23. Mai
Rating:3

Der Anfang war richtig vielversprechend und insgesamt fand ich den Thriller ziemlich spannend. Aber die ganzen Klischees waren doch zu viel des Guten... Eine taffe Polizistin, mit einer schweren Vergangenheit belastet, einer Vorliebe für Motorräder, widersetzt sich ab und zu mal ihrem Chef, denn sie vertrau auf ihr Bauchgefühl. Sie ist sehr sarkastisch und lässt die Menschen nie nah an sich heran, aber eigentlich weiß sie "Ihr Köpfchen zu benutzen" und ist schon ziemlich genial. Hmmm... Ich frage mich, ob es überhaupt außer Miss Marple noch Kimis gibt,in denen die Ermittler noch einigermaßen intakte Psyche haben..? Es war auf jeden Fall ein guter Krimi und von Andrea Sawatzki richtig gut gelesen. Wenigstens war das Ergebnis der Ermittlung am Ende nicht ein einziger großer Zufall.

Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?
Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?by Angela MarsonsPiper
20. Nov.
Rating:4.5

Spannend

Anfangs fand ich Kim recht unsympatisch aber sie war eine echt tolle, starke Frau mit schwerer Vergangenheit und großen Ambitionen. am Ende mochte ich sie echt gern und ehrlich gesagt macht ihre unpferektheit/ihre Eigenart sie erst richtig interessant gemacht, auch ihr Team ist super, jeder Charakter anders. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen, war total flüssig und ich bin nur so durch die Seiten geflogen und wollte immer weiter lesen. Auch die Wendungen und Entwicklung der Geschcihte hat mit gur gefallen und war sehr spannend. Bin gespannt wie es weiter geht

Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?
Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?by Angela MarsonsPiper
8. Okt.
Rating:5

Ein großartiger Debütroman! Toller Schreibstil, gute Charaktere undklasse Wendungen. Und ich lag mit meinen Vermutungen sogar richtig.^^ Das Einzige was mich gestört hat (wofür die Autorin aber nichts kann), ist die Tatsache, dass der Begriff "Guv" nicht ins deutsche übersetzt wurde. Ich hab auf den ersten Seiten immer auf eine Erklärung gewartet, weil ich dachte, das wäre ne besondere Anrede der englischen Polizei. Als dann aber nichts kam, hab ich es gegoogelt. Es bedeutet "Chef"!

Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?
Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?by Angela MarsonsPiper
6. März
Rating:2

Schwierig

In diesem Buch kommen so viele Leute drin vor das man am Anfang/Mitte und Ende des Buches garnicht kapiert wer hier wer ist…. Ich hab mir schwer getan die Personen zu merken, hab kurz mal überlegt das Buch abzubrechen .Die Grundidee ist nicht schlecht der Fall war auch sehr interessant wobei ich den Schluss mit den Zwillingen bis jetzt nicht kapiert hab. Falls mich jemand aufklären will sehr gerne ;) Kann man lesen muss man aber nicht! Mich hat das Buch jetzt nicht wirklich überzeugt.

Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?
Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?by Angela MarsonsPiper
11. Aug.
Rating:4

Unheimlich...

.... es hat ne weile gedauert bis ich richtig drin war in der Story. Die ersten Kapitel musste ich erst mal verstehen wann und wo sie spielen da war für mich alles ein bisschen verwirrend. Aber dann ging es richtig los. Ich habe es mal wieder abends im Dunkeln allein zuhause gelesen das war vielleicht nicht ganz so klug.... ... also manche Szenen sind nichts für schwache Nerven. Ich musste mich quch ein wenig hat die haupt Protagonistin Kim gewöhnen aber zum Ende finde ich sie einfach super cool. Auch die andern Figuren hatten viel Charme und haben gut in die Story gepasst. Es ist kein Buch was man so nebenbei lesen sollte weil die Auflösung des ganz es doch in sich hat und ich immer noch drüber nach denke. Also Hut ab dafür.

Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?
Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?by Angela MarsonsPiper
23. Sept.
Rating:5

