52 Wege, von denen sich wenige widersprechen, wie, dass ein Studium hauptsächlich den Bildungseinrichtungen nützt, aber man viel lesen soll. Natürlich ist es möglich, auch während des Studiums viel zu lesen, aber es „motiviert“ etwas mehr. Dass im Studium zu stark nach Lehrplan vorgegangen wird, stimmt leider; kritisches Denken entsteht so eher weniger.
Interessante Denkanstösse
Es lohnt immer Rolf Dobellis Bücher zu lesen. Man erhält neue Gedanken und verschafft sich einen guten Überblick. Einige Passagen fand ich allerdings schwer erträglich und unsinnig. Schade dabei ist, dass Dobelli seine Gedanken als gesetzt deklariert. Dennoch ein gutes und hilfreiches Buch.
Die Kunst des belehrenden Lebensratgebers 📘💰🧠
Rolf Dobelli will uns mit „Die Kunst des guten Lebens“ nicht weniger als einen mentalen Werkzeugkasten liefern, der das Leben „wahrscheinlicher gut“ machen soll – 52 gedankliche Modelle, verpackt in kurze, flüssig zu lesende Kapitel, die sich irgendwo zwischen Philosophie, Ökonomie und Alltagsbeobachtung bewegen. Die Idee: kein esoterischer Kitsch, keine Wohlfühlrhetorik, sondern rationale Denkwerkzeuge für ein besseres Leben. Klingt erstmal super. Ist es aber leider nur sehr bedingt. Denn auch wenn Dobelli in einem angenehm klaren Stil schreibt, der sich prima runterliest (ideales Einschlafbuch, ehrlich), nervt die selbstgefällige Tonlage des Autors an vielen Stellen. Er lässt kaum Platz für andere Meinungen, hat zu jedem Lebensbereich seine ‚eine‘ Wahrheit – und wer’s anders sieht, hat halt noch nicht genug Buffett gelesen. Ja, genau: Warren Buffett. Der kommt auf gefühlt jeder dritten Seite vor, bis man glaubt, man habe statt eines Lebensratgebers seine Biografie in Häppchenform erwischt. Mein Tipp: einfach ein Shot-Spiel draus machen – bei jedem Buffett einen Jägermeister – und der Frust über Dobellis Realitätsferne ist schnell betäubt. Beispiele gefällig? Smart Homes findet er doof (weil er noch in der Lage ist, einen Lichtschalter manuell zu betätigen – wow), Meditation sei überschätzt (spricht nur ungefähr 100 % der aktuellen Forschung dagegen), und für nervige Ausgaben, wie Knöllchen, solle man sich zuvor einen Extrabetrag zurücklegen – sagen wir, 10.000 Euro pro Jahr – dann tun die einem nicht so weh. Klar. Für Dobelli, der im eigenen Flugzeug durch die Schweiz jettet, mag das alles stimmen – für alle anderen wirkt es wie der Ratgeber eines Rich Kids, das seine eigene Bubble für die Welt hält. Und dann ist da noch der Evergreen-Tipp: Jeder Mensch sollte sich „Fuck-you-Money“ zurücklegen. Also so viel Geld auf der hohen Kante, dass man dem Chef jederzeit den Mittelfinger zeigen und kündigen kann. Wer das nicht habe, solle eben jetzt anfangen zu sparen – in ein paar Monaten sei das Thema dann ja erledigt. Weiß nicht, wie es euch geht, aber „realitätsfern“ trifft’s ganz gut. Für Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, keine akademischen Topjobs haben oder schlicht keine Spielräume, ist das Buch an solchen Stellen nicht nur nutzlos, sondern fast schon zynisch. Dobelli blendet diese Lebensrealitäten komplett aus. Natürlich: Ein paar der Denkmodelle sind durchaus brauchbar. Wer Kahneman oder Ariely kennt, wird hier und da nicken. Aber viel Neues gibt es nicht – dafür viel Widersprüchliches: mal soll man der Leidenschaft folgen (siehe Gates), mal ist genau das naiv. Was denn nun? Fazit: Als lockere Lektüre mit gelegentlichen Denkanstößen okay. Als ernstzunehmender Lebenskompass? Leider arrogant, widersprüchlich und erschreckend abgehoben. Zwei Sterne für den unterhaltsamen Ton, die Buffett-Parade und ein paar nette Querverweise. Alles andere: ziemlich dünn. ⭐️⭐️
Kurz gehaltene Kapitel sehr informativ !
Erhellend
Es hat ein paar Kapitel gebraucht, bis ich meine Skepsis ablegen konnte. Danach las sich das Buch echt flüssig, die Kapitellänge war genau richtig. Ich konnte vieles für meinen Alltag mitnehmen.

Schön geschriebenes Buch.
