Ein netter Krimi mit Lokalkolorit. Der Schauplatz Apotheke bringt Abwechslung in die Krimiwelt und man erhält ganz nebenbei noch etwas Hintergrundwissen 👍

⚕️
Es war interessant. Man hat etwas Mitleid mit der alten Apothekerin, da Sie im Verdacht steht, die Mörderin einer Stammkundin zu sein und das zur Folge gehabt hätte, dass sie die Apotheke schließen müsste, die sie über alles liebte. Mit Hilfe von Maja, die vorübergehend eingesprungen ist, um herauszufinden was genau passiert ist, konnte am Ende alles aufgeklärt werden.
Die Geschichte beginnt mitdem Tod einer alten Dame in Marburg nach der Einnahme von Globuli... Die Pharmazeutin und heimliche Ermittlerin Maja kommt durch familliär/freundschaftliche Verbindungen mit dem Fall in Kontakt und versucht ihn aufzuklären. Dazu reist sie nach Marburg und wohnt für die Zeit er Ermittlung in der Apotheke im Wald, welche der Besitzerin Elisabeth gehört. Die tödlichen Globuli kamen aus ihrer Apotheke. Jürgen Seibold versteht es den Leser mit seiner Beschreibung der Örtlichkeiten mit zunehmen. Man verspürt sofort Lust einen Ausflug in die Marburger Oberstadt mit ihren netten Bistros zu machen und sich hausgemachte Pastagerichte schmecken zu lassen. Allerdings könnte ich persönlich auf eine Übernachtung in der Apotheke mit dem etwas unheimlichen Setting verzichten. Die verschiedene Charaktere werden so beschrieben, das man entweder keinen für schuldig hält oder dann doch wieder alle etwas damit zu tun haben könnten. Das fand ich wirklich sehr gut gemacht und hat mich am Enden das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Meine Vermutung hat sich zum Schluss nicht bestätigt, weil ich den Plot der sich hier ergeben hat nicht voraus gesehen habe. Und das ist auch der einzige Kritikpunkt den ich habe - das Ende war für mich zu überstürzt. Als Fazit kann ich aber sagen, ein gelungener Krimi mit tüchtig Lokalkolorit und Einblick in die Homöopathie und Pharmazie, der mir beim Lesen viel Freunde und Nervenkitzel bereitet hat.


