Eine Frau zwischen Politik, Lifestyle, Selbstverwirklichung und Spionage
Das Setting des Buchs rund um die 60iger Jahre in Rom, mit amerikanischen Agenten und einer zwar hilflosen, von Männern abhängigen und trotzdem eigenständigen Frau ist gut und macht Spaß zu lesen.
Die Handlung an sich zeigt die Probleme der weiblichen Generation zu dieser Zeit auf. Ihre Wünsche, ihre Abhängigkeiten vom Patriarchat, übergriffige Männer und fehlende weibliche Solidaritä.
Trotzdem konnte das Buch mich nicht überzeugen, es war recht wiederholend und vorhersehbar. Die Geschichte konnte mich, trotz des wichtigen Themas, nicht begeistern.
Das Buch war interessant und es liest sich schnell. Es war auch das erste Mal, dass ich eine Protagonistin vor mir hatte, die ich weder beeindruckend noch sympathisch fand. Dennoch hat sie eine gewisse Entwicklung durchlebt und ist „erwachsen“ geworden.
Langweiliger Erzählstil, flache Charaktere, 0 Spannung. Ich wusste die ganze Zeit über nicht, wo die Story hinführen soll. Viele Dinge werden erzählt, die für die Geschichte nicht wichtig sind, dadurch wird alles unnötig in die Läge gezogen.
Schade!
Klappentext klang vielversprechend.
Atmosphärische Geschichte über (Ohn-)Macht im Leben einer Frau.
Nichts in Teddys Leben ist leicht. Die Schwere hab ich intensiv auch auf meinen Schultern gefühlt als ich ihr atemlos durch das politische Labyrinth voll oberflächlichem Glamour der 60er Jahre gefolgt bin.
Tolles Buch!
Die Geschichte von Teddy aus Texas, welche sich ihr Leben lang in der Gesellschaft von Reichen und Neureichen zurechtfinden MUSS, um dann letztendlich einen Mann zu finden, der sie aufgrund seiner Arbeit nach Rom bringt, hat mich doch sehr begeistert.
Ich fand die Darstellung einer Frau wie Teddy aus gutem Hause, mit einer Familie mit politischem Einfluss, realistisch und nachvollziehbar.
Ihre Naivität (die mich mehr als einmal extrem genervt hat) gegenüber dem Leben (größte Angst bestand darin, nicht gut genug auszusehen oder falsch angezogen zu sein), das Ziel, sich zeitnah gut zu verheiraten und eigentlich nicht viel zu können, weil einem als Frau nur das beigebracht und zugetraut wird, was das Patriarchat als wichtig empfindet (wobei sie schießen lernt, aber das ist vermutlich nur so ein Texas-Ding) , verhält sich ehrlich gesagt genau so, wie ich mir das Leben einer Frau aus dieser Gesellschaftsklasse in den 60er Jahren vorstelle.
Daher bin ich zwar auf der einen Seite stark entrüstet über das naive, fast dümmliche Verhalten der lieben Teddy, auf der anderen Seite hat es schon fast deterministische Züge, so dass sie mir eigentlich nur leid tut, da sehr schnell klar wird, dass Männer hier das Schicksal und den Ruf der Frauen bestimmen u d sie dies auch eiskalt ausnutzen
Ein sehr gut gelungenes Buch wie ich finde.
Der rote Faden wird durch das Verhör in der "Echtzeit" geschaffen und so gelingt auch der Spannungsbogen, wobei ich mir am Ende einen etwas stärkeren Ausgang gewünscht hätte.
📚𝐑𝐞𝐳𝐞𝐧𝐬𝐢𝐨𝐧 “𝐓𝐞𝐝𝐝𝐲” (𝐄𝐦𝐢𝐥𝐲 𝐃𝐮𝐧𝐥𝐚𝐲): 𝐄𝐢𝐧 𝐑𝐨𝐦𝐚𝐧 𝐰𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐧 𝐁𝐞𝐥𝐥𝐢𝐧𝐢 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐞𝐫 𝐕𝐢𝐚 𝐕𝐞𝐧𝐞𝐭𝐨 — 𝐬𝐮̈ß, 𝐞𝐥𝐞𝐠𝐚𝐧𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐠𝐞𝐟𝐚̈𝐡𝐫𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐛𝐞𝐫𝐚𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧𝐝.
𝐓𝐞𝐝𝐝𝐲 Carlyle entführt uns ins Rom der 60er-Jahre: 𝐆𝐥𝐢𝐭𝐳𝐞𝐫𝐧𝐝𝐞 𝐏𝐚𝐫𝐭𝐲𝐬, diplomatische Empfänge, 𝐆𝐞𝐡𝐞𝐢𝐦𝐧𝐢𝐬𝐬𝐞 unter Smokings und Seidenkleidern. Frisch verheiratet mit einem amerikanischen Diplomaten, will die Texanerin ein neues Leben beginnen.
Doch Teddy trägt mehr als nur makellos sitzende Kleider — unter ihrer 𝐅𝐚𝐬𝐬𝐚𝐝𝐞 verbergen sich Lügen, Enttäuschungen und der tiefe Wunsch nach Selbstbestimmung. Eine 𝐞𝐱𝐩𝐥𝐨𝐬𝐢𝐯𝐞 𝐌𝐢𝐬𝐜𝐡𝐮𝐧𝐠, die sie unaufhaltsam in Richtung Abgrund treibt.
💄𝐈𝐜𝐡 𝐰𝐚𝐫 𝐡𝐢𝐧- 𝐮𝐧𝐝 𝐡𝐞𝐫𝐠𝐞𝐫𝐢𝐬𝐬𝐞𝐧: Teddy war mir nicht immer sympathisch, aber sie hat mich fasziniert. Ihre Reise durch Rom – gespickt mit Rückblenden und Enthüllungen – ist wie ein Blick hinter das perfekt gepuderte Gesicht einer Frau, deren Welt langsam Risse bekommt.
Sie ist klüger, als ich anfangs vermutet habe — auch wenn ihr Handeln dem oft widerspricht. Impulsiv, lebendig, mit einer 𝐏𝐫𝐢𝐬𝐞 𝐍𝐚𝐢𝐯𝐢𝐭𝐚̈𝐭, aber niemals langweilig. Und dann ist da noch die 𝐁𝐞𝐳𝐢𝐞𝐡𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐮 𝐃𝐚𝐯𝐢𝐝 – ein ständiges Hin und Her zwischen Zärtlichkeit und Kälte.
𝐃𝐞𝐫 𝐑𝐨𝐦𝐚𝐧 𝐥𝐞𝐛𝐭 𝐟𝐮̈𝐫 𝐦𝐢𝐜𝐡 𝐯𝐨𝐧 𝐬𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐀𝐭𝐦𝐨𝐬𝐩𝐡𝐚̈𝐫𝐞: Das #dolcevita Gefühl, die unterschwellige Spannung des Kalten Krieges, die Welt der schönen Fassaden, hinter denen sich tiefe Risse auftun. Die 𝐄𝐫𝐳𝐚̈𝐡𝐥𝐰𝐞𝐢𝐬𝐞 ist elegant, manchmal etwas ausschweifend und langatmig, aber immer stilvoll — wie ein bittersüßer Bellini in der römischen Abendsonne.
✨ 𝐅𝐮̈𝐫 𝐅𝐚𝐧𝐬 𝐯𝐨𝐧 𝐓𝐚𝐲𝐥𝐨𝐫 𝐉𝐞𝐧𝐤𝐢𝐧𝐬 𝐑𝐞𝐢𝐝 – 𝐦𝐢𝐭 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐕𝐨𝐫𝐥𝐢𝐞𝐛𝐞 𝐟𝐮̈𝐫 𝐆𝐥𝐚𝐦𝐨𝐮𝐫, 𝐃𝐫𝐚𝐦𝐚 𝐮𝐧𝐝 𝐧𝐨𝐬𝐭𝐚𝐥𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐦 𝐙𝐞𝐢𝐭𝐠𝐞𝐢𝐬𝐭.
