18. Mai
Rating:4.5

Aufwühlender Roman über eine jüdisch-französische Familie zur NS-Zeit

Der Plot Eine Postkarte mit vier Namen - die Namen der ermordeten Angehörigen - findet den Weg zu Anne Berets Mutter und gerät dort in Vergessenheit. Erst als Annes eigene Tochter Opfer von Antisemitismus wird, versucht Anne die Herkunft der Postkarte zu ermitteln. Meine Meinung Ein tolles Buch, das man gelesen haben muss. Gerade der erste Teil tat weh und ich wollte schreien: "Flieht! Vertraut nicht, rennt weg!" Anhand eines Schicksals wird beispielhaft die grausame Geschichte der NS-Diktatur in Frankreich erzählt und mich hat es sehr gepackt und ich musste mir oft sagen, dass wir aus der heutigen Sicht natürlich schlauer sind und nicht jede Entscheidung der Familie Rabinowicz nachvollziehen können, da wir ja wissen was kam. Sehr berührend. Den zweiten Teil fand ich dann weniger stark und hätte einfach hin und wieder ein Namensverzeichnis gebraucht, um mich wieder zu orientieren, wer wer war. Starkes Buch, vor allem im ersten Teil.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
15. Mai
Rating:5

Großartig!

Mich hat diese Spurensuche nach der Vergangenheit einer Familie zutiefst berührt und gefesselt. Auch wenn das Thema Holocaust und 2. Weltkrieg schon oft behandelt wurde, gab es hier eine spannende Recherche aus heutiger Sicht. Da es anders als erwartet ist, war der Einstieg nicht so leicht. Aber dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
9. Mai
Rating:5

Bewegend

Dieses Buch hat mich tief berührt. Es fällt mir schwer zu sagen, was genau mich anders berührt hat, als andere Bücher zur Shoah. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Beide Teile spielen zum einen in der Gegenwart und beleuchten gleichzeitig eine Zeitebene in der Vergangenheit. Teil 1 erzählt die Geschichte der Rabinowichs bis in das Vernichtungslager hinein. Teil 2 verfolgt die Geschichte der einzigen Überlebenden bis in die Gegenwart. Was das Buch für mich besonders macht, ist der Fokus auf den Verlust, den die Shoah gebracht hat. Der Verlust, der Familien über mehrere Generationen prägt. Das Buch endet nicht mit Kriegsende. Es zeigt das der Horror nicht einfach stoppte. Das auch die, die Glück hatten, fürs Leben geprägt waren und das Erlebte an ihre Nachkommen weitergeben, ob sie wollen oder nicht.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
13. Feb.
Rating:5

Großartig. Erschütternd. Bewegend.

Die Autorin schafft es das Thema und die Geschichte der Familie extrem gut zu verbinden. Interessant auch mal diese französische Perspektive zu verfolgen. Der letzte Satz im Buch ist bei mir hängen geblieben. Lesen!

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
6. Feb.
Rating:5

Eine großartige Geschichte über die Suche nach Wurzeln, die teilweise im 2. Weltkrieg gekappt wurden, ausgelöst durch eine Postkarte. Zudem ein großes Bezug zur Gegenwart. Wie lebt man seine Religion aus und was heißt jüdisch sein in der heutigen Zeit. Wie umgehen mit Antisemitismus. Alles eingewoben in eine eigenwillige Familiendynamik, so dass man sich beim Lesen völlig den Personen zugehörig fühlt.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
26. Jan.
Erschütternde Erinnerungsliteratur
Rating:5

