"Taken", Band 1 der Trilogie "Das Laicos-Projekt", war für mich ein Zufallsfund in der örtlichen Bibliothek. Ich hatte keine Bewertungen zu diesem Titel gelesen, wusste also nicht, was mich erwarten würde. Die Grundidee der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, sie ist zwar nicht ganz neu, aber birgt ein paar einzigartige Züge, die das Lesen aufregend gestalteten. Leider hat sie aber auch ihre Schwächen. So sind die Charaktere einander zu ähnlich, es entsteht wenig Konfliktstoff zwischen den Protagonisten und die Antagonisten gehören in eine ganz andere Welt, was sie ohnehin zu Außenseitern macht. In dieser völlig fremden Umgebung finden sich zudem die Hauptfiguren viel zu schnell zurecht, weihen den Leser nicht genug in ihre inneren Erlebnisse ein, so dass immer etwas Distanz bleibt. Auch das Ende fand ich nicht sehr überzeugend. Zwischen dem vorletzten und dem letzten Kapitel klafft eine Lücke, es fehlen Übergangshandlungen. Ich bin mir aufgrund des gewählten Schlusses auch nicht sicher, ob diese Geschichte von Anfang an auf eine Trilogie ausgelegt war und frage mich nun, was mich in Band 2, der schon auf meinem Tisch liegt, erwarten wird.
Meine Gedanken zum Buch: Das Buch hat genau in meine Lesestimmung gepasst, als ich es begonnen habe und hat mir überraschend gut gefallen. Ich habe schon sehr viele Dystopien gelesen und meistens bin ich danach enttäuscht, weil immer das gleiche kommt, nur mit geringen Veränderungen und ohne große Überraschungen. Aber das hier war für mich etwas ganz neues, durchgehend spannend und habe es einfach nur verschlugen. Ich muss zugeben, zuerst hat es mich doch eine Spur an Hunger Games erinnert, schon alleine deshalb weil die Zivilisation ähnlich trist und auch der Lebensstandard gering war. Aber damit hört die Ähnlichkeit aber auch schon auf und es wird eine komplett neue Geschichte präsentiert. Das Buch ist in vier Teile gegliedert und in jedem passiert etwas neues, beginnt eine neue, eigenständige Atmosphäre, mit der man zu Beginn überhaupt nicht rechnet – oder ich zumindest nicht ;) Man hat zwar eine Ahnung, was kommen könnte, aber man ist dann doch überrascht, wie es sich wendet und was als nächstes kommt. Ich will hier gar nicht zu viel erzählen oder sagen, was ich toll oder schlechter fand, damit ich euch nicht dieses tolle Leseerlebnis nehme, wenn man Schritt für Schritt eine weitere Wahrheit aufdeckt – also wirklich selber lesen und vorher keine Rezis von Leuten lesen, die gerne mal ‚zu viel‘ erzählen ;) Der Schreibstil der Autorin war leicht zu lesen, und auch wenn ich anfänglich nicht begeistert war, dass die Geschichte in der Gegenwart geschrieben ist, hat mich das später überhaupt nicht gestört, da sie zwischen ihren leicht zu lesenden Sätzen, auch immer wieder poetische Eindrücke verwendet. Fand ich wirklich gut und sehr gelungen, aber vor allem im richtigen Maße. Auch die Charaktere haben für mich funktioniert und ich fand es äußerst erfrischend, einmal die Geschichte aus der Sicht eines Kerls zu lesen. Dieser heißt Gray und ist energisch, temperamentvoll und ich mag es, dass er zuerst handelt, bevor er alles tot analysiert und sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Wirklich