6. Mai
Rating:4

Schön beschriebene Reise mit vielen tiefgehenden Gedanken

Der Jakobsweg dürfte jedem, auch Lauffaulen, ein Begriff sein und spätestens nach Hape Kerkelings Erlebnisbericht "Ich bin dann mal weg" weiß man, dass der Weg kein Zuckerschlecken ist. Da ich selbst gerne wandere, auch Mehrtagestouren gehe (bisher nur in Deutschland) lese ich gerne derlei Berichte. Wer von diesem Buch allerdings eine Beschreibung des Caminos erwartet, mit Beschreibungen der Natur und Wegbeschaffenheit, von Begegnungen abseits des Weges und witzige Anekdoten lesen will, liegt hier falsch. Vielmehr ist es eine Reise ins Inneren, der Gefühlswelt von Tobias Schlegl, zur Beziehung zwischen ihm und seiner Mutter und über Fragen, die das Leben betreffen und im Stress des Alltags selten gestellt werden. Die Offenheit fand ich erfrischend und hat mich die kurzfristig auftretende Enttäuschung, dass eben nicht der Camino im Vordergrund steht, schnell vergessen lassen. Aber wahrscheinlich ist der Camino genau das: die Anregung, die es braucht diese zu selten gedachten Fragen konsequent zu Ende zu denken und diese auch mit fremden Mitwanderen zu diskutieren, andere Meinungen zuzulassen und sich seine ganz eigene Quintessenz daraus zu ziehen. Das macht Tobias Schlegl auf so sympathische Art, dass ich dieses kurzweilige Buch sehr gerne gelesen habe.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
5. Mai
Schöner Einblick in das Pilgerleben
Rating:4.5

Schöner Einblick in das Pilgerleben

Ein schöner, amüsanter, rührender und spannender Bericht von Tobias Schlegel, über die Geschichte, wie er den Jakobsweg mit seiner Mama gemeistert hat. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und es war sehr schön, mal wieder auf dem Jakobsweg "mitzuwandern". Man ist ruck zuck fertig mit dem Buch. Ideal, um mal einen entspannten Tag im Garten oder im Urlaub zu verbringen.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
12. Apr.
Rating:4.5

Mutter und Sohn gemeinsam auf dem Jakobsweg

Tobias und seine Mutter wandern gemeinsam über 700km über den Jakobsweg. Sie streiten, leiden, trauern. Aber vorallem finden sie sich. Sich selbst und zueinander. Finden eine Nähe, die sie nie für möglich gehalten hätten. Mich hat das Buch sehr berührt. Für manche mag es, vorallem wer Hape Kerkelings Buch gelesen hat, nüchtern wirken. Aber zwischen den Zeilen steckt unglaublich viel.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
7. Feb.
Rating:4

Tobias Schlegl nimmt uns mit auf den Jakobsweg, den er gemeinsam mit seiner Mama bestreitet. 35+ Tage Anstrengungen, Schmerzen, Müdigkeit, Unannehmlichkeiten und Hunger. Natürlich gibt es auch nette Begegnungen mit Mensch und Tier, schöne Eindrücke und vor allem die gemeinsame Zeit mit seiner Mama. In kurzen Tagebucheinträge erzählt Tobias von diesen Erlebnissen. Ich habe die Reise gerne lesend miterlebt.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
29. Dez.
Rating:5

Einmal mehr der Beweis,dass eine enge Verbindung entsteht,wenn man zusammen etwas bewältigt

Mir hat die Pilgerreise von Mutter und Sohn Schlegl sehr gefallen.Eine beeindruckende Frau mit einem bewundernswertem Durchhaltevermögen.Sehr interessant geschrieben und spätestens jetzt weiß ich,dass ich sehr gerne auch pilgern würde,aber nicht für die Pilgerunterkünfte geschaffen bin.Ich sollte also vorher noch ein wenig sparen.Danke Tobi für diesen ehrlichen Einblick. Ein Buch,dass sehr gut Kapitelweise gelesen werden kann.Ich habe oft 1-2Kapitel vor der Arbeit gelesen.Perfekt für einen Kaffee und ein Nutellabrot oder Croissant.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
4. Nov.
Rating:3.5