Auf mehreren Empfehlungen hin habe ich mir dieses Buch besorgt und gelesen. Ein wirklich gelungenes Meisterwerk, würde ich schon behaupten. Die Kapitel sind nicht so lang gehalten, was mir sehr gefällt und es wird auch nicht viel um den heißen Brei geschrieben. Im Großen und Ganzen ein sehr gutes Buch, was ich definitiv noch öfters lesen werde. Wäre auch ein schönes Geschenk, jetzt zu Weihnachten zum verschenken. Ganz klare Empfehlung! :)
5 Sterne = Perfekt, eine absolute Empfehlung
Gibt an vielen Stellen neue Blickwinkel und Denkanstöße allerdings gibt es auch paar Widersprüche bzw. Aussagen hinter denen ich nicht stehe.
Ich fand die Typs gut im Grunde ist es der Rat Situationen zu vermeiden die man nicht aktiv ändern kann sich nicht zuviel zu zumuten und sich eine Gelassenheit an zu trainieren. Der Autor sagt aber auch das selbst er sehr lange dafür gebraucht hat und auch nicht alles 100 prozentig selber umsetzen kann.
Einige denkansätze sind wirklich gut, andere passen nicht in mein Leben. Man muss sich halt das rausnehmen was passt.
"52 Wege zum Glück" oder eher "38 Wege zum Unglücklichsein"?
Hmm… Das Buch hat zwar einige gute Ansätze aber auch wahnsinnig vieles, mit dem ich nicht übereinstimmen kann. Es ist ein Buch voller widersprüchlicher Aussagen und eine Aneinanderreihung von irgendwelchen Pseudoweisheiten, die kaum jemandem weiterhelfen oder die man auch bereits kennt. Die Aussagen und Tipps sind teilweise egozentrisch und rücksichtslos (bspw.: Lehne jede Bitte und Anfrage ab, wenn du keinen eigenen Vorteil davon hast). Dieses Buch steckt voller Behauptungen und anmaßender Überzeugungen, von denen ich einige gerne aufgreife: - Behauptung: Die Gene entscheiden, ob man in seinem Leben erfolgreich ist oder nicht. Dies sei nicht beeinflussbar. Wie bitte? Ja, es gibt Menschen, die eine bessere Ausgangslage haben als andere. Das ist Fakt. Aber scheinbar hat der Autor noch nie davon gehört, dass man mit Fleiß, Hingabe, Mut und Ehrgeiz Großartiges erreichen kann. - Tipp: Man sollte nicht authentisch sein. Die Authentizität wird im Buch völlig überspitzt dargestellt und dermaßen ins lächerliche gezogen, dass ich mich frage, in welcher Welt dieser Autor eigentlich lebt. Wer will denn bitteschön nicht authentisch sein? Ich möchte niemals jemand anderes darstellen, als ich bin. Ich will meinen Charakter nicht verbiegen, um anderen zu gefallen. Ich will ich selber sein und keine Figur. - Behauptung: Studien würden zeigen, dass harte Schicksalsschläge in der Kindheit (unter anderem wird hier explizit Missbrauch aufgeführt) kaum Einfluss auf die Zufriedenheit im Erwachsenenalter hat. An diesem Punkt habe ich das Buch erstmal beiseitegelegt. Wie herablassen und übergriffig sich der Autor gegenüber Menschen, die enorm Schlimmes erlebt und meist noch ein Trauma davongetragen haben, verhält, ist ekelhaft und herablassend. Dies und viele weitere solcher Behauptungen finden sich in diesem Buch zuhauf. Zudem wirkt der Ratgeber wahnsinnig arrogant, allwissend und selbstverherrlichend. Mir fehlt es hier eindeutig an Fingerspitzengefühl und Empathie. Und ja, es gibt einige wenige gute Ansätze und Denkanstöße aber größtenteils konnte ich dem Buch leider nicht viel abgewinnen. Fazit/Empfehlung: Ich würde tatsächlich von diesem Ratgeber abraten, denn ich bin überzeugt, dass es deutlich bessere Ratgeber da draußen gibt.
LESEEMPFEHLUNG | 4/5 ⭐️ Aus dem Buch konnte ich sehr viele wertvolle Gedanken für mich mitnehmen, einige Aussagen des Autors finde ich aber etwas zu krass und teils auch überheblich. Dennoch finde ich es wirklich inspirierend!
An und für sich ist es eine Anleitung zur Gelassenheit. Das Buch beinhaltet viele gute und weniger wirklich gute Tipps, aber es regt auf jeden Fall zum Nachdenken an und das hat mir gut gefallen. Der Sprecher Frank Stöckle war auch eine richtig gute Wahl für das Hörbuch.













