15 Kurzbiographien von Frauen, die eigentlich nur gemeinsam haben, dass sie irgendwann in ihrem Leben eine oder mehrere abenteuerliche Reisen unternommen haben. Einige davon kannte ich schon, wenn auch teilweise nur dem Namen nach (Mary Reed und Anne Boone tauchen zum Beispiel regelmäßig als Fußnote in den Piraten-Sachbüchern meiner Kinder auf), aber über ihre Lebensgeschichte wusste ich wenig bis gar nichts, andere waren mir vollkommen fremd (was mich fast wundert, handelt es sich doch um faszinierende Personen). Besonders gut haben mir diejenigen Biographien gefallen, in denen das ganze Leben der jeweiligen Frau beschrieben wurde und nicht nur die Reise, zeigen sie doch gut, die verschiedenen Beweggründe und welche Möglichkeiten Frauen im Laufe der Jahrhunderte offen standen - oder eben nicht. Etwas enttäuscht war ich dagegen über die wenigen Biographien, die sich eben nur auf eine Reise fokussierten, vor allem Lou Andreas-Salomé und Katherine Hepburne. Die Person trat dabei in den Hintergrund. Bei ersterer hatte ich das Gefühl, es ging eher um Rilke als um sie, bei letzterer eher um die abenteuerlichen Dreharbeiten zu African Queen und um die Güstrow (zugegeben beides spannende Geschichten). Insgesamt habe ich das Buch aber sehr gerne gelesen und ich hoffe, dass ich über die eine oder andere der vorgestellten Personen nochmal lesen oder hören werde, vielleicht sogar deren eigene Bücher (vor allem Mary Kingsley hat mich neugierig gemacht).
Kurze Biographien von ungewöhnlichen Frauen
Ich mag Abenteuergeschichten. Ich mag Geschichten mit starken weiblichen Hauptfiguren. Es war keine Überraschung, dass ich dieses Buch mögen würde. Insgesamt 15 Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten und ihre Reisen nach Asien, Afrika oder den Orient werden beschrieben. Manche Namen und Geschichten kannte ich schon im Groben (Agatha Christie, Mary Reed, Leni Roefenstahl), bei manchen hätte ich mir längere Geschichten mit noch mehr Details gewünscht (Ida Pfeiffer, Therese von Bayern). Andere hätte ich gar nicht gebraucht (Katharine Hepburn, Lou Andreas Salome). Einige diese beeindruckenden aber auch ungeschönten Geschichten möchte ich in Zukunft vertiefen und dafür bin ich dem Buch auf jeden Fall dankbar meine Neugier weiter geweckt zu haben. Wären es ein paar weniger Portraits aber die übrigen dafür etwas vertieft worden gäb es fünf Sterne. So blieb manches ein wenig zu oberflächlich...
Eine tolle Idee, die meine Neugier geweckt hat. Die Porträts beschäftigen sich mit Frauen durch mehrere Jahrzehnte, angefangen im 16. Jahrhundert. Damit einher geht auch die Entwicklung der Frauenrechte, die sich im Vergleich der verschiedenen Porträts abzeichnet. Bei einzelnen Porträts wurde mir zu sehr auf, in meinen Augen unwichtige Punkte eingegangen, was es an manchen Stellen etwas zäh gemacht hat. Insgesamt wurde das Konzept aber sehr gut umgesetzt. Auf um die 20 Seiten wurde jeweils kurz die Biografie einer der Frauen umrissen und ihre Reiseerlebnisse dargestellt. Beeindruckende Persönlichkeiten und Lebensgeschichten.