Ein Stück des Weges wieder gemeinsam gehen

Wer sind unsere Eltern? Wie wurden sie die, die sie sind. Was wissen wir von ihnen abseits des Kontexts der care Arbeit. Als Mutter und Tochter berührt und beängstigt mich der Gedanke, dass wir den quantitativ mit Abstand größten Teil der gemeinsamen Zeit mit unseren Kindern zum Zeitpunkt ihres Auszugs bereits mit ihnen verbracht haben werden. Das Ziel von begleitender Erziehung ist auch Selbstständigkeit, dafür nehmen wir in Kauf sukzessive zu Randfiguren zu werden, auch wenn wir in den ersten Lebensjahren unserer Kinder HauptdarstellerInnen in deren Leben sind oder waren. Tobias Schlegl setzt in seinem neuesten Buch einen Schwerpunkt auf den Appell, uns darauf einzulassen, unsere Eltern neu kennen zu lernen, zu verstehen, wer sie sind. Ich habe Schlegls neuestes Buch wieder gern gelesen, wobei ich mir hier und da noch mehr Tiefgang zu den angerissenen Themen und eine stärkere Loslösung vom berichtenden Stil gewünscht hätte. Für mich nehme ich den Impuls mit, gemeinsame Erlebnisse mit den Generationen, die vor mir kamen und nach mir kommen, zu schaffen. ✨

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
14. Sept.
Rating:4.5

713 km zu Fuß - Respekt! "Dieses Buch zeigt, wie wichtig es ist, auch als Erwachsener Zeit mit den Eltern zu verbringen, bevor sie alt und gebrechlich werden. Und das es sich lohnt, ein gemeinsames Abenteuer einzugehen." Inhalt: Tobias Schlegl (Moderator, Notfallsanitäter, Autor) geht den Jakobsweg - 713 km - zusammen mit seiner 73- jährigen Mutter Sieglinde. Es ist nicht sein Traum, sondern ihrer. Obwohl er eigentlich kein Wanderfreund ist, nimmt er den beschwerlichen Weg auf sich, um Zeit mit ihr zu verbringen und ihr näher zu kommen. Abseits ihrer Mutterrolle weiß er wenig von ihr. Auf dem Camino spricht er Fragen aus, die ihm schon lange auf dem Herzen liegen. Der Jakobsweg schweißt beide zusammen, obwohl - oder gerade weil - er ihnen viel abverlangt. Auch mein Traum ist es (vorzugsweise zu zweit) den Jakobsweg zu laufen, deshalb hat mich das Buch gleich angesprochen. Ich begleite gern Menschen, wenn auch "nur" per Buch auf ihrer Reise und nehme etwas von ihren Erlebnissen mit. Tobias Schlegl hat einen realen Erfahrungs-Reisebericht geschrieben, der offen, ehrlich und schonungslos ist. Wir erleben ein Mutter-Sohn-Gespann, das sich auf dem Jakobsweg ganz neu kennen und schätzen lernt, sich wieder näher kommt, Altes aufarbeitet und eine neue Verbundenheit schafft. Ich fand es berührend, das er als Wandermuffel dieses Weg für und mit seiner Mutter gemeinsam gegangen ist. Wir erfahren schöne und traurige Momente aus beider Leben...und mir ist die Mama ans Herz gewachsen. Tobias Schlegl beschönigt nichts und zeigt auch die Schattenseiten der Wanderung auf und gibt zu, wie oft er keine Lust mehr hatte weiterzumachen. Bis irgendwann der Wendepunkt kam, ab dem "Aufgeben" keine Option mehr war. Der Weg bedeutet so viel: Leiden, Spiritualität, Entbehrung, Schmerz, Wandel, Demut, Freude, Stärke... Das Buch regt zum Nachdenken an: das eigene Leben zu reflektieren und sich bewusst zu werden, was wirklich wichtig ist; wahrzunehmen; dankbar zu sein. Der Schreibstil ist authentisch, unkompliziert, humorvoll, bewegend und ehrlich. Der Autor findet oft schöne und tiefgründige Worte. Er hält sich kurz, erzählt nicht zu ausladend. Hier und da hätte mehr Ausschweifung/ Inhalt aber gut getan. Ergänzt wird der Reisebericht durch private Fotos im Mittelteil. "Verrückt, was dieser Camino mit einem anstellt. Erst bricht er dich, und dann macht er dich stärker als je zuvor. " S. 180 Fazit: Es geht nicht nur um den Weg an sich, sondern auch, was der Weg aus dir macht. Kurzfristig und langfristig. Jetzt möchte ich am liebsten auch meinen Rucksack packen und los pilgern. Vielleicht, eines Tages, erfülle ich mir diesen Traum. 4,5/5⭐️