Kennt ihr schon ein Buch der Autorin? 📖
Vielen Dank an @vorablesen für das Rezensionsexemplar 🥰
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Es ist der Sommer 1969 als die 34-jährige Teddy mit ihrem neuen Ehemann David von Texas nach Rom zieht, wo David bei der amerikanischen Botschaft arbeitet. Teddy stammt aus einer reichen Familie mit politischen Ambitionen. Sie will ihre unstete Vergangenheit hinter sich lassen und David unbedingt eine gute Ehefrau sein, aber sie scheitert immer wieder, sowohl im Alltag als auch bei besonderen Anlässen. Bis das Ganze in einer Katastrophe endet. Teddy erfährt, dass auch David gelogen hat und nicht nur sie selbst Dinge verheimlicht hat.
Auch wenn Teddy oft sehr passiv war und Ungerechtigkeiten einfach so hingenommen hat, konnte ich sie gut nachvollziehen. Teddy wünscht sich als Mädchen wie ihre Tante zu werden, unabhängig, mutig, extravagant, stark. Aber das ist nicht das, was Teddy im Alltag vorgelebt bekommt. Sie wird genau das, was sie nie sein wollte: unsicher, voller Selbstzweifel. Sie versucht die ganze Zeit, für andere alles richtig zu machen, rennt einer Idealvorstellung hinterher, wie sie sein sollte, und findet nicht die Kraft, sie selbst zu sein, ja, weiß vor lauter Idealvorstellungen und schmerzhaften Fehlversuchen gar nicht mehr, wer sie ist. Und was mit ihrer Tante wirklich passiert ist, begreift sie erst spät.
Teddy - Emily Dunlay
Teddy ist Mitte 30, als sie 1969 den Regierungsbeamten David kennenlernt und mit ihm von Texas nach Rom zieht.
Sie ist verwöhnt, naiv, etwas weltfremd- und hat eine bewegte Vergangenheit, die auf keinen Fall ans Licht kommen soll.
Also tut Teddy ihr Möglichstes, um die perfekte Diplomatengattin zu sein- glatt, makellos und unauffällig.
Doch sie langweilt sich schnell, vom römischen Glamour fasziniert und beginnt Kontakte zu knüpfen.
Als sie den amerikanischen Botschafter und seine Frau kennenlernt, scheint es endlich gut für Teddy zu laufen: Sie ist beliebt, wird auf Parties eingeladen und die Botschaftergattin selbst bietet ihr einen Job an. Doch dann passiert etwas, dass Teddy den Boden unter den Füßen wegzieht und all ihre Geheimnisse aufdecken könnte…
Ach, Teddy. Ich mochte sie, auch wenn sie stellenweise etwas naiv und planlos wirkt. Umso schöner fand ich es, ihre Entwicklung zu beobachten- hin zu einer Frau, die sich nicht mehr von den Männern in ihrem Leben diktieren lässt, was sie zu tun hat, sondern selbst handelt- mit allen Konsequenzen.
Die Story führt einem erschreckend deutlich den Sexismus dieser Zeit vor Augen.
Gleichzeitig fängt sie den mondänen Vibe eines Sommers im glamourösen Rom ein- faszinierend, heiß und voller Geheimnisse.
Ich habe mich komplett von der Story mitreißen lassen und konnte das Buch am Ende gar nicht mehr weglegen. Daher: Klare Empfehlung!
Ein Roman über eine Frau, namens Teddy, in den 60er Jahren. Es geht um Betrug, Oberflächlichkeiten und politische Macht und was es aus Menschen macht, wir begleiten Teddy auch ein Stück weit auf ihre persönliche Reise zu sich selbst.
Ein Spionage Roman der etwas anderen Art. Erzählt von einer Frau, die immer versucht es allen recht zu machen und sich am Ende von allem befreit. Das Buch ist toll geschrieben, die Spannung wird auf ganz besondere Art aufgebaut und gehalten. Erschreckend ist, wie mit Frauen umgegangen wird und wie total abhängig sie waren.
Teddy wächst in gehobenen und geordneten Verhältnissen in einer angesehenen Familie auf, mit der Last auf ihren Schultern eine vorzeigbare Tochter und Nichte zu sein.
Tief im inneren weiß sie, dass sie mehr will und braucht als das, und verstrickt sich in Geheimnissen vor ihrer Familie. Doch als sie David kennenlernt, und mit ihm kurz nach der eiligen Hochzeit nach Rom zieht, holen sie diese Geheimnisse ein. Nach und nach findet sie heraus, dass alle Männer in ihrem Leben sie nur als Spielfigur betrachten.
Da ist ihr Onkel, der Senator ist und bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen kandidieren will.
Einen Skandal um seine Familie kann er nicht gebrauchen.
David, der sie nicht unbedingt aus Anziehung umgarnt, sondern eigene Gründe für die Hochzeit hat, und Teddy danach eine ganze Weile vor der Welt versteckt hält, ihr weder den erhofften Zugang zur Gesellschaft in Rom verschafft noch in seine Arbeit in der Botschaft einweiht sodass sie aus Unwissenheit immer wieder in Fettnäpfchen tritt. Dabei gibt er ihr das Gefühl, dass allein sie daran schuld hat, behandelt sie wie ein Kind und hält sie finanziell und auch emotional klein. Über das Vermögen ihrer Familie darf sie nicht verfügen, ihr Mann zahlt ihr ein Taschengeld aus, ermahnt sie aber jedes Mal wenn sie etwas davon kauft dass sie nicht mit Geld umgehen könne. Er verschwindet immer wieder Tage oder sogar Wochen und lässt Teddy alleine und einsam in ihrer kleinen Wohnung zurück.
Dann noch „der Wolf“, der Botschafter und Davids Chef, der Teddy, die Kunsthistorik studiert hat, als Kuratorin der Botschaft „anstellt“ (Geld bekommt sie für ihre Arbeit natürlich nicht), der jedoch schöne Frauen ein bisschen zu sehr mag und es kommt wie es kommen muss in einer lauen Nacht am Pool. Der Auslöser für die Katastrophe, denn ein Fotograf ist anwesend.
Für ihre Mutter war Teddy nie gut genug, nie brav genug, und auch wenn diese selbst unter den patriarchalen Strukturen leidet kann man kein Mitleid mit ihr haben, denn ihre Erziehung und Umgang mit Teddy als Kind sind der Ursprung ihrer Selbstzweifel und der Grund dass Sie sich von David so viel gefallen lässt und l sie lange denken lässt, wenn sie nur eine perfekte Ehefrau ist lösen sich alle ihre Probleme auf.
Die Schuld sucht Teddy immer an sich, und nie an den Männern in ihrem Leben, was ab und an nervig ist, aber sehr nachvollziehbar zu ihrer Geschichte passt.
Sehr berührt hat mich das Schicksal ihrer Tante Cecilia, die versucht hat aus dem System auszubrechen und eines Tages verschwindet, bzw. von ihrer Familie verschwinden lassen wurde, damit sie kein schlechtes Licht auf diese wirft. Das Vorgehen war tatsächlich grausame Realität damals, ich sage nur Lobotomie (Lest euch gerne mal den Fall Rosemary Kennedy dazu durch).