Erschütternde Erinnerungsliteratur

Was ein Roman! Eine anonym verschickte Postkarte mit den Namen ihrer toten Familienmitglieder, löst bei der Autorin den Wunsch aus, den Absender zu finden, wofür sie ihre jüdische Familiengeschichte aufarbeiten muss. Eine mitreißende Spurensuche, die niemanden kalt lässt, beginnt. Die französische Schriftstellerin Anne Berest rekonstruiert in Gesprächen mit der Mutter und anhand historischer Quellen, detailliert das Leben ihrer Vorfahren, die in Auschwitz ermordet wurden. Als Leserin wird man nicht geschont. Anne Berest beschreibt Unmenschliches, Schreckliches, auf eine klare, schlichte und kluge Weise. Mehrfach musste ich tief durchatmen, um weiterlesen zu können. Einzige Überlebende ist Berests Großmutter Myriam, die jedoch, um die Geister der Toten nicht zu wecken, nie über die Zeit des Schreckens sprach. Im Roman wird ihr weiteres Leben und ihre Rolle im 2. Weltkrieg aufgeklärt. Das Spiel mit unterschiedlichen Zeitebenen sorgt für einen fortwährenden Spannungsbogen und vermittelt das Gefühl, direkt an den Geschehnisse Anteil zu nehmen. Es werden Themen wie der Holocaust, aktueller französischer Antisemitismus und das Finden der eigenen jüdischen Identität durch komplexe Überlegungen miteinander verbunden. Dieser Roman ist so grandios und sooooo lesenswert. Er eröffnete mir ein tieferes Verständnis für die unsägliche Tragödie dieser Familie und neue geschichtliche Fakten. Ich konnte ihn kaum aus der Hand legen und auch nicht nach dem Beenden. Ihn einfach wegzulegen fühlte sich falsch an. Grandios!

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
14. Jan.
Rating:5

Wow!

Es gibt vieles, das mich an diesem Buch sehr beeindruckt hat: wie mühelos die Zeitebenen ineinander fließen, ohne dass man den Überblick verliert, wie detailliert Anne Berest beschreibt, aber vor allem, wie sie es schafft, all diese Grausamkeiten in Worte zu fassen, ohne zu übertreiben oder zu beschönigen und wie intensiv das ganze Buch ist! An mehreren Punkten hatte ich wirklich Gänsehaut, war sehr berührt und musste manchmal das Buch kurz weglegen, weil es so intensiv war. Große Klasse!

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
14. Jan.
Rating:4.5

Eine berührende Familiengeschichte

Anne Berest schreibt in diesem Buch über die Geschichte ihrer Großmutter, über Verlust, Flucht, Liebe ... über ein schreckliches Kapitel der Vergangenheit, das auch jetzt noch oder wieder sehr aktuell ist. Spannend und sehr berührend ... absolute Leseempfehlung!

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
24. Nov.
Rating:4.5

Ich konnte das Buch nicht weg legen. Ich wollte von dem ersten Seiten an unbedingt wissen, wer diese Postkarte geschickt hat. Auch wenn das am Ende sogar fast schon „nichtig“ wurde. Während ich gespannt auf die Auflösung „gewartet“ habe, wurde ich in den Bann einer schicksalhaften Familiengeschichte gerissen. Es sind Bücher wie diese, die zeigen wie wichtig es ist, über die Vergangenheit zu reden. Egal ob 5 Jahre vergangen sind oder 75. Und vielleicht ist es einfach der Auftrag der nachkommenden Generationen, das Schweigen der vorherigen Generationen zu brechen. Vor allem wenn diese das nicht konnten, Tolles Buch!

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
2. Nov.
Haltet Taschentücher bereit 😢
Rating:5

Haltet Taschentücher bereit 😢

Wow – was für ein Buch! Dieses Werk hat mich erneut zu Tränen gerührt. Die Tatsache, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht, die schrecklichen Ereignisse während des Krieges und die tragische Geschichte hinter den Namen auf der Postkarte berühren zutiefst. Erschreckend ist, wie vieles davon auch heute noch eine bedrückende Aktualität besitzt. „Die Postkarte“ von Anne Berest ist ein Buch, das wirklich jeder gelesen haben sollte.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
18. Okt.
Rating:5

Sprachlos

Wie soll man so ein Buch bewerten?! Gefühle fahren Achterbahn, mir sind die Tränen vor Trauer und Entsetzen gelaufen, aber auch glückliche Momente wurden beschrieben, welche einem Herz erwärmen. Vor allem in unserer Zeit ein LeseMUSS!!!!

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
2. Sept.
Rating:5

Ein wahnsinnig gutes Buch, auch wenn die düsteren Momente immer sehr plötzlich auftreten und man kurz schlucken muss. Die Geschichte lässt sich quasi am Stück lesen, weil so gute Cliffhanger eingebaut und die Kapitel schön kurz gehalten sind.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
20. Aug.
Emotional, lehrreich und viel aktueller als es sein sollte
Rating:4.5