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
7. Sept.
Rating:3

Kurzweilig

Da ich den Weg selbst schon einige Male gelaufen bin, war es interessant, hier mal wieder eine neue Geschichte zu hören. Der Autor reist mit seiner Mutter zum Jakobsweg, damit ihr persönliches Verhältnis sich bessert - so der Plan. Grundsätzlich ein schönes Ansinnen. Der Autor springt jedoch die ganze Zeit recht unaufgeregt zwischen er hat keine Lust mehr und alles ist super und Konfrontationen mit seiner Mutter. Ich finde den Schreibstil etwas langweilig und auch wenig lustig bzw. ist es nicht mein Humor. Kann man mal lesen aber extra dafür aus dem Haus gehen würde ich nicht.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
30. Aug.
Rating:5

Zwei Herzen, ein Weg – ein bewegendes Leseerlebnis

Als ich zufällig über "Leichtes Herz und schwere Beine" von Tobias Schlegel gestolpert bin, war ich mir zunächst unsicher, ob ich es wirklich lesen möchte. Am Ende hat mich aber die Idee überzeugt: Tobias geht gemeinsam mit seiner Mutter den Jakobsweg – weil es ihr großer Wunsch war, diesen Weg zu gehen, ihn zu erleben. Das fand ich eine wunderschöne, berührende Vorstellung. Besonders faszinierend ist die Perspektive des Buchs: Es geht nicht nur um den äußeren Weg, sondern auch um die innere Annäherung zwischen Mutter und Sohn. Zwei Menschen, die sich eigentlich ein Leben lang kennen, begegnen sich auf dem Camino noch einmal ganz neu – mit Offenheit, Verletzlichkeit, Humor und Tiefe. Diese zwischenmenschliche Dimension macht das Buch so besonders. Im Gegensatz zu vielen anderen Jakobsweg-Büchern steht hier weniger die Selbstfindung des Einzelnen im Vordergrund. Natürlich lässt Tobias Schlegel den Leser an seinen persönlichen Erfahrungen, Gedanken und Gefühlen teilhaben. Doch das Besondere ist, dass er diesen Weg nicht allein geht – und dass es eben nicht nur um ihn geht. Es ist ein geteiltes Erlebnis, das durch die Beziehung zu seiner Mutter eine ganz eigene emotionale Intensität bekommt. Ich selbst bin bereits einige Caminos gegangen – und viele kleine, unscheinbare, aber zutiefst bedeutende Momente, die er beschreibt, konnte ich sehr gut nachempfinden. Das Buch ist voll von diesen typischen Höhen und Tiefen, die man auf dem Weg durchlebt. Gerade wer den Jakobsweg kennt, wird vieles wiedererkennen und sich emotional sehr abgeholt fühlen. Aber auch für Leser*innen, die den Camino noch nicht selbst gegangen sind, bietet das Buch einen authentischen, sehr menschlichen Einblick in diese besondere Erfahrung. “Was ist eigentlich, wenn es vorbei ist, dieses Leben, in dem man nur wandern, essen und schlafen muss? Was kommt nach dem Happy End, nach dem Abspann? Werde ich das hier nicht furchtbar vermissen?” Das Ende des Buches hat mich noch einmal tief berührt. Als Tobias und seine Mutter sich nach ihrer Ankunft in Santiago entscheiden, weiter nach Finisterre zu laufen, hatte ich Tränen in den Augen. Ich konnte dieses Gefühl so gut nachempfinden – dieses "Blut geleckt haben", wie Tobias es so treffend beschreibt. Wenn einen die Wanderlust, die Freiheit und die Kraft des Weges einmal gepackt haben, lässt sie einen nicht mehr los. Dieser Nachklang macht das Buch für mich noch runder – es endet nicht einfach, sondern klingt nach. Genau wie der Camino selbst. Ich habe es in zwei Etappen verschlungen – weil es mich gepackt, berührt und zum Nachdenken gebracht hat. Ein wunderbares Buch über das Gehen, das Teilen, das Erinnern und das Wieder-näher-Kommen. Große Empfehlung!

