20. Okt.
Rating:5

Ihre Mutter ist ein Pantoffel mit einem Mäusegesicht und geboren wurde sie an einem heiligen Abend als der Laster auf dem sie sich befand von der Strasse abkam. Als sie alt genug ist beginnt sie mit ihrer Pantoffelmutter die Welt um sich herum zu erforschen. Mit jedem Stückchen des Weges erfährt sie ein bißchen mehr über sich und die Welt. Aber es ist nicht immer einfach, zu erkennen das die Erwartungen der anderen nicht dem entsprechen was man im inneren fühlt. Die kleine Ente gibt aber nicht auf, verwindet den Verlust ihrer Mutter, das Zurücklassen lieber Freunde und den Betrug ihres Verlobten. Und obwohl sie eine Ente ist, fühlt sie sich in der Gesellschaft anderer Enten nicht wohl. Sie merkt das sie Dinge tut, die andere von ihr erwarten. Erst als sie die anderen verläßt und sich mit den blinden Maulwürfen anfreunden, die keine Vorstellung davon haben was eine Ente ist, erkennt sie sich selbst. Eine moderne Fabel die mich von der ersten bis zur letzten Seite sehr berührt hat. Und ganz nebenbei beginnt man über sich selbst und sein Verhalten nachzudenken. Wie oft man etwas im Alltag tut weil man denkt das es von anderen erwartet wird und ob man dabei nicht manchmal sich selbst und seine Wünsche hinten an stellt. Manchmal hilft es schon sich daran zu erinnern, das man robuste Flügel hat, man muß damit ja gar nicht bis Afrika fliegen.

Ich dachte, ich wär ein Panther
Ich dachte, ich wär ein Pantherby Paola MastrocolaPiper
23. Sept.
Rating:4

Wenn man in einem Pantoffel geboren wird und lange Zeit nichts anderes kennen lernt, denkt man zwangsläufig, man wäre ein Pantoffel, oder? Zumindest, wenn einem jemand sagt, was das Ding ist, was man für seine Mutter hält. Teils ein wenig unlogisch, aber sehr liebevoll und auch kindgerecht geschrieben nimmt uns ein kleines Etwas mit auf eine Reise, zu entdecken, wer oder was es denn ist. Dabei lernt es verschiedene Tiere kennen, fühlt sich aber nirgends so wirklich zuhause. Und je mehr es über sich selbst lernt, desto weniger weiß es, ob es auch so sein will. Gleichzeitig locker leicht und dennoch tiefphilosophisch wird man auf eine Reise mitgenommen, bei der man selbst auch etwas ins Grübeln gerät. Nicht alles, was die 'Lehren' des Buches sind, würde ich selbst so unterschreiben und manchmal ist es mir fast zu leicht geschrieben, aber dennoch sehr nett und charmant.

Ich dachte, ich wär ein Panther
Ich dachte, ich wär ein Pantherby Paola MastrocolaPiper