Nicht ganz einfach zu lesen, dennoch spannend wie verschiedene Geschichten sich verknüpfen aber am Ende sehr verwirrend.
Wir befinden uns im Jahre 1896 und begleiten Andrew, welcher acht Jahre nach dem Tod seiner Geliebten immer noch am Boden zerstört ist. Ihre Liebe hätte allerdings keine Zukunft gehabt, da sie eine Prostituierte aus Whitechapel war und er ein Sohn guten Hauses. Sie fiel dem Mörder Jack the Ripper zum Opfer und seither ist Andrew kaum noch er selbst. Als sein Cousin ihm von einem Geschäft erzählt, wo es die Möglichkeit gibt, Zeitreisen zu unternehmen, bekommt er neue Hoffnung. Doch der Veranstalter erzählt ihm, dass es nur möglich ist an genau einen Zeitpunkt zu reisen, nämlich ins Jahr 2000 zum Tag des Entscheidungskampfs im Krieg zwischen Mensch und Maschine. Claire ist von ihrem Leben gelangweilt und findet die Zeit, in der sie lebt zu eintönig. Als sie von der Zeitreise ins Jahr 2000 erfährt, begibt sie sich mit ihrer Freundin Lucy auf eben jene. Sie findet eine ungeahnte Liebe fernab der Zeitlinien. Scotland-Yard-Inspektor Garrett will ins Jahr 2000 reisen, um dort Hauptmann Shakleton zu verhaften. Er ist davon überzeugt, dass dieser sich in ihre Zeit geschlichen hat, um dort jemanden umzubringen. Diese Tat will er rückgängig machen, indem er ihn zuvor ergreift. Dieses Unternehmen führt den Rezipient zu einem sonderbaren Bibliothekar. Das Buch hat eine hohe Ausdrucksweise und schöne, lange Sätze. Ungewöhnlich ist, dass der narrative Autor häufig eigene Kommentare und Beschreibungen einbringt und gänzlich von den Figuren losgelöst ist. Die veraltete Wortwahl passt hervorragend zu der Zeit, in der der Roman spielt. Gekrönt wurde das Werk mit einem überraschenden Ende.
Der Schreibstil war gerade am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich erstmal "warmgelesen" hat, geht es. Nur die dauernden Wiederholungen ein und derselben Aussage in 5 Sätzen hintereinander ist stellenweise etwas nervenzehrend gewesen. Die ganze Geschichte ist kein Überflieger und erfindet auch das Genre "Zeitreisen" nicht neu, bietet aber durchaus einige interessante Denkansätze. Mir gefielen vor allem die kleinen Anekdoten und Anspielungen. Nur die letzten 30 Seiten hätte ich entweder aufmerksamer lesen müssen oder die sind im allgemeinen verwirrend gewesen. So ganz durchgestiegen bin ich nämlich nicht mehr und dann war das Buch zu Ende *g*. Dennoch durchaus lesenswert :)
Was eine turbulente Reise durch die Zeit. Ich habe dieses Buch sehr genossen. Sicher wird nicht jeder meine Meinung teilen. Allein die Perspektive aus der sie geschrieben ist hat mich begeistert. So viele Geschichten wurden erzählt und das mit so vielfältigen Details das es manchmal schwer war der Geschichte zu folgen. Eindeutig ein Highlight für mich 🤩🤩🤩
Die Idee des Buchs Klan sehr vielversprechend. Leider hat mich das Buch jedoch in keiner Weise gefesselt und ich musste mich zwingen das Buch zu Ende zu lesen.
