Ein Autobiografisches Buch, welches verlangt, dass man sich darauf einlassen kann
Nachdem es in den ersten 20 Seiten eigentlich nur um Sex ging, war ich kurz davor das Buch abzubrechen - ich empfand es als öde und wirr. Ab dem ersten Drittel/der Hälfte hat es angefangen mich in seinen Bann zu ziehen. Ich fand die Traumatisierung, die daraus resultierenden Ängste, Schuldgefühle, Zwänge, Kontrollzwang und den Verfolgungswahn so unglaublich realistisch geschrieben, als würde ich einer labilen Frau gegenüber sitzen, die nicht leben kann und nicht sterben darf und nur in ihrer Hypersexualität etwas Ruhe findet. Dann fing ich an zu googeln und war erschüttert zu erfahren, dass die Autorin selbst genau diesen Schicksalschlag so erleiden musste. Unvorstellbar. Ich zieh meinen Hut vor ihr, dass sie uns mit dieser Geschichte in ihre Seele hat blicken lassen. Trotzdem will ich ehrlich sein, dass das Buch nicht immer einfach zu lesen war, es fordert einen heraus, hat immer wieder Längen und Gedankenstrudel, die sich anstrengend anfühlen - man muss sich durchbeissen. Auch ist es sehr schwer eine Bindung oder wirkliche Sympathie zur Protagonistin aufzubauen. Ich finde es trotzdem wichtig, dass wir auch dieser Art Hauptcharakter begegnen dürfen. Ich empfehle das Buch Lesern, die kein Problem mit Unkonventionellem haben.