Emotional, lehrreich und viel aktueller als es sein sollte

Ich habe dieses Buch meiner Oma geschenkt und sie es mir nach dem Lesen direkt ausgeliehen - ich bin ihr dafür sehr dankbar! Das Buch ist in mehrer „Bücher“ unterteilt. Eine inhaltliche Abgrenzung die „größer“ als Kapitel sind. Im Theater wären es wohl Akte. Das erste Buch ist das spannendste, aber auch emotionalste. Die Autorin Anne schreibt in diesem Buch über ihre eigene Familie - über die Recherche, damit deren Geschichte nicht vergessen wird. Als Nachfahrin einer jüdischen Familie, die selbst in Frankreich aufwächst taucht man tief in eine Welt ein, die zumindest ich nicht genau kannte. Klar - die Nazi Zeit ist nichts unbekanntes, aber zugebender Weise kenne ich mich NICHT mit den Geschehnissen zu dieser grausamen Zeit in Frankreich aus. Das war (abgesehen von der Hauptgeschichte) wahnsinnig interessant. Genauso wie es mich gefesselt hat, die jüdischen Bräuche mitzuerleben. Ich könnte noch weiter von dem Buch schwärmen!!!! Einziger kleiner Abzug ist, dass ich nach dem ersten Buch ein Weilchen gebraucht habe, um wieder richtig reinzukommen.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
29. Juli
Post image
Rating:5

📝 „Es ist schrecklich, sich vorzustellen, dass Ephraïm dem Staat gehorcht, während der Staat seine Vernichtung organisiert.“ (S. 105) 📝 „Ich hatte jenes Alter erreicht, in dem eine bestimmte Kraft einen drängt zurückzuschauen, weil der Horizont der eigenen Vergangenheit jetzt weiter und geheimnisvoller ist als der, der vor einem liegt.“ (S. 221) 📖 Anne Berest’s Mutter erhält 2003 eine Postkarte, die sie zutiefst verängstigt. Darauf stehen vier Namen ihrer Vorfahren, die in Ausschwitz ermordet wurden. Dies nimmt Anne Berest zum Anlass, das Schicksal ihrer jüdischen Familie in der schlimmsten Zeit des 20. Jahrhunderts zu erforschen. Was hat es mit der Postkarte auf sich? Wer war der Absender und mit welcher Intention wurde sie abgeschickt? 💭 Ich habe das Buch über ein Jahr in meinem SuB liegen gelassen. Die Angaben im Klappentext bewegten mich dazu, mir Zeit und Ruhe zum Lesen zu nehmen. Fern des Alltages habe ich mir sie vor wenigen Wochen genommen. Ich bin zutiefst beeindruckt von den Recherchen der Autorin und ihrer Mutter. Spannend wurde das beeindruckende Leben ihrer Vorfahren erzählt. Gerade am Ende spürte ich förmlich die Verbindung zwischen den Familienmitgliedern, die sich nie begegneten. Auch deswegen beendete ich wohl mit einer Gänsehaut das Buch. Tolle Leistung! Ein ganz wichtiges Werk. Mein bisheriges Jahreshighlight.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
13. Juli
Rating:4.5

„Die Postkarte“ von Anne Berest. Man sollte sich genau überlegen, ob man dieses (Audio)-Buch zum Einschlafen hört. Erstens weil es einem - wie könnte es auch anders sein - auf den Magen schlägt, und zweitens weil man sich bei den Perspektiven und Sprüngen und Namen auch ein wenig konzentrieren sollte. Aber ansonsten ist „Die Postkarte“ eine fantastisch erzählte Geschichte über Identität und dem Versuch die Leerstellen in der eigenen Familiengeschichte zu füllen, das Geheimnis um die Postkarte zu ergründen. Und es ist ein herausragend recherchierter Roman über das Grausamste, wozu wir Menschen fähig waren und - umso schlimmer, als wir genau wissen und sehen können - noch immer sind. Lesen! Bitte.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
8. Juli
Rating:5

Niemals vergessen

Niemals vergessen, damit lässt sich das Buch zusammenfassen. Diese Familiengeschichte hat mich zu Tränen gerührt. Ich kann nur empfehlen, es zu lesen.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
1. Juni
Rating:5

