Klugscheißer Deluxe Ein Roman von Thorsten Steffens Es ist schon ein bisschen her, dass ich das Buch Klugscheißer Royal gelesen habe. Schon damals fand ich den Schreibstil von Thorsten Steffens ganz gut. Der Roman macht einfach Laune zu lesen. Der Hauptdarsteller, Timo Seidel, nimmt sich selber nicht mehr so ernst wie im ersten Buch. Er hat aus seiner Klugscheißerei gelernt und versucht nicht immer den Klugscheißer heraus hängen zu lassen. Das gelingt ihm auf den ersten Seiten fast schon ganz gut. Bis ihm der Kragen platzt, als er in der Tram zuhören muss, wie ein Pärchen, das ihm gegenüber saß, völlig dusselige Worte benutzte. Das war dann aber auch ein Ausrutscher und Timo reißt sich fast immer zusammen. Denn er geht wieder zur Uni und möchte endlich Nägel mit Köpfe machen, indem er sich als Lehrer ausbilden lässt. Schon im ersten Buch hat Timo durch Zufall eine Klasse in der Abendschule als Aushilfslehrer übernommen. Er fühlt sich nun mit 29 Jahren endlich erwachsen genug, sein Studium zu beenden. In der Uni trifft Timo auf die bildhübsche Sophie und verknallt sich in die YouTuberin. Wenn da nicht noch sein neuer, bester Kumpel Lennart wäre, der alle Frauen in Timos Umgebung angräbt. Was ich gelesen habe Auch dieses Buch fand ich wieder sehr witzig. Mich bekommt man nicht oft zum lauten Lachen, aber hier musste ich wirklich immer wieder prusten. Thorsten Steffens hat ein Händchen für Situationskomik. Am liebsten mag ich allerdings die Stellen, in denen Timo mit der Tram unterwegs ist. Und wie er sich in der Abendschule als Lehrer durchschlägt. Dort gibt es nämlich noch seine Widersacherin Barbara, die ihn scheinbar auf den Tod nicht ausstehen kann. Mir haben die 264 Seiten wieder sehr großen Spaß gemacht. Vielleicht wird der Autor noch einen AnschlußKlugscheißer schreiben, denn der Schluss lädt dazu ein.
Ich habe ja bereits „Klugscheißer Royale“ gelesen, was der Vorgänger zu „Klugscheißer Deluxe“ ist. Der hat mir sehr gut gefallen und ich habe mich köstlich amüsiert. Auch dieser zweite Band gefiel mir wirklich gut, auch wenn er für mich nicht ganz an den ersten Band herankam. Es geht in dem Buch um Timo, den man (bestenfalls) schon aus „Klugscheißer Royale“ kennt. Ich persönlich würde empfehlen die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da man so besser in die Story abtauchen kann. Allerdings erklärt der Autor auch immer wieder Dinge, die im ersten Band passiert sind und stellt Personen vor, die man aus dem ersten Band kennen würde. Es ist also auch nicht schlimm, wenn man „Klugscheißer Deluxe“ als eigenständiges Buch liest. Timo hat sich mittlerweile dazu entschlossen doch noch einmal zu studieren. Dieser zweite Band handelt sowohl von dem Alltag an der Uni, als auch von seinem Job als Aushilfslehrer an der Abendschule. Das Buch lebt von seinen skurrilen Figuren. Davon gibt es wirklich einige. Meine absolute Lieblingsfigur ist weiterhin die Direktorin von Timos Abendschule. Frau Penner ist einfach herrlich verrückt und unglaublich sympathisch. Es gibt Figuren, die unglaublich polarisieren und welche bei denen man immer wieder hin- und herschwankt, ob man sie mag oder nicht. So überspitzt einige Figuren sind, so erkenne ich doch auch Ähnlichkeiten zu Personen in meinem Umfeld. Einen wirklichen roten Faden oder gar einen Spannungsbogen gibt es in der Story nicht, aber mich stört das nicht. Man begleitet Timo einfach in seinem Alltag und das Ganze wird sehr witzig und unterhaltsam beschrieben. Ich musste wieder oft schmunzeln. Was die Art und Weise der Liebesgeschichten angeht, hatte ich schon im ersten Band so meine kleinen Probleme damit. Es geht halt viel hin und her und es wirkt etwas unpersönlich. Das liegt mir nicht so, aber stört mich auch nicht ungemein. Der Grund warum mir das Buch ein bisschen weniger gefallen hat als noch Band 1, liegt eher an dem fehlenden Drama. Band eins hat da einfach mehr zwischenmenschliche Interaktionen und damit auch Dramatik geboten. Vor allem durch Timos Beziehungen zu seinen 'Partnerinnen' und Freunden. Das fand ich im ersten Band mitreißender. Auch das Kennenlernen der unterschiedlichen Lehrerinnen an der Abendschule und dass sich erst nach und nach herauskristallisierte, wie einzelne Personen wirklich sind, peppte den ersten Band auf. Hier kannte man schon viele Charakter und Timo wirkte ruhiger und vernünftiger. So kamen dann auch die Konflikte nicht so mitreißend rüber, wie noch in Teil eins. Trotzdem gab es auch hier so einiges an Auseinandersetzungen vor allem mit Timos Kolleginnen und mit seinen Mitstudenten und Professoren. Unterhalten wurde ich definitiv gut, nur der letzte Kick fehlte mir halt, den es in Band eins noch gab. Timo ist mir immer sympathischer geworden. Er ist ein toller Hauptcharakter (auch wenn man das laut Autor nicht so schreibt) und vor allem seine Einstellung zum Lehren und zu seinen Schülern fand ich klasse. Von solchen Lehrern bräuchte man mehr. *Fazit:* 4,0 von 5 Sternen Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, aber an Band 1 kam es nicht ganz heran. Der Autor beschreibt humorvoll Timos Alltag in Uni und Abendschule. Die vielen skurrilen Personen machten das Buch aus.

