Als Polly ihren Freund mit einer anderen erwischt, reist sie Hals über Kopf in das leerstehende Haus ihrer Großmutter auf eine kleine Insel. Plötzlich steht sie ohne Mann und Job da, und sitzt in einem renovierungsbedürftigen Haus mitten im Nirgendwo. Bald gesellt sich noch ihre beste Freundin Rosie zur ihr. Sie ist schwanger und weiß auch grade nicht so recht weiter. Zum guten Schluss kommt dann auch noch Aprils Schwester dazu. Ihr wächst zu Hause alles über den Kopf und sie braucht einfach einen Tapetenwechsel. Die drei schmieden große Pläne. Sie wollen gemeinsam das Haus der Großmutter in ein Bed & Breakfast umbauen. Eine große Aufgabe, die natürlich nicht ohne das ein oder andere Problem vonstatten geht. Titel und Klappentext versprechen leichte Unterhaltung für zwischendurch. Bekommen habe ich genau das. Die Geschichte ist zwar ziemlich vorhersehbar, aber trotzdem schön zu lesen. Die Idee des Umbaus kam ein bisschen sehr plötzlich und auch die Umsetzung verlief mir zu reibungslos. Kamen doch mal Probleme auf, waren diese relativ schnell gelöst. Das kam etwas unglaubwürdig rüber. Die Hauptcharaktere sind mir leider etwas zu blass geblieben. Eigentlich haben mir die Nebenfiguren besser gefallen, ganz besonders die exzentrische Nachbarin Isabel. Blogbeiträge, in denen Polly über den Baufortschritt berichtet und Rückblicke in die Kindheit der drei runden das Ganze ab. Ja, es gibt Luft nach oben, trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und hatte ein paar entspannte Lesestunden. Herzlichen Dank an Netgalley und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Ein Wohlfühlen Roman mit liebenswürdigen, chaotischen Charakteren und einem locker-humorvollen Schreibstil.
"Stormrose Inn" klang nach einer sehr kuscheligen und atmosphärischen Geschichte, auf die ich sehr gespannt war. Das Buch konnte mich ganz gut unterhalten, jedoch war es mir teilweise ein wenig zu hektisch in Bezug auf die Handlung und ich hätte mir manchmal ein wenig mehr Ruhe gewünscht. Die Geschichte von den drei Frauen Polly, April und Rosie war sehr interessant und in vielem waren die Frauen auch sehr unterschiedlich. Teilweise fand ich die drei jedoch auch ein wenig anstrengend und auch ihr Verhalten in Bezug auf die Männer in der Geschichte war manchmal ein wenig nervig. Das Setting hat mir sehr gut gefallen und die Beschreibungen rund um den Ausbau des Inns und die wunderschönen dekorativen Ideen haben mich wirklich begeistert. Im letzten Drittel war mir die Geschichte dann allerdings ein wenig zu langatmig und die Geschichte wurde für mich eher unnötig in die Länge gezogen. Dies lag auch an vielen Beschreibungen, die in Teilen passend waren, aber manchmal auch ein wenig zu viel. Das Buch war angenehm zu lesen und konnte mich gut unterhalten, die Lesefreude wurde aber durch einige Längen ein wenig ausgebremst.