Detective Kim Stone ist eine Frau, die es niemandem leicht macht: Verdächtigen nicht, ihren Kollegen nicht, ihrem Chef nicht, und sich selbst schon mal gar nicht. Sie hat kein Taktgefühl und keine Geduld, sagt schonungslos, was sie denkt, ist dabei brutal ehrlich und scheut sich nicht, Menschen vor den Kopf zu stoßen. Das ist nicht mal böse Absicht, sondern einfach komplettes Unverständnis für zwischenmenschliche Feinheiten, was wahrscheinlich daher rührt, dass Kim die ersten sechs Jahre ihres Lebens mit einer schizophrenen Mutter und danach den Rest ihrer Kindheit in wechselnden Pflegefamilien und Heimen verbracht hat. Ermittler mit emotionalem Knacks sind dermaßen zum Standard geworden, dass es schon wieder langweilig wird. Aber hier fand ich es sehr spannend, gerade weil es auch eine Rolle für den Fall spielt – im Mittelpunkt stehen ein verlassenes Kinderheim und seine ehemaligen Bewohner, und schnell geht Kim dabei jede professionelle Distanz verloren. Das Buch spart nicht mit Sozialkritik. Das System lässt seine Schutzbefohlenen im Stich: oft wird viel zu lange weggeschaut, und Heimkinder, die zu ihrem eigenen Schutz von ihren Familien getrennt wurden. erleben im Heim erneut Vernachlässigung, Misshandlung und sexuelle Gewalt. Die Autorin integriert diese ernsten Themen in die Krimi-Handlung, ohne dass es der Spannung Abbruch tut, und das ist in meinen Augen sehr gut und differenziert geschrieben. Ungeachtet dessen, dass Kim ein sehr schwieriger Mensch ist, sind ihre Kollegen ihr in bedingungsloser Loyalität verbunden, selbst ihr vielgeplagter Chef. Auch, wenn sie direkte Befehle missachtet, sogar, wenn sich Verdächtige über sie beschweren, hat ihr Verhalten nur selten Konsequenzen, was gelegentlich etwas unglaubwürdig wirkte. Aber sie ist eine so starke, ungewöhnliche Protagonistin, dass ich nachvollziehen konnte, warum die Menschen um sie herum ihr vieles verzeihen. Obwohl die anderen Charaktere neben Kim manchmal verblassen, sind einige davon für sich genommen trotzdem sehr interessant, komplex und glaubhaft. Besonders faszinierend finde ich die Zwillingsschwestern Nicola und Beth, die Kim zu ihren Erfahrungen im Heim befragt, denn zwischen den beiden herrscht eine bemerkenswerte Dynamik: gegenseitiger Hass und dennoch Liebe, in gewissem Maße sogar Abhängigkeit. Wie Kim und ihr Zwillingsbruder Mikey, sind auch Nicola und Beth schon früh unter die Räder des Systems geraten. Positiv aufgefallen ist mir übrigens die Diversität der Charaktere! In den meisten Büchern sind die handelnden Personen allesamt weiß und heterosexuell, aber hier herrscht ganz selbstverständlich eine größere Vielfalt. Der Leser bekommt schon im Prolog einen kleinen Einblick in die Vergangenheit und ist der Polizei damit direkt einen Schritt voraus. Fünf Menschen haben damals eine schwere Schuld auf sich geladen, und schnell wird klar: irgendjemand weiß von dieser Schuld, denn nach kurzer Zeit ist einer der Fünf tot und der Rest schwebt in Lebensgefahr. Was also ist in diesem Kinderheim passiert? Viel der Spannung beruht auf einer zunehmend dichter werdenden beklemmenden Atmosphäre. Die Autorin legt das Augenmerk mehr auf das Seelenleben der Charaktere als auf Action oder Gewaltorgien, und mir hat das sehr gut gefallen. Manchmal verläuft die Geschichte für meinen Geschmack vielleicht etwas zu gradlinig, aber gegen Ende gibt es dafür eine wirklich großartige unerwartete Wendung, durch die man im Rückblick viele Dinge mit ganz anderen Augen sieht! Einige Szenen sind aus Sicht des Mörders geschrieben, und dennoch habe ich bis zum Schluss vollkommen im Dunkeln getappt, wer dahintersteckt. Das ist alles sehr gut konstruiert, so dass es trotz Überraschung im Rückblick Sinn ergibt. Den Schreibstil ist einfach großartig: intelligent geschrieben, mit originellen Formulierungen, einem fantastischen Sprachrhythmus und einer Prise trockenen Humors. Gerade die Dialoge fand ich sehr gelungen: glaubhaft und in genau dem richtigen Takt und Tempo. Fazit: Detective Kim Stone ist eine hervorragende Ermittlerin – zwischenmenschlich dafür aber eine ziemliche Niete. Es grenzt schon an ein Wunder, wenn sie mal eine Stunde lang niemandem auf den Schlips tritt, und meist ist ihr das auch noch total egal. Ich fand sie gerade deswegen interessant, weil sie alles andere als perfekt ist, und mir war sie trotz ihrer Art sympathisch. Das Herz hat sie auf dem rechten Fleck, auch wenn ihr Mundwerk keinen Filter hat! Der Krimi bietet Spannung, verbindet das aber mit einer guten Dosis Sozialkritik, denn es geht unter anderem um die alles andere als löblichen Zustände in einem ehemaligen Kinderheim. Die Geschichte mit ihren verschiedenen Handlungssträngen und Wendungen ist gut durchdacht, und das Ende fand ich überraschend und doch überzeugend. Auch der Schreibstil konnte mich voll überzeugen.

Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?
Silent Scream – Wie lange kannst du schweigen?by Angela MarsonsPiper