
„Aus Stille geformt“ ist wirklich kein lautes Buch. Es lebt komplett von den leisen Tönen, den kleinen Gesten und den Gedanken zwischen den Zeilen. 📖 Ingrid Kloser – Aus Stille geformt 🖋️ Roman 🏢 Piper Verlag Akiko und Friedrich könnten unterschiedlicher kaum sein. Sie, die junge Japanerin, die mehr über Tonarbeiten lernen möchte. Er, der ältere, eher zurückhaltende Friedrich, bei dem sie das Handwerk erlernen will. Und genau daraus entsteht nach und nach eine ganz besondere Dynamik. Die Geschichte baut sich sehr langsam auf, fast schon vorsichtig. Man begleitet die beiden, erfährt Stück für Stück mehr über ihre Vergangenheit und merkt, wie sie sich langsam annähern. Gerade diese ruhige Atmosphäre mochte ich eigentlich echt gern, weil das Buch dadurch sehr tiefgründig wirkt. Was mich allerdings manchmal etwas rausgebracht hat, waren die vielen Fachbegriffe aus der Ton- und Keramikverarbeitung. Da musste ich mir einiges selbst zusammenreimen, weil nicht alles direkt erklärt wurde. Das fand ich zwischendurch ein bisschen schwierig. Trotzdem ist es ein schöner, ruhiger Roman mit viel Tiefe, der eher von Gefühlen und zwischenmenschlichen Momenten lebt als von großer Handlung. Man muss sich nur auf diese langsame Art des Erzählens einlassen. Ein stilles Buch, das man langsam lesen und wirken lassen muss.




