Ein gutes Buch für einen Reading slump...
Aber versteht mich nicht falsch, nicht um einen slump zu beenden oder raus zu finden, sondern um in einen einzutreten. Während des Lesens kamen mir Gedanken, wie ich das Buch beschreiben könnte, hier der Prägnanteste: Es ist wie Wein. Witzig, aber zu viel sollte man davon nicht auf einmal genießen, sonst gibt's Kopfschmerzen. Ich kann nicht mal sagen, woran es genau liegt, aber dieses Buch hat eine überkritische Seite in mir hervor gerufen mit der ich jedes Wort auf die Goldwage gelegt habe was da in dem Kapiteln stand. Die Charaktere sind okay. Der Autor versucht ein bisschen mit morally grey zu spielen aber ich glaube er hatte selbst keine genaue Idee was man daraus machen könnte. Und ohne Eyecatcher und zu viel davon ist grau einfach eine furchbar langweilige Farbe. Und irgendwie ist alles grau in diesem Buch. Das Setting, das zu sehr unpassenden Momenten in detail beschrieben wird und sonst gar nicht, die Charaktere sind da, aber mehr auch nicht. Die morden... joah.. Die gibt's auch. Aber auch nur zwei Szenen in 200 Seiten die nicht mal ganz ein Kapitel füllen. Grundsätzlich machen die Charaktere alles, außer ermitteln Oo Und von dem Antagonisten lass mich bitte nicht anfangen. Es geht doch nichts über einen plot der bis zur 50% Marke nichts mit dem Buch zu tun hat und sich ausschließlich mit der sexualisierten Gewalt an Frauen beschäftigt. Wieso ist dieser Plot da? Keine verdammte Ahnung! Ich wollte dieses Buch wirklich mögen weil die Grundidee spannend ist, aber wenn der Author in einem Buch über das Internet und seine Abgründe ClearWeb, DeepWeb und Darknet nicht auseinander halten kann, dann sagt das eigentlich schon alles.




