Vom Titel her hab ich mir erstmal etwas anderes vorgestellt als Story aber diese Story hat mich positiv überrascht.
Der Anfang war gut gewählt. Es hat einen abgeholt und man kam gut in die Geschichte rein. Man lernte kurz Ben und seine Tante kennen. Dann ging es direkt los mit der Spannung. Tante Lynn war verschwunden und Ben reiste ihr hinter her aber nicht einfach mit dem Zug oder ähnliches sondern durch die Welt verschiedener Bücher, angefangen mit Romeo und Julia. Dabei erlebt er so allerhand.
Die Idee in verschiedene Bücher zu schlüpfen ist einfach schon mal genial. Würde ich auch gerne können. Mann musste auch nicht wirklich die Story dieser Bücher kennen. Da wurde man mitgenommen. Man lernte etwas noch über die anderen Bücher.
Die Story ging schnell und spannend voran. Mir wurde nie langweilig. Ich war immer bei der Sache und wollte das Buch gar nicht richtig weglegen.
Ich fand es nur etwas schade das manche Bücher in denen er geschlüpft ist so kurz besucht wurden oder auch oft wenig Infos dabei waren. Das hätte ich mir gewünscht. Aber sonst ein super Buch.
Ich hab mich in die Idee, des Buches sofort verliebt.
Tatsächlich ist es dann schon irgendwie eine zufällige Aneinanderreihung von einzelnen Ereignissen, so dass ich das Buch zwar schnell gelesen habe, aber irgendwie auch nie so richtig abgetaucht bin.
Der Fairness halber muss man sagen, ich habe es in einer sehr stressigen Zeit gelesen, in der ich 1000 Dinge im Kopf hatte. Das ist ja meistens auch nicht die Zeit in der man etwas weit ab seines Lieblingsgenres liest.
Das Cover des Buches finde ich eigentlich ganz schön. Ein dunkelgrüner Einband mit vertieften Schnörkeln, dazu eine Schreibfeder und oben ein Auge. Der Titel ist schön groß hervorgehoben. Im Grunde erinnert das Buch an eher klassischere Bücher von früher. Es wirkt äußerlich ansonsten auch eher recht schlicht. Die Kurzbeschreibung finde ich leider zu treffend für den Roman. Wirklich spannend klingt sie nicht. Der Vorsatz ist ganz nett anzusehen. Man sieht einen Jungen – vermutlich Ben – und darum herum schattiert einige der Figuren, die im Roman vorkommen. Ganz hinten wird noch Werbung für ein anderes Buch gemacht und eine Seite weiter vorne findet man Informationen zum Buch und den Autoren. Die Schriftgröße ist gut lesbar und jedes Kapitel wird durch eine andere schwarze Figur angekündigt. Buchtitel werden immer kursiv hervorgehoben. Außerdem gibt es noch ein Kapitalbändchen.
Die Handlung ist recht solide. Schon von Beginn an ist das Buch leider etwas zu durchsichtig und lässt viele Vermutungen für das Ende zu, die sich dann auch bestätigen. Generell wird eigentlich alles geboten, was man sich an Abenteuern vorstellen kann. Ein wenig zu sehr in den Vordergrund getreten ist mir hier allerdings die kleine Liebesgeschichte, die sich anbahnt, zumal mir genau dieser Part ein bisschen zu schnell ging. Für Jugendliche ist das Buch aber mit Sicherheit handlungsbezogen gut geeignet. Es gibt viel Action und im Grunde passiert eigentlich immer irgendetwas.
Die Charaktere sind etwas grenzwertig. Je nach Wichtigkeit sind sie natürlich auch mehr oder weniger intensiv ausgearbeitet. Ben, die Hauptfigur, ist noch am besten gelungen, auch wenn ich persönlich finde, dass man seine Hintergrundgeschichte auch noch deutlicher einbauen hätte können, denn oftmals wirkt es mehr wie ein Versuch Spannung damit zu erzeugen. Der zweite Protagonist, Mercutio, hat wiederum eine gute Hintergrundgeschichte, die auch durchaus glaubwürdig ist. Julia wiederum ist für meinen Geschmack viel zu flach geworden und trägt auch leider nicht viel zur Handlung bei. Im Großen und Ganzen mag es für diesen Roman aber reichen, auch wenn ich dennoch finde, dass mit einer tieferen Ausarbeitung der ganze Roman hätte viel spannender werden können.
Der Schreibstil der beiden Autoren ist für ein Jugendbuch angemessen. Man kann alles recht flüssig lesen, manchmal gibt es vielleicht ein paar langweilige zu ausschweifend beschreibende Passagen. Vor allem die Handlung und auch ein großer Teil wörtlicher Rede bestimmen das Buch. Aus meiner Sicht sind die Cliffhanger am Ende der Kapitel allerdings nicht immer gut gelungen.
Ich fand das Buch jetzt nicht unbedingt Bombe. Zwischendrin habe ich es sogar für mehrere Tage weggelegt, weil es mich einfach nicht gereizt hat. Ich finde es schön, wie man hier in verschiedene Bücher eintaucht, aber dennoch war es mir oftmals zu eindeutig. Gegen Ende wurde es ein wenig fesselnder, aber das Potenzial, das das Buch durchaus hatte, wurde nur minimal ausgeschöpft. Es mag zwar nur ein Jugendbuch sein, aber ich hätte trotzdem mehr erwartet.
Fazit:
Das Buch ist kein absolutes Lesemuss, aber für Jugendliche sicherlich ein schöner Einstieg in die klassische Literatur. Wer allerdings etwas tief durchdachtes lesen möchte, sollte dieses Buch lieber nicht wählen.
Gesamt: 3/5
Inhalt: 3/5
Charaktere: 2/5
Lesespaß: 3/5
Gestaltung: 3/5
Schreibstil: 3/5
Preis/Leistung: 2/5
Ich liebe den Grundgedanken dieses Buchs und es hat auch ziemlich stark angefangen. Aber ich bin der Meinung, dass man viel mehr draus hätte machen können. Trotzdem viele hübsche Elemente und die Kurztrips in die verschiedenen Klassiker haben wirklich Spaß gemacht.
das hatte eine freundin von mir mit, weil wir buchvorstellungen in der schule machen mussten. die ganze idee ist ja echt super, nur sagt mir der schreibstil mal gar nicht zu.
(und ich hatte es nicht in currently reading, weil ichs in der schule gelesen hab:D)