Mitschülerin Antonia ums Leben kommt, glaubt Ricky nicht an einen natürlichen Tod. Sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Unterstützung findet sie in Marek, einem Klassenkameraden, mit dem sie auch zusammen für das Schulfernsehen arbeitet. Schon bald gerät Ricky in eine Spirale aus Misstrauen, Verschwiegenheit und Geheimnissen und ist dem Täter bald näher als sie denkt... Katja Brandis erzählt mit Libellenfänger eine spannende Geschichte, in der vor allem die Protagonistin Ricky begeistern kann. Sie ist eine durchaus selbstständige Person, die sehr stur sein kann, wenn sie sich etwas in den Kopf setzt und sich nach Antonias Tod keinesfalls mit einer natürlichen Todesursache abspeisen lässt. Ihre Ermittlungen führt sie trotz Verwarnungen und einer Suspendierung durch den Schuldirektor weiter. Auf der anderen Seite ist sie aber auch eine verletzliche Person, da sie stets die Befürchtung hat, dass ihre Vergangenheit ans Licht kommt und ihre Mitschüler sie dafür verachten könnten. In Marek findet sie einen starken Verbündeten im Fall Antonia, in den sie sich zusehends verliebt. Doch Marek ist bereits in festen Händen und so scheint das Glück der beiden keine Zukunft zu haben. Der Fall an sich wurde von Katja Brandis glaubhaft und authentisch geschildert, auch die Lösung konnte mich überzeugen, wogegen der Verdächtigenkreis relativ klein gehalten worden ist, so dass man durchaus Überlegungen in die richtige Täterrichtung während des Lesens ziehen kann. Die Spannung ist nach Antonias Tod sehr hoch und bleibt auch bis zum Ende hin erhalten und dürfte somit die angesprochene Zielgruppe bis zur Lösung mit Ricky und Marek mitzittern lassen. Mich konnte Libellenfänger gut unterhalten, denn die einzelnen Charaktere, vor allem Ricky und Marek, konnten mich begeistern, da sie auch ihre Ecken und Kanten vorweisen können und beide ihre eigenen kleinen Geheimnisse mit sich tragen. Fazit: Libellenfänger ist ein gut durchdachter und spannender Jugendthriller, den Katja Brandis mit sympathischen und interessanten Charakteren ausgestattet hat, der auch interessierte erwachsene Leser ansprechen dürfte.

Libellenfänger
Libellenfängerby Katja BrandisPiper
5. Sept.
Rating:3

Inhalt: Niemand an Rickys Schule weiß, dass sie als Kind einige Jahre mit ihrer Mutter im Gefängnis gelebt hat. Und das soll auch so bleiben. Doch als eine Mitschülerin in der Disko plötzlich tot umkippt, fühlt sie, dass dieser Tod keine natürliche Ursache hatte. Also nutzt sie ihre Kontakte zu den Menschen aus der JVA und macht sich daran, selbst zu ermitteln und den Mörder zu finden. Meinung: Dieses Buch ist ein Jugendthriller und da ich sowas sonst nicht lese, fällt mir die Bewertung etwas schwer. Trotzdem hier meine Meinung: Ricky wurde im Gefängnis geboren und lebte die ersten Jahre ihres Lebens dort. Später zog sie dann zu ihren Großeltern. Niemand von ihren Freunden weiß von ihrer Vergangenheit, da sie sich in ihren vorherigen Schulen immer blöde Sprüche anhören musste. Plötzlich findet Ricky in der Schule Libellenflügel. Das ist zwar ungewöhnlich, aber zunächst denkt sie sich nichts dabei. Erst als Antonia ums Leben kommt und ihr auffällt, dass die Flügel immer in ihrer Nähe gefunden wurden, denkt sie an einen Zusammenhang. Trotz Warnungen ihrer Lehrer und der Kriminalpolizei, die den Fall nicht für einen Mord hält, fragt Ricky in der Schule rum und nutzt ihren Job beim Schulfernsehen um über Antonia zu recherchieren. Bei einem Interview mit Antonias Mutter stellt sie fest, dass Antonia sich für Engel interessierte, es aber geheim hielt. Hat ihr Tod vielleicht übernatürliche Ursachen? Während dieser „Ermittlungen“ arbeitet sie mit Marek, ihrem Kameramann, zusammen und sie freunden sich an. Aber wie kommt sie darauf, dass sie ihm wirklich vertrauen kann? Ricky stellt immer neue Vermutungen an und verdächtigt wahllos Leute. Das fand ich nicht nur verwirrend und sehr unklug, sondern auch etwas nervig. Wenn eine Mitschülerin von mir ermordet werden würde, würde ich auch nicht jedem Menschen unterstellen, dass er es gewesen sei. Auch die Sache mit den Engeln fand ich etwas komisch, da das ja eigentlich kein Fantasy Roman ist. Ob da wirklich etwas dran ist, möchte ich nicht verraten. Obwohl niemand Ricky glaubt, dass es ein Mord war, versucht sie hartnäckig den Mörder zu finden. Sie hat zwar keinerlei Indizien, dass Antonias Tod keine natürliche Ursache hatte, aber das ganze Buch würde ja keinen Sinn machen, wenn es sich nicht um Mord handeln würde ;) Der Anfang des Buches zog sich ziemlich. Ricky fängt mit ihren „Ermittlungen“ an, macht aber erst einmal keine nennenswerten Fortschritte. Erst nach etwa 200 Seiten konnte mich die Geschichte packen. Da hat sie zwar auch noch keinen wirklich fundierten Verdacht, aber durch Marek, der mit ihr zusammen den Täter sucht, wurde das Buch spannender. Marek ist ein interessanter Charakter. Er erzählt nicht viel von sich, aber zwischendurch macht er Andeutungen, wo man sich als Leser selbst zusammenreimen muss, was sie bedeuten sollen. Nach diesen 200 Seiten konnte mich das Buch wirklich fesseln. Von da an habe ich es fast am Stück zu Ende gelesen. Fazit: Ein etwas zäher Anfang, bis nach 200 Seiten langsam Spannung aufkommt. Gegen Ende wurde das Buch richtig super, aber bis dahin habe ich mich auch öfter mal über die Protagonistin ärgern müssen.

Libellenfänger
Libellenfängerby Katja BrandisPiper