Ein intelligenter, gut erzählter Kriminalroman mit starker Protagonistin, der Spannung und Tiefgang gelungen verbindet.
Der Kriminalroman Frau Faust von Antje Zimmermann verbindet einen spannenden Ermittlungsfall mit psychologischer Tiefe und gesellschaftlicher Relevanz. Im Mittelpunkt steht eine eigenwillige weibliche Hauptfigur, die sich in einem komplexen Geflecht aus Schuld, Macht und persönlichen Abgründen behaupten muss.
Der Roman überzeugt durch eine dichte Atmosphäre, glaubwürdige Figuren und überraschende Wendungen. Neben der klassischen Krimihandlung greift Zimmermann aktuelle soziale Themen auf und verleiht dem Genre eine moderne, eigenständige Note.
Die Story wirkte teilweise etwas wirr und zu konstruiert. Ich weiß auch noch nicht, ob ich Kata cool oder nervig finde. Trotzdem unterhaltsam und das Ende hat mich doch irgendwie überrascht. Mal schauen, ob ich den zweiten Teil lese, wenn er mir über den Weg läuft.
Ich hatte mir tatsächlich mehr von der Geschichte erhofft🥴
Es war sehr schleppend und ging kaum voran… viel passiert ist nicht!
Musste mich echt zusammenreißen weiterzulesen🫠
Vieles hat für mich nicht zusammengepasst, aber liegt wahrscheinlich daran, dass ich nicht so viel Fantasie habe😂
Naja was soll’s, gibt ja noch andere Bücher🥹
Ganz unterhaltsam, konnte mich aber nicht komplett überzeugen.
Fauststarke Kommissarin
Autorin Antje Zimmermann, bekannt als Bloggerin und Reisejournalistin hat sich ihren Traum erfüllt und einen Krimi veröffentlicht.
Die namensgebende „Frau Faust“ ist die Kölner Kriminalkommissarin Katharina Sismann, Polizistin aus Leidenschaft und ehemalige Weltklasseboxerin.
Sie und ihr Kollege Kilian Neumann ermitteln in dem Mordfall Clarissa Moor, einer Bestsellerautorin, die kurz vor der Veröffentlichung ihres nächsten Buches stand und die regelmäßig junge Talente in Schreibkursen gefördert hat. Selbstlos war die Autorin allerdings nur auf den ersten Blick.
Gefallen hat mir, dass es ganz viel Köln in diesem Krimi gibt. Frau Zimmermann ist hier zu Hause und das merkt man. Ihre Stadtführung in mir noch unbekannte Viertel und Ecken mochte ich sehr.
Auch die Idee in der Männer dominierten Polizeiwelt eine starke Frau als Kommissarin auftreten zu lassen, fand ich klasse. Allerdings war mir Kata Sismann ein bisschen drüber. Sie trinkt und kifft, wirft unreflektiert bunte Pillen ein, die sie der Asservatenkammer vorenthalten hat und marschiert nach Dienstschluss mal eben in zwielichtige Bars, um mit irgendwelchen Typen eine schnelle Nummer zu schieben. Dagegen ist Ihr Kollege Kilian eine Schlaftablette. Schade, man hätte hier ein interessantes Team entstehen lassen können. Stattdessen gibt es jede Menge Alleingänge der Exboxerin.
Der Fall selbst war ganz unterhaltsam aber auch sehr abstrus und hart an der Grenze der Glaubwürdigkeit.
Vielleicht entwickelt sich Frau Faust in Teil 2 noch weiter. Ich sehe da noch Luft nach oben.
"Frau Faust", das ist Kriminalkommissarin Kata Sismann. Ne echt skurrile Type. Ex-Weltklasse-Boxerin, die auch nach ihrer Karriere weiter gerne mal zulangt. Sie säuft. Sie kokst. Sie hat immer wieder Blackouts. Und sie steht auf schnelle Spontan-Nummern mit irgendwelchen Typen. Grundsätzlich eine interessante Figur. Allerdings ist mir Katas egomanes Verhalten auch recht schnell auf die Nerven gegangen.