Nachdem ich mit der Werbung für dieses Buch nahezu erschlagen wurde, habe ich es einmal mitgenommen in der Meinung, das ein Buch mehr auf meinem Stapel ungelesener Bücher auch nicht mehr ausmachen würde. Die Erwähnung von Zeitreisen, Jack the Ripper und H.G.Wells genügten mir vollkommen für eine Anschaffung. Nun habe ich es endlich mal geschafft, dieses Buch aus meinem SuB zu ziehen. Ich vermutete ein Doctor Who anmutendes Wibbly-wobbly-timey-wimey, einen Science-Fiction Krimi mit Back-to-the-future - Effekt. Was ich bekam waren erhoffte Sci-Fi, ein bisschen Romantik, Mystery, und sogar ein wenig Biografie und (Literatur-)Geschichte. Das Buch besteht aus drei Erzählungen, die sich um Die Zeitmaschine und deren Autor H.G. Wells drehen und somit miteinander verwoben werden. Ich bin ein großer Liebhaber des Voktorianischen Englands und fand mich schnell mit der doch blumigen Sprache des Erzählers zurecht, der den "geneigten Leser" durch das Lesevergnügen führt. Dieser allwissende Erzähler war mir stellenweise etwas träge. Er war wie einer dieser Tanten, die einen in eine Ecke drängen, damit du ihnen und ihrer Parabel mit irgendeiner wichtigen Moral lauschst, die jedoch von einer Geschichte in die andere rutschen, ohne eine Story richtig zu beenden. Und die Moral bekommt man auch nicht richtig mit. Die ersten beiden Erzählungen waren... nett. Nichts, wofür ich nervös meine Fingernägel abkauen würde. Richtig fesseln konnte mich das Buch erst im letzten Drittel, für was man aber die ersten beiden Teile brauchte, um alle Fäden verbinden zu können, die immer wieder bei der Figur von H.G.Wells und einer Zeit-Reise-Firma enden. Es ist nicht so, dass die vorangehenden Teile uninteressant gewesen wären, aber sie sind kein Grund, dieses Buch in höchsten Tönen zu preisen. Mir fehlte es jedoch an Schwung im Handlungsrahmen. Interessant waren für mich die kleinen Gedankenexperimente, die regelmäßig aufgeworfen werden: Was passiert, wenn man die Vergangenheit ändert? Ist die Zukunft überhaupt veränderbar oder sind die Menschen ihr ausgeliefert? Gibt es mehr als eine Zeitlinie? Mehr als ein Universum? Auch wenn ich es als etwas langatmig empfand, mochte ich das Buch. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob ich es uneingeschränkt weiter empfehlen würde. Wer sich jedoch für etwas blumigere Sprache, einen seichten Spannungsbogen und breit gefächerte Genre-Streuung begeistern kann, sollte der Landkarte der Zeit eine Chance geben.
Grundsätzlich netter Zeitreise-Roman, der mir aber streckenweise zu wuselig war. Auch die Figuren waren mir etwas zu klischeehaft.
Ich musste das Buch lesen für den Buchclub Und ich hätte es persönlich niemals gekauft Ich hatte auch irgendwie keine Lust dieses Buch zu lesen, aber es war besser als befürchtet Trotzdem werde ich die Reihe nicht weiterlesen, da es einfach nicht mein Ding ist und das ist auch so OK. Für einige mag die Sprache etwas schwieriger sein bzw aufgrund der ganzen Schachtelsätze ist es eventuell etwas schwierig zu verstehen... Doch wenn man drin ist, geht das eigentlich ganz gut... Die Geschichte selbst war in Ordnung, hat mich aber nicht vom hocker gehauen.. Mir kam es so vor, dass drei Geschichten miteinander verbunden werden, was ich so eigentlich nicht schlecht fand, aber mir hat die spannung gefehlt und meiner Meinung nach war da einfach zu viel bla bla bla