Neben den konservativen Frauen, wie Margo, eine Mitarbeiterin in der Botschaft die Teddys Leben schwer machen, gibt es zum Glück auch Frauen die offen für Veränderung sind und Teddy unterstützen, wie Lina, die Frau des Botschafters, die ihr einen Weg in die Gesellschaft ebnen und endlich einbindet, sowie Anna, eine Journalistin die an Teddys Ausbruch am Ende maßgeblich mitwirkt.
Wir erleben ein eindrückliches Bild des Lebens der Frauen in den 60er Jahren, die perfekt sein mussten oder ansonsten aus der Gesellschaft ausgestoßen wurden, „Muntermacher-Pillen“, Diäten, heimliche Schwangerschaftsabbrüche, kein Wahlrecht, keine finanzielle Freiheit.
Mit diesem Thema sollte sich heutzutage jede Frau auseinandersetzten, jetzt wo der Faschismus wieder auf dem Vormarsch ist und „Trad-Wifes“ romantisiert werden. Denn früher war definitiv nicht alles besser und unsere Freiheit haben sich unsere Vorfahrinnen hart erarbeitet, auch wenn es noch ein weiter Weg ist um wirklich sagen zu können, wir sind alle gleichgestellt.
Im Rom des Jahres 1969 treffen wir Teddy, die mit Mitte 30 gerade den Diplomaten David geheiratet hat und auf ein glamouröses Leben in der ewigen Stadt hofft.
Teddy entstammt einer einflussreichen texanischen Familie, ihr Onkel Hal hegt Ambitionen auf das Präsidentenamt.
Sie ist froh, ihrer übergriffigen Familie entkommen zu sein, muss jedoch bald feststellen, dass deren Arm weit reicht.
Nur wenige Monate nach ihrer Ankunft versteckt sie ihr blutverschmiertes Kleid, bevor sie in ihrer Wohnung vernommen wird...
"Teddy" ist ein erschütterndes Portrait des Sexismus und der Frauenverachtung in den 50er und 60er Jahren.
Gleichzeitig begleiten wir eine Frau, die zwischen Anpassung und Eigensinn zunehmend die Kontrolle verliert.
Ein Buch, so spannend wie erschütternd.
Ich konnte während des Lesens nicht aufhören, den Kopf über Teddys Handlungen zu schütteln, während ich andererseits voller Anspannung hoffte, dass sie ihren eigenen Kopf doch noch irgendwie aus der Schlinge bekommt.
Spannend wie die Protagonistin Teddy ihre Zeit empfand und sehr veranschaulich rübergebracht hat, als wäre man selbst in Italien.
Den Schreibstil empfand ich verständlich und passend zur Geschichte, für mich an manchen Stellen etwas langatmig, aber alles in allem ein gutes Buch.
Hier geht es vor allem um gesellschaftliche & moralische Aspekte.
Besonders hat mir tatsächliche das Ende gefallen, die Entwicklung von Teddy als auch der Story.
Mich hat das Cover angesprochen und die Zeit, in der die Geschichte spielt (60er Jahre). Ich wollte das Buch mögen, aber es hat sich mir bis zum Schluss leider nicht erschlossen. Mir ist immer noch nicht klar, was die Motive der einzelnen Personen für ihre Handlungen sind. Für mich mag keine wirkliche Spannung aufkommen und die Geschichte tröpfelt so vor sich hin ohne irgendeinen wirklichen Höhepunkt zu haben.
Ich finde die Längen und Ausschweifungen passen zu Teddys Charakter und Verhalten. Störend ist, dass es irgendwie immer eine Figur geben muss, die Luxus & Lifestyle verurteilt, aber gleichzeitig davon profitieren möchte.
Leider hat es mich am Anfang überhaupt nicht gepackt. Zum Ende hin wurde es dann etwas spannender, aber es konnte mich leider nicht ganz überzeugen.
Hätte ich es nicht für den Buchclub gelesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen 🥲
Sehr schade!
Wir lernen die junge Frau Teddy kennen, die aus einer texanischen Familie mit großen politischen Ambitionen kommt.
Als sie David kennenlernt, ändert sich nicht nur ihr Beziehungsstatus, sondern ebenso ihr Blick auf Männer, auf die Gesellschaft, auf ihre eigenen Werte.
1969. Teddy Huntley Carlyle ist Anfang 30 & unverheiratet. Obwohl sie stets bemüht ist, tadelloses Aussehen & Auftreten an den Tag zu legen. Ihre Familie hat ihr gesellschaftliche Angepasstheit mit auf den Weg gegeben, doch diesen Idealen entspricht sie einfach nicht - was ihre Eltern nervös macht.
Als sie endlich den in der amerikanischen Botschaft in Rom arbeitenden David Shepard kennenlernt, der Teddy schließlich heiratet, atmet ihre Familie auf. Doch irgendwie hat Teddy sich eine Ehe anders vorgestellt. Ihr Mann ist häufig auf Geschäftsreisen & sie scheint alles verkehrt zu machen. In Davids Abwesenheit bleibt Teddy lange auf, schläft bis nachmittags, lässt die Wäscheberge unangetastet. Ob ihre Unfähigkeit Grund dafür ist, dass David sie nirgendwo vorstellt o. erwähnt?
Auf einer Party schäkert er: Ausschließlich mit Frauen & nicht mit ihr!
Auch seine Kommunikation ist ihr oft ein Rätsel. Ständig steckt etwas anderes hinter seinen Worten als das, was er tatsächlich sagt. Teddy ermüdet das. Bis sie eine unumkehrbare Entscheidung trifft...
✨
Was für ein Leseerlebnis!
Ich habe etwas gebraucht, um in Geschichte & Kapitelaufmachung reinzufinden, mich an die damalige Zeit sowie auch an Teddy selbst zu gewöhnen. Ihre Denkweise war anfangs recht begrenzt. Ihr Wissen umfasste Dinge, denen mein Interesse nicht gilt. Bestimmte Dinge, die mir eher nebensächlich erschienen, wurden mir zu detailliert o. ausschweifend beschrieben. Allerdings hat mir der Schreibstil echt gut gefallen, genau wie der Aufbau der Story & wie Teddy sich letztendlich entwickelt hat!🤗🥰
Ich bin unendlich froh, dass sich die Zeiten mit ihren Verhaltensregeln & vor allem den Geschlechterrollen so stark geändert haben.🙏🏼 Ein gesellschaftlich unfassbar wichtiges Buch, das hoffentlich trotz meiner Mängel eine breite Leserschaft erreicht!🧡
Interessantes Porträt der Sechziger Jahre, allerdings mit Längen. Manchmal hätte ich die Protagonistin schütteln wollen, so naiv steht sie ihrem Mann und ihrer Umwelt gegenüber. Die Art und Weise wie sie als Spielmasse den Männern ihrer Familie dient, ist erschütternd. Interessant fand ich das Ende, diesen Abschluss hatte ich nicht erwartet.
Zu Beginn wusste ich noch nicht wirklich, was ich von der Geschichte halten soll. Die Handlung dümpelt die erste Hälfte eher so vor sich hin. Allerdings nimmt sie im letzten Drittel des Buches mächtig an Fahrt auf. Langsam ergeben bestimmte Episoden aus dem vorherigen Verlauf einen Sinn und die Geschichte verdichtet sich.
Der Erzählstil ist komplett aus Teddy's Perspektive. Dadurch gewinnt man als Leser auch gleich einen Einblick in ihre Art und ihren Charakter. Und fragt sich kontinuierlich, ob Teddy einfach nur naiv oder doch vollkommen verschwenderisch und unmoralisch ist. Trotz allem entwickelt man aber auch irgendwie Sympathien für diese Protagonistin. Etwas, dass mir persönlich bei einigen der anderen Charaktere deutlich schwerer fällt.
