Ein super wichtiges Buch, das einen ganz neuen Fokus auf den Zusammenahng zwischen Kindheit und Herkunft und den späteren Entwicklungen zum/ entgegen dem Rechtspopulismus setzt. Sehr schön mit Beispielen unterlegt und definitiv aktuell!
Das Hörbuch hat mir so gut gefallen, dass ich es an einem Stück angehört habe. Es beleuchtet, inwiefern Erziehung, Bindungserfahrungen und die Kindheit mit dem späteren politischen Weltbild einhergehen. An keiner Stelle wirkt es trocken und es war sehr einfach, den Fokus zu behalten und zuzuhören.
Warum wählen Millionen in den USA einen Donald Trump - obwohl er kaum jemandes Interessen vertritt? Warum ist die AfD im Osten Deutschlands weiterhin so viel stärker, als im Westen? Woran liegt das wirklich? Und was können wir dagegen tun?
Dr. Herbert Renz-Polster und Ulrich Renz gehen auf Spurensuche - und zwar in den Kindheiten der rechten Szene
Was hat „Schlaftraining“ in den USA mit dem Ausgang der Wahlen zu tun? Und was stellt das denn jetzt letztendlich mit kleinen Menschen an? Wie sieht es mit körperlicher Züchtigung und Fremdbetreuung aus?
Hier verortet das Autorenpaar den Ursprung. Hier liegen ein paar der vielen Gründe, aus dem manche eben empfänglicher sind für Fremdenhass, Verschwörungstheorien und alles, was sonst noch so zu diesem „Paket“ dazugehört.
Die Autoren liefern nicht nur einen Einblick in das verletzte Innere Kind der rechten Szene, sondern auch einen ernsthaften Lösungsansatz und einen Appell: Endlich aus der Geschichte zu lernen - und zwar diesmal auch aus dem, was unsere Kinder betrifft.
Wer sich auch schonmal die Frage gestellt hat, warum manche Menschen für Rechtspopulismus empfänglich sind und andere nicht, für den ist dieses Buch genau richtig.
Trotz der Schwere der Thematik haben die Autoren es geschafft, ein unterhaltsames, gut zu lesendes Buch zu schreiben, dass den Lesenden am Ende nicht hoffnungslos zurück lässt.
Ein unglaublich wichtiges Buch. Herbert Renz-Polster zeigt eindrucksvoll, wie sehr unsere Gesellschaft davon abhängt, wie Kinder aufwachsen – und dass Demokratie in der Erziehung beginnt. Wie wichtig Empathie ist. Besonders spannend sind die gegenübergestellten Unterschiede im Aufwachsen von Kindern über die Jahrzehnte hinweg. Sehr interessant ist auch die Sicht darauf, warum Veränderungen manchen Menschen Angst machen können.
Besonders wichtig fand ich den Teil über die unterschiedlichen Erwartungen an Jungen und Mädchen – und wie sehr gerade Jungen darunter leiden können. Schule zeigt hier deutlich, wie ungerecht und unausgewogen unser System noch ist.
Jede Seite lohnt sich.