London, Ende des 19. Jahrhunderts: Der junge Andrew Harrington will sich das Leben nehmen. Vor Jahren wurde seine Geliebte Marie Kelly Opfer des berüchtigten Jack the Ripper und er meint, nicht mehr damit leben zu können. Sein engster Freund hat jedoch eine Idee für ihn: Ein Unternehmer bietet Zeitreisen in das Jahr 2000 an, er hat selbst schon an einer solchen teilgenommen und wurde im verwüsteten London Zeuge des furiosen Kampfes des Helden Derek Shackleton gegen die herrschenden Maschinenmenschen. Wenn eine Reise ins Jahr 2000 möglich ist, warum dann nicht auch eine zurück in das Jahr, in dem Jack the Ripper sein Unwesen trieb? Es müsste möglich sein, Marie zu retten, schließlich wurde der Mörder gefasst und man müsste ihn nur rechtzeitig abfangen? Der Zeitreisenanbieter Murray verweist Andrew und seinen Freund an den Schriftsteller, der die Zeitmaschine auf Papier erfunden hat: H. G. Wells Dass wir es hier mit einer alternativen Geschichte zu tun haben, wird bereits klar, als festgestellt wird, Jack the Ripper sei gefasst worden, denn dies ist, wie wir alle wissen, niemals passiert. Doch in welchem „Ausmaß“ Zeitreisen hier thematisiert werden, hatte ich keinesfalls geahnt. Man braucht etwas Geduld mit diesem Roman und darf keine Probleme mit vielen Figuren haben, die in unterschiedlichen Teilen des Buches im Vordergrund stehen. Es gibt folglich keinen klaren Protagonisten in „Die Landkarte der Zeit“ und der Plot ist, anders kann man es nicht sagen, chaotisch. Doch wer sich darauf einlässt und die Handlung einfach mal auf sich zukommen lässt, wird hier hervorragend unterhalten. Wenn man ordentlich gräbt, findet man sicher Logiklücken, Zeitreisen kommen nicht ohne Paradoxon aus. Doch dieser Herausforderung stellt sich Palma und meistert sie, wenn auch nicht unbedingt mit Bravour. Das unvermeidliche Paradoxon kommt zur Sprache und wird lässig und geschickt umgangen. Das hat mir gefallen. Sprachlich ist anzumerken, dass es die eine oder andere schwülstige Stelle gibt („das Feuer seiner Geliebten“, „Glut einer unverdienten Leidenschaft“ usw.), aber auch ein paar ganz gefällige Metaphern und Vergleiche: „… und schaute die Schriftsteller an mit einem Lächeln, das an den abblätternden Putz einer Wand erinnerte.“ (Seite 612) Das kann ich mir richtig schön vorstellen, finde ich äußerst gelungen. Im Übrigen liest sich das Buch gut. Gefallen hat mir auch, in diesem Roman wieder auf mein Lieblingssthema, die Unzuverlässigkeit der Erinnerung, zu stoßen, wobei das in einem Buch, in dem sich alles um die Zeit dreht, auch naheliegend ist. Ich kann gut verstehen, dass manch einer sich von der Verworrenheit des Romans überwältigt fühlt, doch wer ihn so annimmt, wird seinen Spaß daran haben. Ich freue mich darauf, die beiden Fortsetzungen zu lesen und bin gespannt, was Palma uns da auftischt. Außerdem habe ich jetzt Lust, mal wieder H. G. Wells zu lesen.
(bisschen Spoiler) Hab mir irgendwie mehr davon versprochen. Der Anfang war sehr langwierig. Als dann der zweite Teil losging, hatte ich Hoffnung, doch als es nur eine elendige Liebesgeschichte wurde, die sogar nur einseitig war, war ich enttäuscht. Keine der Personen war so sympathisch, dass man ihnen irgendein gutes Ende gewünscht hätte. Der Autor hat einfach zu viel Wells Bücher gelesen und wollte damit unbedingt was anfangen. Davon zeugt auch Teil zwei, der sich ja dann auf "Krieg der Welten" stürzt. Am Ende ist man verwirrt, gibt es Zeitreisen nun? Oder nicht? Was ist nun mit Wells in der einen Timeline passiert? Irgendwie ein unbefriedigendes Ende. Und der allwissende Erzähler nervt auch ein bisschen "Ich sehe ja alles...". Vielleicht hatte ich zu viele Erwartungen. Das einzige Gute war die Sache mit den Parallelwelten und dem Brief von Wells an Wells.









