"Ich wusste, dass ich einfach nicht mehr funktionierte." Ein autobiografischer Roman. Mila ist müde, unendlich müde und traurig. Dabei ist sie noch keine dreißig. Aber der Job frisst sie auf, und der Sinn ihres Lebens ist ihr aus dem Blick geraten. Mit Depression und Burnout wird sie in eine psychosomatische Klinik eingewiesen. Was soll sie da? Acht Wochen lang? Was heißt es eigentlich, normal zu sein? Kann man unter lauten Kranken überhaupt den Weg zurück ins richtige Leben finden? Auf jeden Fall begegnet sie dort einer Menge Verrückter - und endlich wieder auch sich selbst. Mich hat dieses Buch sehr berührt. Die Begegnungen, die Gespräche, das Hadern mit sich selbst, Zweifel, Ängste. Alles überaus menschlich, ehrlich dargestellt, ohne sich über irgendetwas lustig zu machen. Ganz im Gegenteil. Ein empfehlenswertes Buch, welches jeder gelesen haben sollte!
Einfühlsam, realistisch und mit der richtigen Prise Humor schildert Eva Lohmann den Aufenthalt ihrer Protagonistin Mila in einer psychosomatischen Klinik. Die Begegnungen, Gespräche und Erkenntnisse, die sie dort erlebt haben mich mühelos mitgenommen und dennoch stark berührt.
Auf so wenig Seiten so viel Tiefe! Konnte mich sehr gut hineinversetzen und schnell durchlesen. Einige Passagen fand ich nicht so stimmig aber im Großen und Ganzen eine schöne Leseerfahrung.
"Acht Wochen verrückt" behandelt eigentlich viele ernste Themen, wie z.B. Depression, Esstörung und ähnlichem. Allerdings wagt die Autorin in ihrem autobiografischen Roman einen fast schon komödiantischen Blick auf die Eigenwelt der psychosomatischen Klinik. Die Geschichte witzelt über seelische Leiden, ohne dieselben lächerlich zu machen. Sehr kurzweilig!
Sprachlich ansprechend, Situationskomisch. Ein easy-read. Mir fehlte aber Tiefe, die Geschichte war für mich zu flach und zu schnell vorbei. Depressionen passen für mich (der eigenen Erfahrung nach) nicht auf ca 200 Seiten und in einige wwnige Wochen Klinik.

Interessante Einblicke....
.....in die Welt der Psychiatrie! Nüchtern, jedoch durchaus humorvoll dargestellt, das macht den Reiz aus. Es fühlte sich beim lesen wirklich so an, als ob ich mittendrin wäre. Dadurch brachte es mich zum Nachdenken, zum Reflektieren, wie Achtsam ich eigentlich mit mir selbst bin. Das könnte nämlich einen Burnout vermeiden, ein wenig mehr Aufmerksamkeit, ein wenig mehr auf das EIGENE Befinden schauen. Sehr empfehlenswert!!!
Eigentlich hat mich Wut zu dieser Rezension veranlasst. Wut über andere Rezensionen, die mangelnden "Tiefgang" monierten. Eine junge Frau berichtet über ihre ureigenen Erfahrungen in einer Klinik. Da bedarf es keines Tiefgangs! Wenn sich ein Protagonist die Finger an Herdplatte/Bügeleisen/Lagerfeuer….. verbrannt hat, möchte ich auch keine dermatologische Abhandlung des Laien lesen. Wenn geschrieben wird, dass es höllisch schmerzt und bei jeder Berührung mit warmen Wasser abermals brennt, wenn das gut und nachvollziehbar beschrieben wird, dann kann das doch gefallen, oder? Wollte die Autorin eine wissenschaftliche Abhandlung verfassen oder einfach nur ihre Erlebnisse schildern? Wie seriös ist es, wenn ein Betroffener fachlich (!) über seine Erkrankung schwradoniert? Besonders im Bereich der Psychologie schwingt man sich gerne zum Kenner und Könner auf; und sei es nur, dass man zwischen Kochrezepten, Schminktipps und Öder-Wohnen-Tipps sein Wissen im Promillebereich aufgemotzt hat. Vergebe fast 5 von 5 Sternen, da sie für mich glaubhaft und stimmig schildert. Sie ist eloquent (teilweise klasse Bilder!), formuliert aber nicht verschwurbelt. Sie ist sympathisch und ich habe mit ihr gelitten, gehofft und auch gelacht. Es ist klasse gelesen und langweilte mich zu keiner Zeit. Dumm, wer meint, dass man ihr Erlebtes generalisieren könne oder dass es exemplarisch zu sehen ist. Jede Brandwunde ist anders und sie hat klug über ihren höchstpersönlichen Schmerz geschrieben. Bin beeindruckt!