eine spurensuche voller erinnerung, verlust und menschlichkeit

die postkarte von anne berest ist ein literarisch wie emotional beeindruckendes werk, das biografie, geschichtsschreibung und persönliche spurensuche auf eindringliche weise miteinander verwebt. es handelt sich um die rekonstruierte geschichte einer jüdischen familie im 20. jahrhundert. erzählt mit tiefem respekt, viel gefühl und einem besonderen blick für historische zusammenhänge. die autorin begibt sich auf eine sehr persönliche reise: ausgangspunkt ist eine anonyme postkarte, auf der nur vier namen stehen. namen von familienmitgliedern, die während des holocaust ermordet wurden. was folgt, ist eine intensive recherche, die sich über länder, jahrzehnte und generationen erstreckt. anne berest gelingt es, dabei nicht nur fakten zu sammeln, sondern erinnerungen zum leben zu erwecken. das buch ist gleichermaßen herzzerreißend wie informativ. es vermittelt geschichte nicht trocken, sondern spürbar. die schilderungen sind oft erschütternd, aber nie pathetisch. besonders bemerkenswert ist die ehrliche und aufrichtige art, mit der die autorin die schmerzhaften abschnitte der familienbiografie beleuchtet, ohne zu idealisieren oder zu dramatisieren. sprachlich ist die postkarte sehr kraftvoll und klar. anne berest schreibt in einem zugänglichen ton, der dennoch literarisch anspruchsvoll bleibt. sie schafft es, die lesenden nicht nur intellektuell, sondern auch emotional zu berühren. stellenweise ist das buch so bewegend, dass man beim lesen unweigerlich mitfühlt, mittrauert und mitdenkt; es gibt momente, in denen man innehalten muss. besonders hervorzuheben ist auch, wie viel arbeit und recherche in dieses buch eingeflossen sind. jede seite zeugt von tiefer auseinandersetzung mit dem thema erinnerung, identität und verlust. es ist nicht nur ein werk über vergangenheit, sondern auch über gegenwart und zukunft. über das weitergeben von geschichten, über die bedeutung von namen, über stille überlieferungen und die notwendigkeit des erinnerns. ich hatte während des lesens mehrmals tränen in den augen und gänsehaut; noch nie hat mich ein buch so berührt. die postkarte ist ein stilles, aber kraftvolles meisterwerk. es verdient aufmerksamkeit, gelesen und weiterempfohlen zu werden. nicht nur wegen seiner historischen bedeutung, sondern vor allem wegen der menschlichen geschichte, die es erzählt. ein buch, das bleibt.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
27. Mai
Rating:4

Anne Berest erzählt in ihrem Roman ,,Die Postkarte” eindrucksvoll die tragische Geschichte ihrer jüdischen Familie. Aufgrund einer anonymen Postkarte beginnt sie Nachforschungen anzustellen und entschlüsselt so nach und nach die Geschichte ihrer Familie. Teilweise waren die Erzählungen wirklich hart und ich musste das Hörbuch öfters pausieren um das Gehörte zu verarbeiten. Dann gab es aber auch Passagen die sich sehr zogen sodass ich gedanklich schon abschweifte. Alles in allem aber ein wirklich wichtiges Buch, gerade in Zeiten wie diesen in denen sich Geschichte zu wiederholen scheint und die Geschehnisse des zweiten Weltkriegs und des Holocausts immer mehr in Vergessenheit geraten.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
19. Mai
Rating:5

So ein tolles Buch! Berests Familiengeschichte ist so wild und tragisch, ich habe mehrfach gegoogelt, weil ich nicht fassen konnte, dass es keine Fiktion ist. Und dazu kommt, dass Berest es so spannend und empathisch geschrieben hat, auch die Übersetzung ist wirklich gut.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
12. Mai
Rating:3.5

Ein zutiefst bewegendes Buch über die Wunden, die über Generationen weitergegeben werden. Anne Berest schreibt emotional und eindringlich über Erinnerung, Trauma und das schwere Erbe, das eine Überlebende trägt. Für alle, die sich mit familiärer Vergangenheit und der Frage beschäftigen, wie Geschichte nachwirkt.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
3. Mai
Rating:4.5

„Das Besondere dieser Katastrophe beruht auf dem Paradox ihres zugleich schleichenden und plötzlichen Eintretens. Man blickt zurück und fragt sich, warum man nicht früher reagiert hat, als man noch alle Zeit der Welt besaß. Man fragt sich: Wie konnte ich nur so vertrauensselig sein? Aber dann ist es zu spät.“

irgendwie gibt es so viel zu sagen und gleichzeitig fehlen mir die richtigen Worte. Emotional so ergreifend, vor allem Seite 209 hat mich so zum Weinen gebracht und ich kann nach all den Jahren, nach all den Geschichten die ich gelesen und gesehen habe nach wie vor nicht begreifen, wie menschenunwürdig diese Zeit war. 💔