toll. Auch die anderen waren interessant, aber es gab leider bisher nur kurze Einblicke in die anderen Figuren… aber ich bin mir sicher, dass kommt in den nächsten Teilen. Außerdem hat es mir äußerst gut gefallen, dass es dieses Mal auch ein Liebestriangel gibt, ABER mit einem Kerl und zwei Mädels. Ist für mich auch eine Premiere und hier ist es aber nicht unrealistisch dargestellt, wie in vielen anderen Büchern mit Liebestriangel, sondern es wirkt realistisch und es entsteht durch eine Situation, wie man sie tatsächlich erleben könnte, ohne diesen ganzen kitschigen Schnick-Schnack. Und auch, wenn ich nicht immer mit Grays Entscheidungen glücklich war, kann ich sein Handeln doch nachvollziehen. Das Liebestriangel entsteht nicht daher, weil sich plötzlich wie aus dem nichts, zwei Mädchen gleichzeitig für ihn interessieren, sondern einfach aus den Begebenheiten aus dem Leben heraus… Schicksal oder einfach nur durch Zufall, aber auf alle Fälle so, wie es in Echt passieren könnte. Und zu meiner Überraschung, fand ich es klasse, dass hier nicht die Liebesbeziehung im Fokus stand – so, wie ich sonst immer darauf bestehe – sondern es ging vermehrt darum, die Wahrheit zu finden, Geheimnisse aufzudecken und den Schuldigen zu finden… was das gesamte Buch total spannend und schnell gemacht hat. Hach, toll! Warum das Buch dann trotzdem nur 4 Punkte bekommt liegt daran, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, wie wenn eine Spur, ein letzter wow-Effekt noch gefehlt hat. Ich hoffe sehr, dass dies im zweiten Teil dann enthalten sein wird und auch, dass Gray uns noch mehr Seiten von sich sehen lässt und sich mehr öffnet. German Cover: Das Cover passt zwar zum Inhalt der Geschichte und sieht auch nicht schlecht aus – sehr überlegt, aber trotzdem gefällt mir das englische Cover durch die Farbgebung ein wenig besser. All in all: Einige vergleichen es mit der GONE Serie, aber da ich diese nicht kenne, kann ich nicht mitreden. Für mich war es ein tolles Leseerlebnis, dass einem ganz von alleine durch die Seiten getragen hat und nicht mehr los ließ. Bin begeistert und fass es nun nicht, dass ich ein Jahr lang auf den nächsten Teil warten muss *heul* Für mehr Info besuche meinen Blog: http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/05/06/rezension-taken-laicos-projekt/
Alles geht etwas schnell in diesem Buch. Stellt sich etwas als großes Problem heraus, wird es spätestens vier (kurze) Kapitel später bereits problemlos überwunden; richtig mitfiebern ist anders. Man wird das Gefühl nicht los, dass die Autorin möglichst viele Aspekte einer "üblichen" Dystopie in ihrer Geschichte unterbringen möchte ohne selbst mit etwas Neuem aufzuwarten. In Anbetracht einer eigentlich spannenden Ausgangslage ist das schade, denn um möglichst viele Punkte abzuhaken (unterdrücktes Volk – Check, totalitäres System – Check, Dreiecksbeziehung – Check, Rebellenbewegung, Check, etc) vergisst sie dabei, den Hauptfiguren mehr als nur oberflächliches Leben einzuhauchen. Viele Klischees und teils hanebüchene Dialoge runden das ganze ab. Wer darüber hinwegsehen und sich zudem damit abfinden kann, dass alles (wirklich alles!) vorhersehbar ist, hat immerhin ein temporeiches Buch in der Hand.
