Relativ anstrengend zu lesen und im Gestern hängen geblieben
Mein Lesefluss wurde vor allem durch zwei Dinge immer wieder gestört. Zum Einen die übertriebene Verwendung französischer Begriffe, die zwar Realismus erzeugen sollten, letztendlich aber dafür sorgten, dass ich immer wieder beim Lesen ins Stocken kam. Zum Anderen wurden recht viele Dinge ausführlich beschrieben, die mit der Handlung primär nichts zu tun hatten. Umgebungen, Essen, geschichtliche Hintergründe. Das ist zwar schön und gut, aber dieses Buch hat es nicht geschafft, das auf eine angenehme, immersive Art zu tun. Stattdessen waren die entsprechenden Abschnitte eher nervig und unpassend. Neben diesen Aspekten, die das Lesen erschwert haben, hat mich vor allem gestört, welche Werte das Buch vermittelt hat. Glorifizierung von Alkohol und Geld, mächtige Männer. Moderne Wertevorstellungen habe ich hier nicht gefunden; auch haben Familien und Kinder überhaupt keine Rolle gespielt. Insgesamt hat die eigentliche Geschichte durchaus spannende Aspekte bereitgehalten, die durch das Drumherum aber geschmälert wurden.