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
28. Apr.
Rating:4

Ein Stück französische Geschichte

Die über 500 Seiten ziehen sich für mich manchmal etwas in die Länge, aber die Tatsache, dass es die Familiengeschichte der Autorin ist und dass der Anstoß der Recherche eine Postkarte ist, fand ich schon ziemlich beeindruckend.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
29. März
Post image
Rating:3.5

Es ist wirklich schwierig, ein Buch wie dieses zu bewerten, da es für mich eine Mischung aus positiven und negativen Aspekten hatte. Der Einstieg in die Geschichte war ziemlich gelungen – ich fand den ersten Teil wirklich gut und interessant. Die Einführung in die Charaktere und die Familie der Autorin, war fesselnd, und ich konnte gut in die Erzählung eintauchen. Es gab Momente, in denen ich richtig mitgerissen wurde und die Geschichte gerne weiter verfolgt habe. Allerdings war der Mittelteil des Buches für mich ziemlich anstrengend zu lesen. Insbesondere die vielen Sprünge hin und her zwischen verschiedenen Erzählsträngen und Perspektiven haben mich etwas verwirrt und aus dem Lesefluss gebracht. Es war schwer, den Überblick zu behalten, und manchmal fühlte es sich an, als würde die Geschichte ihren roten Faden verlieren. Das hat mir das Lesen ein Stück weit erschwert, weil ich mich immer wieder neu orientieren musste und das Gefühl hatte, dass der Mittelteil zu zäh und chaotisch war. Das Ende jedoch hat mir wieder gut gefallen, insbesondere die Rückkehr der Heimkehrer. Die emotionalen und dramatischen Momente, die mit dieser Heimkehr verbunden sind, haben bei mir starke Gefühle ausgelöst. Die Darstellung der Konflikte und der Herausforderungen, die die Heimkehrer erleben, war aufwühlend und hat mich tief berührt. Es war ein Ende, das nachhallte und das mir noch lange im Gedächtnis geblieben ist. Was mich ein wenig unsicher lässt, ist die Mischung aus Biografie und Roman. Ich weiß nicht genau, wie viel von der Geschichte auf wahren Begebenheiten basiert und wie viel davon fiktiv ist. Das verwischt manchmal die Grenze zwischen persönlicher Erzählung und literarischer Fiktion, und ich finde es schwer, zu sagen, ob die Figuren und Ereignisse real sind oder ob sie der Fantasie des Autors entsprungen sind. Das hat dem Buch eine gewisse Unsicherheit verliehen, weil ich mich ständig gefragt habe, wie viel davon wirklich passiert ist und wie viel nur erfunden wurde.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
27. März
Rating:5

Alles beginnt mit einer rätselhaften Postkarte, auf der nur vier Namen stehen – die Namen von Verwandten der Autorin, die in Auschwitz ermordet wurden. Anne Berest macht sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Familie und stößt dabei nicht nur auf das erschütternde Schicksal der Rabinovitchs, sondern auch auf das fortwährende Schweigen über die eigene Vergangenheit. Der erste Teil des Buches zeichnet den Weg der Familie nach – und zeigt dabei eindrücklich, wie schleichend Ausgrenzung beginnt. Besonders bedrückend ist, wie aktuell vieles davon wirkt. Es reicht nicht, sich mit Antisemitismus in der Vergangenheit auseinanderzusetzen, wenn Fremdenhass in jeder Form wieder aufkommt. Der zweite Teil ist persönlicher: Es geht um das Schweigen zwischen den Generationen, um das späte Entdecken der eigenen Wurzeln und um die Frage, wie sich Geschichte weiterträgt. Am Ende schließt sich der Kreis – mit einer Auflösung, die tief berührt. Die Postkarte ist kein Buch, das man einfach zuklappt und vergisst. Es hält Erinnern und Verantwortung zusammen und macht deutlich, dass Geschichte nie nur Vergangenheit ist.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
16. März
Rating:5

Zutiefst erschüttert und bewegt.

Dieser Roman hat so viel mit mir gemacht. Es sind genau SOLCHE Geschichten, die uns niemals vergessen lassen sollten. Erinnerungsliteratur, die man für immer im Kopf behält.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
9. März
Rating:2.5

Es ist kein schlechtes Buch, ganz im Gegenteil. Allein, weil die Geschichte in vielerlei Hinsicht eine so wichtige ist. Ich muss aber gestehen, dass ich mich oft gelangweilt habe. Ebenfalls hat mir das Roman-Gefühl gefehlt, für mich war dieses Buch eher ein Zeitzeugenbericht und obwohl das Thema so bewegend, ergreifend und wichtig ist, fand ich keinen Zugang zum Stil. Dennoch möchte ich die wahnsinnige Recherchearbeit der Autorin loben, die gefühlt alle Lücken ihrer eigenen Familiengeschichte füllen konnte. Mega!