Inhalt: Das Dorf Claysoot ist von einer hohen Mauer umgeben, die niemand lebend überqueren kann und jeder Junge wird an seinem 18. Geburtstag „geraubt“ – er verschwindet und wird nie wieder gesehen. Als Grays älterer Bruder geraubt wird und er auf einen Brief seiner verstorbenen Mutter stößt, stellt er fest, dass er selbst sich diesem Schicksal nicht einfach so hingeben möchte und beschließt, über die Mauer zu klettern und auf der anderen Seite – sollte sie denn existieren – nach Antworten zu suchen. Meinung: In Claysoot leben nur einige hundert Menschen und das Leben dort ist nicht sehr fortschrittlich. Es gibt weder Elektrizität noch fließendes Wasser und Gray war schon früh dafür verantwortlich, im Wald Nahrung zu jagen. Die Bewohner kennen aber nichts anderes, weil bis auf Maude, die „Anführerin“, die allerdings ihr Gedächtnis verloren hat, alle von ihnen innerhalb der Mauern aufgewachsen sind und nie etwas anderes gekannt haben. Dadurch, dass die Jungen mit dem Erreichen ihrer Volljährigkeit geraubt werden, müssen sie schon in jungem Alter dafür sorgen, dass es genug Nachwuchs gibt und werden vom Rat regelmäßig einem anderen Mädchen zugeteilt. Als Gray auf einen Brief seiner Mutter stößt, der erschreckende Informationen enthält, möchte er sich nichtmehr mit seinem Schicksal abgeben und macht sich auf die Suche nach Antworten. Das Buch beginnt mit einer Einführung in Grays Leben, dem Kennenlernen anderer Charaktere und der Leser erhält Informationen über die Geschichte des Dorfes und den Raub. Das alles wird aber nicht trist erzählt, sondern man erfährt all das während die Handlung schon im Gange ist. Dann tauchen die ersten Fragen auf. Die Antwort auf die „größte“ davon wusste ich schon nach wenigen Seiten, aber trotzdem – oder gerade deshalb - bleiben noch viele Fragen, deren Antworten es zu finden gilt und auf die ich als Leser fast so gespannt war wie der Protagonist des Buches. Gray ist temperamentvoll, emotional und handelt spontan. Er wird immer wieder mit seinem Bruder verglichen, der im Gegensatz zu ihm besonnen und durchdacht handelt. Obwohl dieser von den meisten Figuren bevorzugt wird, war Gray mir als Protagonist lieber. Er ist ein interessanter Charakter und dadurch, dass er spontan und impulsiv reagiert, blieb die Handlung unvorhersehbar und interessant. Die Grundidee des Romans kam mir bekannt vor, auch wenn ich nicht weiß, woher. Trotzdem gefiel mir das Buch sehr gut und ich wurde mehrmals vom Handlungsverlauf überrascht. Sobald Gray beschließt, das Dorf zu verlassen, bildet sich Spannung. Diese hat im Laufe der Handlung einige Hoch- und Tiefpunkte, verschwindet aber nie ganz und das Interesse, weiterzulesen und zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht und schließlich endet, war konstant vorhanden und machte es mir fast unmöglich, längere Pausen einzulegen. Fazit: Obwohl das Buch zwischenzeitlich ziemlich vorhersehbar war, gefiel es mir sehr gut und mich verließ nie der Drang, weiterzulesen. Ein spannender Trilogie-Auftakt, für dessen zweiten Teil ich mir kaum eine Steigerung vorstellen kann! 4,5/5 Punkten
Meine Gedanken zum Buch: Das Buch hat genau in meine Lesestimmung gepasst, als ich es begonnen habe und hat mir überraschend gut gefallen. Ich habe schon sehr viele Dystopien gelesen und meistens bin ich danach enttäuscht, weil immer das gleiche kommt, nur mit geringen Veränderungen und ohne große Überraschungen. Aber das hier war für mich etwas ganz neues, durchgehend spannend und habe es einfach nur verschlugen. Ich muss zugeben, zuerst hat es mich doch eine Spur an Hunger Games erinnert, schon alleine deshalb weil die Zivilisation ähnlich trist und auch der Lebensstandard gering war. Aber