Wer einen Roman mit einer überraschenden Wendung sucht, sollte diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.
Das Buch klang wirklich vielversprechend und spannend. Es handelt von Teddy, einer jungen Amerikanerin aus gutem Hause, welche mit Mitte 30 endlich (für die 60er eine echte Spätzünderin) heiratet. Da ihr Mann als Diplomat in Italien lebt, zieht sie zu ihm. Doch das erhoffte glamouröse Leben bleibt aus.
Das Buch ist als Verhör aufgebaut, wobei Teddy immer rückblickend ihre Geschichte erzählt. Auch die Erzählweise, als würde sie mich direkt ansprechen, fand ich gut. Doch leider erzählt sie auch sehr ausschweifend, was es für mich ab ca. der Hälfte des Buches langweilig machte. Echt schade, da es wirklich mit einigen Spannungsbögen begann. Letztendlich habe ich ein paar Kapitel überblättert, um noch das Ende der Geschichte zu erfahren.
Die Handlung plätscherte oft nur so vor sich hin. Teddy als Hauptfigur fand ich oft überzogen als das amerikanische Dummchen dargestellt. Da halfen dann die "Hintergründe" ihrer Familie und Geschichte auch nicht mehr viel, meine Sicht auf sie zu kitten. Es gab aber trotzdem den ein oder anderen Twist im Buch, der mich überrascht hat. Außerdem fand ich die Sprecherin großartig.
Hat leider ein paar Längen und kommt nicht so recht auf den Punkt. Die Atmosphäre und die Idee gefällt mir eigentlich sehr gut. Das Frauenbild zu der Zeit ist wahrscheinlich sehr realistisch dargestellt und erinnert einen an die Fortschritte, die seither gemacht wurden. Teddys unselbstständige und depressive Art ist manchmal nur schwer auszuhalten.
Leider eine große Enttäuschung! Die Handlung schleppt sich zäh dahin und die Protagonistin, deren Gedanken oftmals um Banalitäten kreisen, empfinde ich als extrem unsympathisch.
Ich versuche, jedes angefangene Buch möglichst auch zu Ende zu lesen, aber in diesem Fall war es wirklich mühsam.
Kann die Lektüre leider nicht empfehlen.
Die Texanerin Teddy steht im Mittelpunkt der Erzählung von Emily Dunlay. Ein Ehemann ist lange nicht in Sicht, bis sie David kennenlernt, ihn bald darauf heiratet und mit ihm nach Rom geht. Als Diplomatengattin erwartet man von ihr stilsicheres Auftreten, was ihr trotz ihrer Unsicherheit im Vorfeld ganz gut gelingt.
Die Story war sehr packend und sehr spannend erzählt, auch das Ende war für mich sehr überraschend. Ich hätte mit diesem Ende so gut wie gar nicht gerechnet. Auch Teddys Ehemann David hat so seine Geheimnisse, und ich fand die Geschichte wirklich gelungen und freue mich schon sehr darauf, die Geschichte vielleicht im nächsten Jahr noch einmal lesen zu können.
Entspanntes Glamour-Buch über eine unterdrückte Frau in den 60ern mit leichtem Spannungs-Touch
Schaut auch auf Instagram vorbei!
Habe ich als Hörbuch nebenbei gehört.
Zu Beginn kam es mir ganz nett vor. Wir lernen Teddy und ihre reiche, konservative Familie und ihre Tante Sister, die etwas aus dem Rahmen fällt.
Dann erfahren wir über Teddys Ehe mit David, der bei der amerikanischen Botschaft in Italien arbeitet, und zieht zu ihm nach Rom, ist aber nicht glücklich mit ihrem Leben.
Sie will ein Luxusleben, wie sie es schon immer kannte. Aber David hält sie im Zaum, was Finanzen, Kleidung und Verhalten angeht. Das Thema Frauenrechte in den 60ern kommt deutlich zum Vorschein.
Dann kommt noch eine Menge Drama: Spionage-Verdacht, Ehebruch, Prostitution und Erpressung sind mit dabei.
Leider werden einige aufgeworfene Fragen unbeantwortet gelassen, da es nicht zentral darum geht, sondern vielmehr um Teddy, um ihre Gedanken und ihr Leben. Das macht es zwar realistischer und die Perspektive wird deutlich. Ich fande es trotzdem schade.
Außerdem konnte ich Teddys Handlungen nicht immer nachvollziehen. Dazu kann ich spoilerfrei leider nicht mehr sagen!
Gespickt ist die Geschichte mit bunten Farben, Mode und Glamour, was ich gerne gelesen habe.
Eine nette, leichte Geschichte für zwischendurch, habe aber einige Kritikpunkte.
Ja, aber in einem besonderen Setting...
Als wir Teddy begegnen, beginnt sie gerade mehreren Ermittlern ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Wir dürfen zuhören und bekommen eine Geschichte, die sehr gut und politisch mit dem aktuellen Weltgeschehen der 60er Jahre verknüpft ist. Vielleicht etwas abenteuerreich. Doch Teddy ist sich ihrer Rolle dabei nie bewusst. Man merkt ihr an, wie klein sie gehalten wird, welcher Spielball sie ist, aber sie kann daraus nicht ausbrechen und ist in den Erwartungen der Gesellschaft gefangen.
Wir bleiben nur in ihrer Sicht des Geschehens, was das Bild, was von ihr gezeichnet wird, so authentisch macht
Manchmal plätschert die Geschichte ein bisschen vor sich hin, trotzdem wollte ich immer wissen wie es weitergeht.
Ich kann es jedem, der sich für fikitive Portraits von Frauen begeistern kann, sehr empfehlen.
Lesemonat Juni: https://youtu.be/fQ-_Y8HAyok?si=ZPp600MLHY4wIkZr
„Alle reden über Teddy“, heißt es auf dem Klappentext – und nach der Lektüre verstehe ich vollkommen, warum. Denn Teddy ist eine Figur, über die man reden muss – nicht, weil sie besonders laut oder besonders emanzipiert ist, sondern gerade weil sie so leise und vielschichtig ist.
Zugegeben: Ich bin normalerweise kein Fan von Covern mit abgebildeten Menschen – aber dieses hat mich sofort gehabt. Und dann der Einband unter dem Umschlag: Pastellgrün mit einem Hauch von metallic-silbernem Schimmer – fast wie eine Pralinenschachtel aus den 60ern. Und genau in diese Zeit nimmt uns die Autorin Emily Dunlay mit: nach Rom, in eine Welt voller diplomatischer Empfänge, Couture-Kleider, flüchtiger Lächeln und schwerer Geheimnisse.
Teddy ist Anfang 30, frisch verheiratet, und will in Rom ganz neu anfangen. Der Plan: perfekte Diplomatengattin werden, bitte mit Stil, Charme und tadellosen Manieren. Das klappt – na ja, bis zum 4. Juli. Da knallt es nicht nur am Himmel, sondern auch in Teddys Leben. Und von da an beginnt ein stiller, aber unaufhaltsamer Absturz in ein Chaos, das sich nur schwer entwirren lässt.
Was mich sofort gepackt hat, war der Schreibstil. Sehr ausschmückend, atmosphärisch dicht, fast cineastisch – man hat das Gefühl, durch die opulenten Salons zu laufen, den römischen Staub auf den Schuhen zu spüren, die Parfums der High Society in der Nase. Emily Dunlay schreibt mit einer Liebe zum Detail und verwendet wundervolle Metaphern, die ich mir am liebsten rausgeschrieben hätte (wenn ich nicht mitten im Urlaubsmodus gewesen wäre).