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
8. März
Rating:5

Eine wirklich bewegende Familiengeschichte, die mich von der ersten bis (fast) zur letzten Seite gefesselt hat. Wirklich eindringlich und stark erzählt ist vor allem der erste Teil. Die Auflösung des Geheimnisses rund um die Ansichtskarte hat mich jedoch enttäuscht - nicht so sehr Miriams Motivation, sie zu schreiben, sondern die aus fadenscheinigen Gründen verspätete Aufgabe. Schade um dieses überaus lesenswerte Buch!

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
3. März
✉️🏤
Rating:4.5

✉️🏤

Ich habe nun einige Tage Zeit gebraucht, um für dieses Buch eine Rezension zu schreiben. Ich musste erst einmal über das gelesene Nachdenken und es sacken lassen. Es ist ein beeindruckendes und bewegendes Buch, das sowohl historisch als auch persönlich berührt. Eine Empfehlung für alle, die sich für Familiengeschichten, den Holocaust und die Frage nach Identität interessieren. Nur an den Schreibstil muss man sich zu Beginn gewöhnen.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
26. Feb.
Rating:4.5

Was für ein Buch? Die von Familiengeschichte, die Anne Berest hier erzählt, hat mich berührt, schockiert, atemlos lesen lassen. Das schreckliche Schicksal der Familie Rabinovitch, das Schicksal von Ephraim, Emma, Noemie und Jacques hat mich erschüttert. Aber auch das Schicksal der nachfolgenden Generation erzählt Berest so nah, so eindrucksvoll, sodass ich als Leserin dieses transgenerationnelle Trauma spüren konnte. Zwischendurch gab es ein paar Längen - aber schnell sind die vergessen.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
24. Feb.
Rating:5

Spurensuche, die auf wahren Begebenheiten beruht und sich als Teppich aus schier unglaublichen Geschichten, die durch zahlreiche Briefe, Dokumente und Biografien zu verifizieren sind, entpuppt. Nach der Lektüre kann man nicht mehr der Auffassung sein, die Juden hätten kein Recht auf ihren Staat Israel und ihr Recht sich gegen neue Vernichtung jüdischen Lebens zur Wehr zu setzen. Das Hörbuch ist sehr gut.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
12. Feb.
Rating:3

Das Buch war ein langwieriges Projekt, schlichtweg, weil es kein einfaches Thema war. Erst im Nachhinein habe ich mitbekommen, dass es durchaus kein unbekanntes Werk ist. Mir selbst ist es tatsächlich durch Zufall in der Bibliothek in die Hände gefallen. Das Buch ist eine Lebensgeschichte, ein Blick in die Vergangenheit und eine Mahnung im Jetzt. Anne Berest hat ein Werk geschaffen, das für mich eine Mischung aus Roman, journalistischem Artikel und Protokoll ist. Ich bin ganz ehrlich, mir fiel das Lesen des Buches aufgrund des Aufbaus und der unterschiedlichen Stilmittel nicht immer leicht. Auch war für mich nicht sofort erkennbar, auf welcher Zeitebene wir uns befanden, teilweise hatten mich auch die Protokolle ganz aus dem Lesefluss gerissen. Dennoch habe ich viel gelernt, sei es über den französischen Widerstand, die Verfolgung der Juden und politischen Spielchen danach in Frankreich und den immer noch existierenden Antisemitismus. Für mich ist dies kein Buch „für nebenbei“, sondern war eher ein bewusstes Lesen, fast schon Durcharbeiten.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper
2. Feb.
Rating:3.5

Die Geschichte einer jüdischen Familie in Frankreich beginnt stark mit der mitreißenden und erschütternden Erzählung über die Zeit vor und während des 2. WK. Danach flacht es ab, die Erzählung verliert den roten Faden, viel gerät durcheinander, u.a. weil Zeitebenen wild hin und her wechseln und auch zu ausschweifend erzählt wird. Zum Ende hin gibt es noch einmal eine starke Episode über die Rückkehr der Deportierten. Fazit: wichtiges Buch mit erzählerischen Schwächen.

Die Postkarte
Die Postkarteby Anne BerestPiper