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Der Fall: Eine Bestsellerautorin und Restaurantbesitzerin wird brutal ermordet. Die Gute war kein besonders netter Mensch. Es mangelt nicht an Verdächtigen. Und zufälligerweise hat Kata auch noch eine persönliche Verbindung zum Opfer.
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Im ersten Drittel von "Frau Faust" wird der Grundstein für einen spannenden Krimi gelegt. Dann wird aber so viel in die Story reingepackt, dass es zerfasert. Es gibt Figuren und ganze Szenen, die plötzlich gar keine Rolle mehr spielen. Das sorgt für große Fragezeichen beim Lesen und geht zu Lasten der Spannung. Da fehlt ein roter Faden.
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Im ganzen Buch gibt es nur eine sympathische Figur - und das ist Katas Kollege Kilian. Leider gerät er im Verlauf der Handlung immer mehr ins Hintertreffen. Dabei hätte man aus dem "Team" noch so viel rausholen können. Und das ist kein Einzelfall. Im Buch werden des Öfteren gute Ansätze nicht ausgereizt oder sogar ganz links liegen gelassen. Ich hatte mir an so vielen Stellen einfach eine ganz andere Entwicklung vorgestellt. Die Auflösung des Falls kam für mich letztendlich wie Kai aus der Kiste. Dadurch wirkt das Ende willkürlich und an den Haaren herbeigezogen.
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Fazit: Der Krimi "Frau Faust" lässt sich angenehm und flüssig lesen. Die Story hat viele gute Ansätze - vielleicht zu viele. Ein einziger, der konsequent verfolgt wird, wäre ausreichend gewesen. Das hätte vielleicht für mehr Spannung und Schlüssigkeit gesorgt. Sollte hier eine Reihe geplant sein, ist also noch Luft nach oben.
Die schwerreiche Bestseller-Autorin Clarissa Moor wird ermordet. Sie wurde zwar gefeiert und bewundert, doch beliebt war sie nicht. Wer sie näher kannte, weiß, dass sie überheblich, gemein und stets auf den eigenen Vorteil bedacht war. Kriminalkommissarin Katharina Sismann ermittelt in dem Fall und stößt auf Geheimnisse, durch die sie alles, woran sie bisher geglaubt hat, in Frage stellen muss.
Das Ganze wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet: wir verfolgen natürlich die Ermittlungen im Mordfall, allerdings werden wir auch Zeuge der Ereignisse vor der Tat. So lernen wir sowohl das Opfer wie auch einige ihrer engsten Bekannten näher kennen: ihren Assistenten Carl und die Teilnehmer eines exklusiven Schreib-Workshops, den sie geleitet hat. Darin konkurrieren Nachwuchstalent Alba und ihre Mitstreiter um einen begehrten Agentur-Vertrag. Doch um ihrem Traum näher zu kommen, mussten sie es der anspruchsvollen Autorin recht machen, was nicht immer ganz einfach war. Insgesamt tauchen also einige ganz unterschiedliche Charaktere auf, richtig sympathisch ist mir aber keiner davon, was wahrscheinlich so gewollt ist. Da tun sich teilweise echt Abgründe auf.
Auch Kriminalkommissarin Katharina bleibt eher distanziert, wirkt kühl und unberechenbar. Sie ist sprunghaft, einsam, leidet unter Stimmungsschwankungen. Alkohol und Drogen sind ebenfalls ein Thema. Als ehemalige Boxerin weiß sie sich in einem von männerdominierten Job zu behaupten, vor allem auch, weil ihre Erfolgsquote für sie spricht. Eigentlich eine starke Protagonistin, doch man merkt: irgendwas stimmt da nicht.
Die Handlung an sich war spannend, unerwartet und voller Wendungen. Bis zum Ende habe ich die Auflösung nicht kommen sehen. Mir hat auch gefallen, dass die Buchbranche und das Autoren-Dasein eine Rolle spielen. Außerdem gibt es einige ernste Inhalte, die zum Nachdenken anregen. Insgesamt konnte mich „Frau Faust“ also gut unterhalten.