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
1. Mai
Rating:5

Eine Erfahrung fürs Herz

Tobias und seine Mama Sieglinde sind mir bereits nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen. Und seine Mama war mir vorallem auf Anhieb mega sympathisch ohne sie persönlich zu kennen. Dieses Buch zeigt wie man als Mutter - Sohn Kombi auch nach etlichen Jahren noch zusammen finden kann. Ein Weg den sich bestimmt nicht jeder traut. Tobias Erzählungen sind kurz und knapp und dennoch erfährt man das wichtigste von dieser Reise. Immer wieder habe ich in der Klappbroschur mir die Route angesehen. Ich war ergriffen von den Begegnungen, welche die beiden auf dem Jakobsweg machen durften und natürlich auch die Reise die Tobias auch zu sich selbst gemacht hat. Ich denke so eine Reise hinterlässt bei jedem Spuren. Mein Schmerzverzerrtes Gesicht bei der Textstelle das Tobias sich einfach die Blasenpflaster abgezogen hat, obwohl diese ja bekanntlich auf der Blase bleiben bis sie verheilt ist, hat Gott sei Dank niemand gesehen. Und ich muss gestehen bei der Lesung am Montag in Osnabrück habe ich geschockt die Hände vor dem Gesicht zusammen geschlagen. Ich bin bei Wanderungen meistens von Blasen geplagt und weiß genau wie es sich anfühlt auch wenn man ein Blasenpflaster zu früh entfernt 🙈 Meine persönliche Meinung ist, dass das Buch ein wenig zum Nachdenken anregt. Bei mir nicht unbedingt zum Verreisen mit meiner Mama aber ich habe selbst Lust darauf bekommen den Jakobsweg (die gleiche Route wie Tobias und Sieglinde) zu bewandern und zu schauen was es mit mir macht. Ich würde dieses Buch empfehlen, es lässt sich einfach, locker und schnell lesen und spielt ein wenig mit dem Emotionen da man sich in beide gut hineinversetzen kann.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
30. Apr.
Rating:5

Einfach wunderschön! Ich bin selbst den Weg auch schon gegangen und konnte ganz viel nachempfinden, was Tobi und seine Mutter gefühlt haben. Es hat Spaß gemacht, wieder an diverse Orte zurück zu kommen. Und es weckt tatsächlich die Lust nochmal los zu laufen. Ich habe das Buch geliebt. Es ist sehr authentisch geschrieben.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
19. Apr.
Rating:3.5

Ganz nette Geschichte. Aber so richtig tiefgründig wir sie für mich nicht. Immer dann wenn ich dachte, es geht in die Tiefe, fing sofort ein neues Kapitel an. Auf mich wirkte es so, als müsste alles schnell aufgeschrieben werden. Trotzdem großen Respekt an die Mutter, die diese Wanderung gemacht hat.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper
20. Nov.
Habe dadurch geplant den Jakobsweg auch mit meiner Mutsch zu laufen, April 2025 geht's los☝️
Rating:5

Habe dadurch geplant den Jakobsweg auch mit meiner Mutsch zu laufen, April 2025 geht's los☝️

Tobias Schlegl geht den Jakobsweg, zusammen mit seiner 73-jährigen Mutter. Obwohl er kein Wanderfreund ist, nimmt er diese Reise auf sich, um ihr einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen. Abseits von ihrer Mutterrolle weiß er wenig von ihr. Auf dem Camino stellt er Fragen, die ihm schon lange auf der Zunge liegen, und lernt sie ganz neu kennen. Schlegl erzählt von neu gewonnener Verbundenheit, der Aufarbeitung von Trauer – und Nächten in hellhörigen Schlafsälen und mit geteilter Bettdecke.

Leichtes Herz und schwere Beine
Leichtes Herz und schwere Beineby Tobias SchleglPiper