8. Feb.
Der Kangchenjunga. Es trifft mich mitten ins Herz, sodass ich nach Luft schnappe. Wie habe ich das nicht spüren können!
Rating:5

Der Kangchenjunga. Es trifft mich mitten ins Herz, sodass ich nach Luft schnappe. Wie habe ich das nicht spüren können!

Wir schreiben 1935: Eine Expiditon auf den dritthöchsten Gipfel der Welt, den Kangchenjunga im Himalaya. Fünf Engländer wollen das wagen, woran eine andere Gruppe aus 7 Personen im Jahre 1906 gescheitert ist, denn von den 7 Männern kamen nur zwei lebend zurück, ohne jemals ganz auf dem Gipfel gewesen zu sein. Die gegenwärtige Gruppe im Jahr 1935 könnte unterschiedlicher nicht sein! Allen voran zwei Brüder: Kits, der Ältere, erfolgsverwöhnt, reich durch Familienerbe und Heirat, arrogant und fast missgünstig seinem jüngeren Bruder Stephen gegenüber, der als Arzt seinen Lebensunterhalt immer schon alleine bestreiten musste. Kits will den Erfolg für sich alleine verbuchen und deswegen verhindern, dass sein jüngerer Bruder bis auf den Gipfel mitkommt. Eine schlechte Voraussetzung für eine Bergbesteigung, wo man sich blind aufeinander verlassen muss. Hinzu kommen Geistergeschichten und seltsame Vorkommnisse sowie der Aberglaube der Sherpas, welche als Kulis die Expedition mehr und mehr widerwillig begleiten. Das unberechenbare Wetter und die Höhenkrankheit machen den Bergsteigern zu schaffen, Tag für Tag ein Kampf bei Temperaturen bis zu -40 Grad in den Nächten. Michelle Paver erzählt hier eine eindrucksvolle Geschichte, die einen unversehens in Eis und Kälte versetzt. Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig, es kommen keine langatmigen Erklärungen auf, die Spannung bleibt konstant. Mit seinen 300 Seiten kann man dieses Buch wunderbar mal zwischendurch lesen, mir hat es ausgesprochen gut gefallen. Absolut zu empfehlen 👍🏻☺️.

Schneegrab
Schneegrabby Michelle PaverPiper
11. Dez.
Rating:3.5

"Der Berg ist noch bei mir. Ich trage ihn in mir. Das wird für immer so bleiben." Fünf Männer wollen im Himalaya den sagenumwobenen Kangchenjunga besteigen, darunter auch die beiden Brüder Stephen und Kits. Die beiden eint eine Rivalität von Kindheit an. Die Männer wollen im Jahr 1935 die gleiche Route nehmen, wie eine Expedition dreißig Jahre zuvor, bei denen ein Mann unter nicht ganz klaren Umständen und zwei weitere bei einem Lawinenunglück starben. Ein überlebendender der Tour warnt die Gruppe vor der Route. Und tatsächlich, je höher sie kommen um so unheimlicher werden die Umstände, die Atmosphäre bedrohlich. Aber nicht alle nehmen das wahr. Während Stephen immer unheimlicher zumute wird, bleibt Kits forsch und überheblich. Dann taucht plötzlich der Rucksack von dem Toten auf. Der Roman ist fiktiv, aber einige darin erwähnte Begebenheiten sind so tatsächlich passiert. Unter anderem auch das einem Teilnehmer sein Hund bis auf siebentausend Meter Höhe gefolgt ist. Ich habe das Buch gerne gelesen, aber irgendwie hat es mich auch kalt gelassen, blieben die Charaktere irgendwie blass und ich konnte einige bis zum Schluss nicht wirklich auseinander halten.

Schneegrab
Schneegrabby Michelle PaverPiper
25. Feb.
Rating:4.5

Beklemmend und wunderschön

Was für eine beklemmende Geschichte! Der Schrecken baut sich allmählich auf, ebenso die Gefahr des Berges. Die Autorin versteht es, Angst in Worte zu bringen. Gerade das „Fenster“ in Camp Drei ist eine dermaßen realistische Idee, das sie mir kalt den Rücken runterlief. Im Kontrast dazu steht die erste Hälfte des Buchs als Lobgesang auf das Bergsteigertum mit all seinen Fassaden. Die Weltanschauungen der Figuren hinterlassen einen üblen Beigeschmack, doch lässt sich darüber hinwegsehen, wenn man sich die zeitliche Epoche vor Augen führt. Dadurch entsteht aber kaum Sympathie mit den Sahibs, was dem Buch aber nicht schadet. Als beinahe einziges, wirkliches Manko würde ich die Länge bzw. Kürze der Geschichte nennen - sie hätte gern noch 50 Seiten länger sein können.

Schneegrab
Schneegrabby Michelle PaverPiper
29. Aug.
Rating:4

Der Klapptext hat mich sehr gefesselt. Das Buch selbst hat mich nicht so gepackt wie ich es erwartet habe. Leider. Die Geschichte an für sich ist gut. Alles auch sehr gut nachvollziehbar in solchen extrem Situationen auf einem 8000er. Zum Schluss hin hat es mich dann tatsächlich noch gepackt. Das Buch ist definitiv lesenswert. War aber für mich kein Highlight.

Schneegrab
Schneegrabby Michelle PaverPiper
9. März
Gruselige Expedition mit eisigen Handlungen...
Rating:5

Gruselige Expedition mit eisigen Handlungen...

Kennt ihr das, wenn man mit dem Buch überall hin rennt und es einfach nicht weglegen kann. Und damit meine ich, lesend überall hin rennt... Ja der Anfang war etwas schwerfällig, aber spätestens als die Story auf dem Berg ankam, war ich im Bann. Da konnte stören, reden oder ablenken wer wollte, man hat mich nicht von den Seiten lösen können und somit war dies mein Januar Highlight. Da das Buch mit deinem 350 Seiten sehr schmal daherkommt, ist die Spannung natürlich schnell aufgebaut, aber was mich am meisten gefesselt hat, war die Atmosphäre und die Landschaft. Ich war mit auf Klettertour und habe mich gegruselt, gefroren und mitgefiebert, was der Berg uns noch für Geheimnisse offenbaren möchte. 😱☃️

Schneegrab
Schneegrabby Michelle PaverPiper
5. Jan.
Rating:5

Atmosphärisch, spannend, beklemmend. Und trotz eines auf mich etwas nüchtern-distanziert wirkenden Stils habe ich die Geschichte verschlungen! Vorher hatte ich mir auch noch nie Gedanken über die Organisation einer solchen Expedition gemacht und habe gebannt verfolgt, wie so ein Aufstieg abläuft. Dazu noch unerklärliche Vorkommnisse, ein schreckliches Geheimnis und die Grausamkeit des Berges. Absolute Empfehlung für eisig-schaurige Lesestunden!

Schneegrab
Schneegrabby Michelle PaverPiper