Teddy selbst ist eine Figur, über die man streiten könnte – oder vielleicht auch sollte. Sie ist keine Elizabeth Zott, keine Evelyn Hugo. Sie ist keine große Kämpferin, sie ist keine strahlende Heldin. Sie ist ein Produkt ihrer Zeit – und genau deshalb so interessant. Zwischen Lippenstift, Lächeln und Loyalität hangelt sie sich durch den diplomatischen Ehealltag. Und doch merkt man schnell, wie sehr sie unter der glänzenden Oberfläche nach Luft schnappt. Es ist ein leises Ringen mit gesellschaftlichen Erwartungen, familiären Lasten und den eigenen, oft widersprüchlichen Gefühlen.
Der Roman ist dabei ein einziger großer Rückblick – ausgehend von einem Verhör (!) erzählt Teddy ihre Geschichte, die auch die Geschichte ihrer Familie und vieler Frauen dieser Ära ist. Immer schwebt ein blutiges Partykleid im Raum – wortwörtlich. Was es damit auf sich hat, erfährt man natürlich erst am Ende. Und ja, auch wenn ich den finalen Epilog erahnt habe, war er für mich genau richtig gewählt.
Das Buch hat Längen. Gerade ungeduldigere Leser*innen könnten im Alltag vielleicht schneller zur Fernbedienung als zur nächsten Seite greifen. Aber: Für mich hat der Stil diese Längen locker ausgeglichen. Es ist ein Buch, das nicht hetzt, sondern aufbaut. Szene für Szene, wie ein Film in Zeitlupe.
Für alle, die Rom, Kunst und Mode lieben – besonders die 60er – ist das Buch eine echte Fundgrube. Ich habe mehrmals zwischendurch gegoogelt, aber ehrlich: Die Autorin hat es auch ohne Wikipedia geschafft, mir ein ganzes Kopfkino zu liefern.
Fazit: Ein vielschichtiger Roman über eine scheinbar oberflächliche Frau, die sich in einem Netz aus Erwartungen, Macht und Lügen verliert. Wer eine langsam erzählte, stilistisch dichte Geschichte mit gesellschaftlichem Tiefgang und leisen Tönen sucht – der wird mit Teddy sehr glücklich. Nur eben nicht auf die laute, dramatische Weise. Sondern auf die Art, die lange nachhallt.
Was mich an „Teddy“ sofort gepackt hat, ist dieser unverwechselbare Vibe: Italien 1969, ein Rom, das gleichzeitig leuchtet und brodelt, voller Eleganz und Abgründe. Emily Dunlay inszeniert diese Welt mit einer Intensität, die man fast körperlich spürt – man hört das Klirren der Gläser auf den Empfängen, riecht den Duft der Zypressen, fühlt die Hitze auf der Piazza. Und mitten in diesem Setting: Teddy Carlyle, frisch verheiratet, frisch angekommen in Europa, wild entschlossen, endlich alles richtig zu machen.
Doch es dauert nicht lange, bis klar wird: Teddys perfektes Leben ist eine Fassade auf Zeit. Dunlay lässt sie langsam, fast quälend präzise in einen Strudel aus Intrigen, gesellschaftlichen Zwängen und eigenen Fehlentscheidungen geraten. Besonders stark ist der Roman, wenn er die schmerzhafte Diskrepanz zeigt zwischen der Rolle, die Teddy sich auferlegt (oder die ihr auferlegt wird), und ihrem echten, unruhigen Ich. Das macht sie einerseits wahnsinnig interessant, andererseits immer wieder schwer greifbar – man möchte sie manchmal schütteln, weil sie so in ihrem Korsett aus Erwartungen und Höflichkeit gefangen ist.
Dunlay gelingt es wunderbar, Teddys Innenleben zu zeichnen: Ihre Gedankenspiralen, ihre Scham, ihre Versuche, zu gefallen, ihre kleinen Rebellionen. Gleichzeitig ist das auch die größte Schwäche des Romans: Diese ausschweifenden, manchmal fast ziellos anmutenden Passagen, in denen Teddy in ihrem Kopf gefangen bleibt. Anfangs tragen sie zur dichten Atmosphäre bei, später haben sie mich eher angestrengt. Gerade im Mittelteil zieht sich das Buch spürbar – ich musste mich zeitweise immer wieder neu motivieren, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht.
Was ich sehr gelungen fand, war die Verknüpfung von Teddys ganz persönlichem Drama mit dem historischen Kontext: Kalter Krieg, patriarchale Gesellschaft, eine Welt im Umbruch – und mitten drin eine Frau, die nicht weiß, wer sie eigentlich sein darf. Der Roman macht deutlich, wie sehr äußere Erwartungen ein Leben prägen können, und wie schwer es ist, sich davon zu befreien. Gleichzeitig wird nichts plump moralisch oder zeitgeistig verzerrt – Teddy ist keine moderne Heldin, sondern ein Produkt ihrer Zeit, mit all ihren Widersprüchen.
Das Finale kam für mich dann doch überraschend – und etwas abrupt. Als wollte die Autorin nach all den ausführlichen Schilderungen unbedingt noch einen schnellen Befreiungsschlag landen. Der Epilog wirkte auf mich fast zu glatt, nachdem zuvor alles so verworren und ungewiss war.
Insgesamt ist „Teddy“ ein atmosphärisch starkes, in seiner Figurenzeichnung differenziertes Buch, das weniger durch eine stringente Handlung als durch sein Milieu, seine Hauptfigur und die gesellschaftlichen Themen überzeugt. Ein Roman, der zeigt, wie dünn die Lackschicht von Luxus und Etikette sein kann – und wie hart es ist, aus einem Leben auszubrechen, das nie das eigene war.
⭐️⭐️⭐️⭐️
Teddy stammt aus einer texanischen Familie mit politischen Ambitionen. Nach ihrer Heirat im Alter Mitte 30 zieht sie nach Rom, wo sie die Stadt als Ort der Freiheit und als Chance sieht, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Sie möchte eine elegante, diskrete Diplomatengattin sein und beeindruckt ihre Kollegen. Anfangs gelingt ihr das gut, doch am 4. Juli, kurz nach ihrer Ankunft, gerät ihr neues Leben durch ein großes Ereignis ins Chaos. Nun muss Teddy eigenständig ihr Schicksal in die Hand nehmen.
Ehrlich gesagt, habe ich etwas ganz anderes erwartet, als ich mit diesem Buch angefangen habe. Und ich muss zugeben, dass Teddy für mich einfach nur anstrengend und naiv war. Ihre Gedanken und Handlungen schienen oft wenig durchdacht, und dementsprechend schockiert reagierte sie auf die Konsequenzen, als ob ihr nie in den Sinn gekommen wäre, dass Entscheidungen Nachwirkungen haben könnten.
Das Zitat, das Teddy für mich am besten beschreibt, ist: „Sind sie wirklich so naiv oder einfach nur dumm?". Das fasst meine Gefühle ihr gegenüber durch das ganze Buch perfekt zusammen. Manchmal war es fast schon amüsant, auch wenn ich bezweifle, dass dies die Absicht der Geschichte war.
Was ich allerdings wirklich gut fand und was mich dranbleiben ließ, waren die Intrigen! Ich habe die Entwicklungen und Verstrickungen wirklich gerne verfolgt. Sie waren spannend und interessant.
Ich frage mich nur, ob die Geschichte mich mit einem anderen Charakter vielleicht mehr begeistert hätte.
Dementsprechend ist es insgesamt ein Buch, was ganz solide gewesen ist, ich aber nur bedingt weiterempfehlen würde.
