13. Okt.
Rating:2

Penth experimentiert mit leichter Sprache und sagt: „Entstanden sind, existenzielle Miniaturen nah am Schweigen, minimale Geschichten, die in ihrer Reduktion dennoch und erst recht von allem erzählen wollen, was Menschen ausmacht.“ Trotzdem sind mir diese zu knapp und zu einsam, dadurch auch zu traurig, wenn auch immer interessant!

Einen Vulkan besteigen
Einen Vulkan besteigenby Annette PehntPiper
10. Sept.
Rating:5

Sternebewertung fiktiv

Annette Pehnt wagt in „Einen Vulkan besteigen“ etwas Besonderes: Sie erzählt in 35 kurzen Geschichten minimalistisch, leise, manchmal nur angedeutet. Was nicht gesagt wird, ist oft lauter als das, was ausgesprochen ist. Wir begegnen Figuren am Rand des Alltags, scheinbar unscheinbar und doch tragen sie große Themen in sich. Liebe, Einsamkeit, Trauer, kleine Sehnsüchte, große Verluste. Es sind Momente, die wirken wie fotografische Schnappschüsse, eingefrorene Augenblicke. Kaum beschrieben und doch hallen sie nach. Sie schreibt am Rand des Schweigens, jedes Wort ist bewusst gesetzt, jede Leerstelle öffnet Raum für eigene Gedanken. Für mich war es eine ungewöhnliche Lektüre. Kein Roman, der sich linear entfaltet, sondern ein Erzählband, der immer wieder irritiert, nachdenklich stimmt, aber auch berührt. Genau das macht es wertvoll, weil er zwingt, innezuhalten. Ein stilles, reduziertes, literarisch mutiges Buch. Wer literarischen Minimalismus liebt, wird es verschlingen. Wer gerne klare Geschichten liest, wird hier gefordert, aber vielleicht auch überrascht.

Einen Vulkan besteigen
Einen Vulkan besteigenby Annette PehntPiper