damit hört die Ähnlichkeit aber auch schon auf und es wird eine komplett neue Geschichte präsentiert. Das Buch ist in vier Teile gegliedert und in jedem passiert etwas neues, beginnt eine neue, eigenständige Atmosphäre, mit der man zu Beginn überhaupt nicht rechnet – oder ich zumindest nicht ;) Man hat zwar eine Ahnung, was kommen könnte, aber man ist dann doch überrascht, wie es sich wendet und was als nächstes kommt. Ich will hier gar nicht zu viel erzählen oder sagen, was ich toll oder schlechter fand, damit ich euch nicht dieses tolle Leseerlebnis nehme, wenn man Schritt für Schritt eine weitere Wahrheit aufdeckt – also wirklich selber lesen und vorher keine Rezis von Leuten lesen, die gerne mal ‚zu viel‘ erzählen ;) Der Schreibstil der Autorin war leicht zu lesen, und auch wenn ich anfänglich nicht begeistert war, dass die Geschichte in der Gegenwart geschrieben ist, hat mich das später überhaupt nicht gestört, da sie zwischen ihren leicht zu lesenden Sätzen, auch immer wieder poetische Eindrücke verwendet. Fand ich wirklich gut und sehr gelungen, aber vor allem im richtigen Maße. Auch die Charaktere haben für mich funktioniert und ich fand es äußerst erfrischend, einmal die Geschichte aus der Sicht eines Kerls zu lesen. Dieser heißt Gray und ist energisch, temperamentvoll und ich mag es, dass er zuerst handelt, bevor er alles tot analysiert und sich kein Blatt vor den Mund nimmt. Wirklich toll. Auch die anderen waren interessant, aber es gab leider bisher nur kurze Einblicke in die anderen Figuren… aber ich bin mir sicher, dass kommt in den nächsten Teilen. Außerdem hat es mir äußerst gut gefallen, dass es dieses Mal auch ein Liebestriangel gibt, ABER mit einem Kerl und zwei Mädels. Ist für mich auch eine Premiere und hier ist es aber nicht unrealistisch dargestellt, wie in vielen anderen Büchern mit Liebestriangel, sondern es wirkt realistisch und es entsteht durch eine Situation, wie man sie tatsächlich erleben könnte, ohne diesen ganzen kitschigen Schnick-Schnack. Und auch, wenn ich nicht immer mit Grays Entscheidungen glücklich war, kann ich sein Handeln doch nachvollziehen. Das Liebestriangel entsteht nicht daher, weil sich plötzlich wie aus dem nichts, zwei Mädchen gleichzeitig für ihn interessieren, sondern einfach aus den Begebenheiten aus dem Leben heraus… Schicksal oder einfach nur durch Zufall, aber auf alle Fälle so, wie es in Echt passieren könnte. Und zu meiner Überraschung, fand ich es klasse, dass hier nicht die Liebesbeziehung im Fokus stand – so, wie ich sonst immer darauf bestehe – sondern es ging vermehrt darum, die Wahrheit zu finden, Geheimnisse aufzudecken und den Schuldigen zu finden… was das gesamte Buch total spannend und schnell gemacht hat. Hach, toll! Warum das Buch dann trotzdem nur 4 Punkte bekommt liegt daran, dass ich irgendwie das Gefühl hatte, wie wenn eine Spur, ein letzter wow-Effekt noch gefehlt hat. Ich hoffe sehr, dass dies im zweiten Teil dann enthalten sein wird und auch, dass Gray uns noch mehr Seiten von sich sehen lässt und sich mehr öffnet. German Cover: Das Cover passt zwar zum Inhalt der Geschichte und sieht auch nicht schlecht aus – sehr überlegt, aber trotzdem gefällt mir das englische Cover durch die Farbgebung ein wenig besser. All in all: Einige vergleichen es mit der GONE Serie, aber da ich diese nicht kenne, kann ich nicht mitreden. Für mich war es ein tolles Leseerlebnis, dass einem ganz von alleine durch die Seiten getragen hat und nicht mehr los ließ. Bin begeistert und fass es nun nicht, dass ich ein Jahr lang auf den nächsten Teil warten muss *heul* Für mehr Info besuche meinen Blog: http://martinabookaholic.wordpress.com/2013/05/06/rezension-taken-laicos-projekt/