Emily Dunlays „Teddy“ ist ein kluger, schillernder Roman über eine Frau, die im goldenen Käfig der High Society lebt – und dabei fast an sich selbst zerbricht. Mit feinem Gespür für psychologische Tiefe und gesellschaftliche Zwänge zeichnet Dunlay das Porträt einer Figur, die ebenso faszinierend wie tragisch ist: Theodora „Teddy“, ein Kind des texanischen Geldadels, Nichte eines einflussreichen Politikers und Ehefrau eines Diplomaten, die Anfang der 1970er Jahre in Rom versucht, die perfekte Frau in einer Welt zu sein, die sie nie ganz akzeptiert.
Teddy ist keine klassische Heldin. Sie ist labil, exzentrisch, naiv – und gleichzeitig durchzogen von einer tiefen Melancholie und einem ungestillten Hunger nach Anerkennung. Sie bemüht sich, dem Ideal der kultivierten, eleganten Gattin gerecht zu werden, das ihr Umfeld und vor allem ihr Mann von ihr erwarten. Doch unter der Oberfläche brodelt es. Ihre Abhängigkeit von Tabletten, ihre Unsicherheit, ihre geheimen Abgründe – all das macht sie zu einer tragischen Figur, deren Scheitern fast unausweichlich scheint.
Dunlay gelingt es meisterhaft, den inneren Zwiespalt dieser Frau sichtbar zu machen: zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und der Sehnsucht nach Freiheit, zwischen Rebellion und Anpassung. Teddy kämpft gegen ihre Vergangenheit, gegen patriarchale Strukturen und gegen sich selbst. Der Roman entwickelt dabei eine stetige Spannung – nicht durch äußere Dramatik, sondern durch das psychologische Knistern, das unter der glänzenden Oberfläche dieser Diplomatenwelt liegt.
Besonders eindrücklich ist die subtile Kritik an den gesellschaftlichen Machtverhältnissen jener Zeit: Männer definieren den Rahmen, Frauen sollen sich einfügen – schön, still und dekorativ. Teddys Versuch, diesen Rahmen zu sprengen, ist zugleich bewegend und verstörend. Sie taumelt durch Rom in Designerkleidern, zwischen Cocktailpartys und politischen Intrigen, stets auf der Suche nach einem Platz, der wirklich ihr gehört.
Dunlays Sprache ist elegant, klar und pointiert – nie grell, aber immer treffsicher. Der Roman changiert gekonnt zwischen Gesellschaftssatire, psychologischer Studie und Coming-of-Age-Drama auf spätem Wege. „Teddy“ ist kein einfaches Buch – es macht es seinen Leser*innen nicht immer leicht, seiner Protagonistin zu folgen oder sie zu mögen. Aber gerade darin liegt die Stärke dieser Geschichte: sie fordert heraus, irritiert und fasziniert.
Emily Dunlays „Teddy“ ist ein intensives, vielschichtiges Porträt einer Frau im Spannungsfeld zwischen Glamour und Selbstverlust, zwischen öffentlicher Rolle und innerer Leere. Ein literarisch anspruchsvoller Roman über weibliche Identität, gesellschaftlichen Druck und das schmerzhafte Ringen um Selbstbestimmung. Klug, bewegend und unbedingt lesenswert.
Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann.
Ein toller Sommerroman aus Italien mit einem gewissen Extra
Alle lieben Teddy - so wurde das Buch in meiner hiesigen Buchhandlung beworben - und ja ich liebe diesen Charakter. Zunächst wird der Eindruck vermittelt, dass sie nichts weiter als Anerkennung durch Äußerlichkeiten und endlich die Zuneigung ihres Mannes möchte, um endlich da hinzukommen, wo sie immer sein wollte. Durch den Spannungsbogen entwickelt sich Teddy immer mehr von einer auf Oberflächlichkeiten beschränkte zu einer sehr klugen und selbstbewussten Frau. Die Entwicklung wird umrahmt von den Spionagetätigkeiten der USA und Sowjetunion während des Kalten Krieges in den 70er Jahren, was den Spannungsbogen bis zur letzten Seite aufrecht erhält und Lust auf mehr macht. Durch die Beschreibungen des Sommers in Rom, ist es ein toller Sommerroman mit Tiefgang und Spannung.
Mich berührt der Roman auf vielen Ebenen aufgrund der historischen Einordnung, die tolle Entwicklung der Protagonistin sowie der italienische Sommer.
Fazit: Absolute Leseempfehlung für den Sommer! 🫶🏻
Man wird als Frau doch teilweise von der Gesellschaft erzogen! Was wird von einer Frau erwartet und wie sieht ihr Leben aus? Und was haben Frauen diesbezüglich selbst zu entscheiden? Im Buch habe ich genau so etwas gefunden, die Geschichte einer Frau die dem Leben gerecht werden wollte und dabei sich selbst verlor!
Teddy hat es nicht leicht. Sie ist knapp über 30 und hat immer noch keinen Ehemann gefunden, in den 60. Jahren kaum vorstellbar. Doch dann wendet sich das Blatt und sie heiratet David, Angestellter der amerikanischen Botschaft. Sie gehen nach Italien und alles sieht aus als ob endlich das Leben beginnt das sich Teddy immer ausgemalt hat.
Teddy ist für mich ein sehr tiefgründiges Buch. Erst nach dem lesen bin ich in viele Gedanken verfallen. Im Buch wird Teddy als absolut naives Mädchen beschrieben und dargestellt. Konsum und Reichtum ist ihr wichtig, sowie die Anerkennung von Männern. Doch der Hintergrund, warum sie so ist wie sie ist, ist äußerst spannend! Was spielt im Leben eine prägende Rolle! Wie wurde ich erzogen und welche Werte und Normen werden mir mitgegeben. Äußere Spannend! Und erkennbar das manche Menschen auf Grund ihrer Wurzeln ihr Leben mit vielen Hürden und Herausforderungen meistern müssen! Ich fand es erschreckend das Teddy sich oft an schlimmen Dinge die Schuld gegeben hat! Das sie Schicksalsschläge als Bestrafung für ihr unartig sein gesehen hat! Sehr traurig und bewegend! Die Geschichte ist toll geschrieben und die Beschreibung von Rom war auch sehr schön! Man fühlt richtig die Schwüle Hitze und kann Teddys Absätze auf dem Pflasterstein hören! Ein wirklich gelungenes Buch, das aber erst mal sacken muss!
Teddy; viel Geld und doch keines; viele Möglichkeiten und doch keine; und wenn, dann die falsche Wahl. Letztlich aktuell wie nie, wenn man gesellschaftliche Entwicklungen, beispielsweise in den USA anschaut. Erstaunliches Debut der Autorin.
Das Buch startet mit einer Befragung der Protagonistin Teddy durch Agenten. Teddy ist ein „Püppchen aus reichem Hause“, Südstaaten, Texas, Dallas. Die Protagonistin erzählt aus ihrer Sicht die Jahre ihres Lebens nach dem Debütantinnenball. Man hat von Anfang an, ein Gefühl worauf das hinausläuft, es gibt aber doch sehr spannende Wendungen gegen Ende.
Die Autorin versteht es, einen sehr guten Eindruck davon zu zeichnen, welche Stellung Frauen in den USA (und natürlich auch in anderen Ländern) in den 60ern hatten, und welche Möglichkeiten ihnen offen standen. Beziehungsweise natürlich eher, welche nicht. Das ist erschreckend bedrückend geschrieben - bis hin, dass man sich fast beim lesen quält, weil man der Protagonistin auf die Sprünge helfen will - die gefangen ist in ihrer „erlernten“ Welt. Und es macht nachdenklich, was derzeit in der Welt durch autokratische Meinungsführer passiert.
