In „Der Allesforscher“ erzählt Heinrich Steinfest die Geschichte seines Protagonisten , der als Detektiv weniger als klassischer Ermittler auftritt, sondern vielmehr als nachdenklicher Beobachter der Welt. Die eigentliche Krimihandlung blieb für mich eher bewusst im Hintergrund und diente vor allem als Anlass für Reflexionen über Wissen, Wahrnehmung und das menschliche Streben nach Sinn. Steinfests Sprache ist bildhaft, ruhig und von feinem Humor durchzogen. Der Roman nimmt sich Zeit für Abschweifungen und innere Monologe, was eine angenehme Atmosphäre schafft und mich gut mitgenommen hat, manchmal jedoch auch Geduld von mir verlangt hat. Der Spannungsbogen wird hier nicht durch Tempo, sondern eher durch Gedanken und Stimmungen getragen. Insgesamt ein literarisch anspruchsvoller Roman, der mir gut gefallen hat, der sprachlicher Feinheit und philosophischer Tiefe hat. Wer bereit ist, sich auf eine ungewöhnliche Erzählweise einzulassen, der sollte das Buch unbedingt lesen.
Trifft nicht ganz meinen Humor, wobei schon sehr gute Sequenzen dabei waren. Die Übergänge sind mir zu hart, die gesetzten Themen in der Verarbeitung zu langatmig und sehr verschwurbelt. Werd jedenfalls nochmal ein anderes Buch von dem Autoren testen.
Trifft nicht ganz meinen Humor, wobei schon sehr gute Sequenzen dabei waren. Die Übergänge sind mir zu hart, die gesetzten Themen in der Verarbeitung zu langatmig und sehr verschwurbelt. Werd jedenfalls nochmal ein anderes Buch von dem Autoren testen.
Oh Gott... wenn man Heinrich Steinfest noch nicht kennt, dann könnte einen dieser Roman etwas verstören, überfordern und verwirren. :D Haha. Es hat einige größere erzählerische Schwächen, die aber eher auf die Experimentierfreude des Autors zurückzuführen sind, bzw. auf sein Anliegen nur die Saat eines Romans zu legen und das Wachstum kommentierend zu beobachten. Die ausgeprägte, wenn auch humorvoll-sarkastische Auseinandersetzung mit dem Thema "Tod" kommt vor allem daher, dass dieses Buch dem beim Bergsteigen verunglückten Bruder (Michael Steinfest) gewidmet ist. Eine schöne Widmung. "Das Grüne Rollo" konnte mich allerdings viel mehr überzeugen.


