1. Okt.
Rating:4

Es wird in der Ich-Form vom jüngeren der beiden Brüder erzählt. Die Erzählung ist in drei Teile geteilt. Die ersten Beiden Teile handeln von der dörfliche Idylle, der Familie mit seinen schillernden Figuren und dem schleichenden Zerfall, den niemand Bereit war aufzuhalten, vor allem niemand der Erwachsenen. Die Protagonisten Hüllen sich viel in schweigen anstatt Probleme offen anzugehen und dies stieß an vielen Stellen auf mein Unverständnis. Der letzte Teil des Buches zog mich in seinen Bann und macht viele Längen der ersten beiden Teile wieder gut. Der Schreibstil von Achten ist Geschmacksache. Mir haben Aufzählungen und Wortwiederholungen gefallen, weil sie dem Text Rhythmus verliehen haben, das gefällt aber nicht jedem. Es ist ein Buch mit einem wichtigen Thema, das die Atmosphäre der Siebziger im Guten wie auch Bösen authentisch darstellt.

Die wir liebten
Die wir liebtenby Willi AchtenPiper
23. Okt.
Rating:2

#Mysterybuch 3: https://youtu.be/oED7UibXhmY Ein Buch welches ich mir weder vom Cover, noch vom Klappentext her ausgesucht hätte, umso spannender dieses Projekt. Leider hatte ich arge Probleme mit dem Schreibstil und mit den ersten 2/3 des Buches. Ich kam nicht richtig ins Fühlen und Bücher bei denen ausschließlich bedrückte Stimmung herrscht und deprimierende Erzählungen sind nicht meins. Auch hatte es starke Längen und ich musste mich leider immer wieder zum Lesen „zwingen“. Vermutlich wäre es ein Abbruchbuch geworden, hätte es dieses Projekt nicht gegeben. Der Klappentext verrät eigentlich zu viel, aber gleichzeitig führte es dazu, dass ich in der Mitte etwas quer las und auf den großen Knall wartete, der für die beiden Brüder zum Gnadenhof führte. Ab da wurde es spannend und rasant und auch sehr interessant. Absolut erschreckend welche Gräueltaten noch in den 70ern praktiziert wurden, von Menschen denen schon weit vorher der Prozess hätte gemacht werden müssen. Ich hatte bisher von diesem dunklen Part deutscher Geschichte noch nichts gehört und möchte mich gern weiter dazu informieren. Umso trauriger, dass das Nachwort das kürzeste und un-informativste war, welches ich je gelesen habe. Das Zerbrechen einer Ehe aus Kindersicht zu lesen fand ich interessant beschrieben und mal aus einer anderen Perspektive. Gleichzeitig wusste ich nicht immer was gerade beschrieben wurde. Vielleicht war es meine Unaufmerksamkeit, weil mich die Längen in der Geschichte so sehr abschweifen ließen oder der Schreibstil einfach keinen Lesefluss bei mir einstellen lies. Zu pathetisch und „literarisch“ für meinen Geschmack. Diese „Art Bücher“ ist einfach nicht meines. Ich fühle beim Lesen zu wenig mit und wenn ich etwas fühle ist es niederdrückend. Das mag bei dieser Thematik ein Ziel des Autoren sein, aber mir muss es nicht gefallen. Und leider hat mir dieses Buch nicht gefallen.

Die wir liebten
Die wir liebtenby Willi AchtenPiper