Lesenswert. Eine Verfilmung kann man sich dabei sehr gut vorstellen…
„Teddy“ von Emily Dunlay gelesen von Cathlen Gawlich Verlag: Argon Hörbuch
Teddy ist ein fesselndes Porträt einer Frau, die zwischen den Erwartungen ihrer Herkunft und dem Drang nach Selbstbestimmung steht. Teddy Carlyle, aufgewachsen in einer wohlhabenden texanischen Familie, wird von ihrer Mutter und ihrem einflussreichen Onkel streng kontrolliert. Ihre Tante „Sister“, die sich den gesellschaftlichen Normen widersetzte, dient ihr als warnendes Beispiel – ein Schicksal, das Teddy unbedingt vermeiden will.
Nach einer überstürzten Heirat mit dem Diplomaten David Shepard zieht Teddy nach Rom, fest entschlossen, die perfekte Ehefrau zu sein. Doch ihre Vergangenheit lässt sich nicht so leicht abschütteln. Ein kompromittierendes Foto und die Begegnung mit einem Mann aus früheren Tagen bringen ihr sorgfältig konstruiertes Leben ins Wanken.
Nicht einmal perfektes Verhalten, gutes Aussehen und tadellose Manieren können den Schaden begrenzen.
Emily Dunlay gelingt es meisterhaft, die innere Zerrissenheit ihrer Protagonistin darzustellen. Teddy ist keine makellose Heldin – sie ist komplex, widersprüchlich und dadurch umso glaubwürdiger. Die Autorin zeichnet ein lebendiges Bild des Roms der späten 1960er Jahre, einer Stadt voller Glamour, Intrigen und gesellschaftlicher Umbrüche.
Cathlen Gawlich trifft den Ton perfekt. Ihre warme, fein nuancierte Stimme verleiht Teddy Tiefe, ohne sie zu überzeichnen. Man fühlt mit ihr, auch wenn man sie nicht immer versteht. Gawlich liest nicht nur – sie begleitet.
Teddy ist ein intensives Hörbuch über Selbstfindung, gesellschaftliche Erwartungen und den Mut, eigene Entscheidungen zu treffen. Eine klare Empfehlung für alle, die vielschichtige Charaktere und moderne historische Romane mit gesellschaftskritischem Fokus schätzen. Zeitlose, aktuelle Themen wie Selbstbestimmung, Geschlechterrollen, Rebellion gegen familiäre und gesellschaftliche Erwartungen sowie Frauenbewegung wurden ausgearbeitet.
Ich empfehle es allen, die Charaktere mit Tiefe und Geschichten mit Reibung suchen.
Das Buch ist spannend geschrieben und der Aufbau (der Beginn mit dem vermeintlichen Ende, die Rückblenden in Teddys Vergangenheit, die nach und nach ihre Geschichte ans Licht bringen) fesselt. Der Autorin gelingt es, das Lebensgefühl der 1960er einzufangen gepaart mit den Konventionen, denen Frauen zu dieser Zeit unterworfen waren und teilweise immer noch sind. Auch werden die Charaktere sehr bildhaft beschrieben. Die Handlung ist bis zum Schluss sehr gut durchkomponiert und das gesamte Werk in sich stimmig und lesenswert. Ein Pageturner, der trotz der ernsten Handlung Spaß macht und empowert!
Emily Dunlays Roman Teddy ist eine elegant erzählte Geschichte über Neuanfänge, gesellschaftliche Erwartungen und die bröckelnde Fassade eines scheinbar perfekten Lebens. Im Rom des Jahres 1969 entfaltet sich vor der schillernden Kulisse von Botschaftsempfängen, feinen Stoffen und flirrendem Sommerlicht das Leben der texanischen Diplomatenfrau Teddy Carlyle – eine Frau, die alles richtig machen will, um endlich nicht mehr negativ aufzufallen. Doch wie der Klappentext bereits andeutet: Manche Geheimnisse lassen sich nicht einfach unter neuen Kleidern und höflichem Lächeln verbergen.
Was mich sofort in den Bann gezogen hat, war der Vibe dieser Geschichte. Italien 1969, das mondäne Rom, die Atmosphäre zwischen Cinecittà-Glamour und diplomatischem Parkett – das ist nicht bloß Kulisse, sondern lebendige Stimmungsträgerin des Romans. Dunlay gelingt es meisterhaft, die Lesenden in eine Welt einzutauchen zu lassen, in der Ästhetik alles ist und trotzdem so vieles darunter schiefläuft. Die Szenen auf Botschaftsempfängen oder abendlichen Partys sind detailreich und stimmungsvoll beschrieben – man hört förmlich das Klirren der Gläser und das gedämpfte Murmeln eleganter Gespräche im Hintergrund.
Besonders berührt hat mich Teddys Blick auf ihre neue Rolle. Sie will sich beweisen, sich ein Leben schaffen, das glamourös, sicher und angesehen ist. Doch schnell wird klar, dass der schöne Schein nicht genügt – und dass sie trotz aller Anstrengungen nie wirklich dazugehört. Ihre Vorstellungen von Luxus und gesellschaftlicher Sicherheit zerschlagen sich, als sie merkt, wie knapp das Geld wird und wie oberflächlich viele der Beziehungen um sie herum tatsächlich sind. Der Roman zeigt auf subtile, aber eindrückliche Weise, wie eng das Korsett gesellschaftlicher Erwartungen geschnürt ist – besonders für Frauen. Teddys Versuch, in dieser Welt zu bestehen, erinnert schmerzhaft daran, wie wenig sich in manchen Bereichen seit 1969 geändert hat.
Gleichzeitig hatte ich beim Lesen nicht das Gefühl, dass Teddy ein Opfer ist – sie ist eine stille Kämpferin. Ihre Art, aufrecht zu bleiben, höflich, stilvoll, kontrolliert, auch wenn innerlich alles wankt, macht sie zu einer faszinierenden Figur. Doch genau darin liegt auch eine der Schwächen des Romans: Manchmal bleibt sie zu sehr auf Distanz. Ihre Zurückhaltung, ihr Wunsch, immer perfekt zu erscheinen, erschwert es, eine tiefere emotionale Bindung zu ihr aufzubauen.
Und dann ist da noch der Plot Twist gegen Ende. Ohne zu viel zu verraten: Ich habe ihn nicht kommen sehen – und das rechne ich dem Buch durchaus hoch an. Gleichzeitig war er so überraschend, dass er mich für einen Moment aus der Geschichte herauskatapultiert hat. Es wirkte fast, als wolle die Autorin am Schluss unbedingt noch einen Knalleffekt setzen. Für mich persönlich war das Ende dadurch eher verwirrend als befriedigend.
Insgesamt ist Teddy ein vielschichtiger Roman, der mehr bietet als bloßen Retro-Glamour. Er blickt hinter die Fassaden einer eleganten Gesellschaft und zeigt, wie viel Kraft es kostet, eine Rolle aufrechtzuerhalten, die einem von außen zugeschrieben wird. Trotz kleiner Schwächen bleibt die Geschichte in ihrer Atmosphäre und thematischen Tiefe im Gedächtnis – vor allem wegen ihrer leisen, aber eindrücklichen Kritik an einem Frauenbild, das leider auch heute noch allzu vertraut wirkt.
Das Cover hat mich total angesprochen, auch wenn der Klappentext nicht ganz so aufschlussreich war musste das Buch mit. Durch den Schreibstil mit kurzen Sätzen und dann wiederum intensiven Beschreibung der römischen Welt wurde man quasi immer weiter in die Gedankenwelt von Teddy gezogen. Allerdings war mir die Geschichte inhaltlich etwas zu flach und auch das Ende hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen.
