Nett gemeint aber fade
Ich hatte mich auf ein richtig schönes Cozy-Buch gefreut – warm, ein bisschen melancholisch, mit guten Geschichten und appetitanregenden Rezepten. Leider hat Das Restaurant der verlorenen Rezepte meine Erwartungen ziemlich verfehlt. Die Grundidee ist eigentlich toll, und zwischendurch blitzt auch immer mal wieder auf, was das Buch hätte sein können. Aber insgesamt plätschert alles eher vor sich hin. Statt gemütlicher Atmosphäre hat mich vor allem eine überraschend große Langeweile erwartet. Die einzelnen Geschichten bleiben recht oberflächlich, und die Figuren wirken leider alle ziemlich blass – kaum ist eine Geschichte vorbei, hat man die Personen auch schon wieder vergessen. Am meisten gestört hat mich allerdings der Umgang der älteren Figuren und Gäste mit Koishi. Mir ist klar: andere Länder, andere Sitten. Trotzdem fühlte sich das für mich unangenehm an, und dadurch konnte ich mich nie richtig auf die Geschichten oder die Rezepte einlassen. Vielleicht wäre weniger hier mehr gewesen: weniger Episoden, dafür ein paar ausführlichere Kurzgeschichten mit mehr Tiefe. So bleibt am Ende leider nur eine nette Idee, die ihr Potenzial nicht wirklich ausschöpft. Bewertung: 2,5 von 5 Sternen oder 4,5/10 Punkten – nett gemeint, aber für mich zu fade! Schade ☹️





















