Das sommerlich heiße, glamouröse Rom des Jahres 1969 ist das Setting für diesen Roman. Trotzdem würde ich ihn nicht als „Sommerbuch“ bezeichnen. Er geht weit tiefer und beschreibt die Befreiung einer jungen Frau von den Zwängen der Gesellschaft, der Familie und den sie umgebenden Männern. Eine unerwartet spannende Geschichte über eine starke Frau.
Fast schon ein Thriller
„Rom sollte meine Chance sein, jemand anders zu werden. Jemand Besseres.“ (S. 56)
1969: Teddy ist erst vor wenigen Stunden von einer Party nach Hause gekommen und hat eben das blutige Partykleid gegen ein unschuldiges weißes Hemd ihres Mannes David getauscht, als zwei Männer vor ihrer Tür stehen, um sich mit ihr zu „unterhalten“. Obwohl sie sich ihr nicht vorstellen oder ihre Namen nennen, weiß sie, dass sie vom Geheimdienst sind. Schließlich ist David Diplomat – und sie hat eine Dummheit begangen.
„Teddy“ von Emily Dunlay fängt an wie ein Thriller und hält dieses Niveau bis zum Schluss, denn der Elefant in Form des blutigen Kleides steht die ganze Zeit im Raum, während man erfährt, wie es dazu kam.
Teddy entstammt einer reichen, einflussreichen amerikanischen Familie. Ihr Onkel Hal ist Senator und wird als nächster Präsident gehandelt. Teddy ist im Überfluss, aber mit strengen Regeln aufgewachsen. Sie muss sich jederzeit kultiviert und höflich benehmen, perfekt aussehen, eher zu dünn als zu dick sein und darf sich nie in die Gespräche oder Geschäfte der Männer einmischen. Dabei ist sie nicht dumm, hat Kunstgeschichte studiert und betreut die Kunstsammlung der Familie – natürlich unentgeltlich. Sie ist schön, gilt als distanziert, unnahbar und seltsam. „Sie sind also ein seltenes und schönes Ding, das seltene und schöne Dinge sammelt.“ (S. 18) Kurz vor ihrem 35. Geburtstag hat sie sich einen Ehemann geangelt, der nichts von ihrem nicht ganz so braven Vorleben weiß. David ist amerikanischer Diplomat in Rom, umwirbt sie schnell und zielstrebig. Teddy hatte von einem glamourösen Party-Leben als Diplomatengattin geträumt, aber David versteckt sie regelrecht in seiner winzigen Wohnung, ist immer unterwegs und hält sie mit dem Geld knapp. Schnell wird klar, dass beide andere Vorstellungen von dieser Ehe hatten. Dann kommt endlich eine Einladung zum Gala-Dinner in der Residenz des Botschafters und Teddy will diese Chance nutzen. Sie brezelt sich auf, gibt sich weltgewandt – und macht alles falsch, lästern die anderen Frauen hinter ihrem Rücken. „Ich war nur ein kleines Mädchen, das Verkleiden spielte.“ (S. 82) Also bricht sie wieder aus und macht eine Dummheit, die allen Beteiligten das Genick brechen könnte. Doch das muss sie um jeden Preis verhindern. Sie wird zum Spielball der Mächtigen, gefangen in einem Netz aus Lügen und Wahrheiten, die sie nicht auseinanderhalten kann.
Teddy hat mir wahnsinnig leid getan und ich habe die Männer gehasst. Sie wird wie eine Schachfigur übers Brett geschoben: Von ihrer Familie (Onkel Hal zahlt Geld, als sie David heiratet – war das wirklich ein Hochzeitgeschenk?), von David, der niemandem sagt, dass er geheiratet hat, von seinem Chef, der zwar verheiratet, aber hinter allen Frauen her ist und die Probleme hinterher mit Geld löst, und ein paar anderen Männern. Männer, die über sie, ihren Körper und ihr Geld verfügen. Denn obwohl sie das Geld mit in die Ehe bringt, darf nur David hat drüber verfügen, weil sie „nur“ eine Frau ist. Und Teddy lässt es geschehen, weil sie es nicht besser weiß, weil sie still und duldsam sein soll, weil sie sich geschmeichelt fühlt und weil sie meint, die „Bestrafungen“ verdient zu haben, denn danach kommt sicher endlich die von ihr erhoffte Belohnung. Freiheit von ihrer übermächtigen Familie. Eine eigene, glückliche Familie und Kinder.
Aber zum Glück ist Teddy für eine echte Überraschung gut, denn dieses Ende hatte ich nicht erwartet. Sie erkennt endlich, dass sie gar nicht so klein, unbedeutend und ein Spielball bleiben muss. „Zu wissen, dass man die intelligenteste Person im Raum ist, kann gefährlich sein; ich fand es oft sicherer, dumm zu wirken.“ (S. 93)
Ein wahnsinnig spannendes Buch über eine Frau, die viel stärker ist, als es scheint, und Geheimnissen, die endlich ans Licht drängen. #lesehighlight
Tolle Sommerlektüre für alle die Liebesromane nicht brauchen und ein bisschen Lust auf Intirgen, Geld, Macht und den Blick in die Psyche einer gebrochenen Frau haben.
. Lust auf „Mad Men“ meets Politik in Rom aus Sicht einer Frau? Dann solltest du ganz schnell zu „Teddy“ greifen.
Ich hab die Reise in die 60er Jahre sehr genossen!
Geld, Macht, Lügen, politische Intrigen und der tiefe Blick in die Psyche einer Frau erwarten dich in dieser Geschichte! Absolut empfehlenswert! 4,5/5 ⭐️
. Aber worum geht es genau…
Teddy entstammt einer texanischen Familie mit großen politischen Ambitionen. Die Familie atmet auf, als Teddy mit Mitte 30 endlich heiratet und mit ihrem Ehemann, der für das Außenministerium arbeiten navh Rol zieht. Dort möchte sie ihre Vergangenheit hinter sich lassen und die glamourösen Frau werden, die sie immer sein wollte und vor allem ihre Familie wollte, die sie ist. Zunächst läuft es ganz gut, bis Teddy innerlich immer mehr zu kämpfen hat und ihr neuer kleiner Job im Außenministerium mehr Schwierigkeitek bringt als erwartet. Sodass Teddy ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen muss.
. In „Teddy“ folgen wir Teddy als Ich-Erzählerin in der Gegenwart, sowie Vergangenheit. Wir springen immer wieder zwischen den Zeiten, dadurch erfahren wir immer mehr über Teddys Vergangenheit, die ziemlich interessant ist. Wir lernen Teddy sehr gut kennen und erhalten einen tiefen Blick in ihre Gedanken und Psyche.
Ebenso spiegelt dieser Roman sehr gut den Zeitgeist der „oberen Schicht“ der 60er Jahre wieder. Das verstörende Frauenbild und dessen fatale Folgen, die sich unter anderem in Diätwahn und Tablettenabhägigkeit widerspiegeln.
Quasi, wie ein Blick hinter die Kulissen.
Trotzdem war es sehr spannend in diese Zeit einzutauchen und Schritt für Schritt Teddys Geschichte zu erleben. Am liebsten wäre ich aber an einigen Stellen ins Buch gesprungen, hätte Teddy in den Arm genommen und ihr die Welt erklärt.
Eine gebrochene Frau, wie es sie damals wahrscheinlich viel zu oft gab.
Wobei ich mich am Ende gefragt habe, habe ich alle Facetten von Teddy kennengelernt oder hat uns die Autorin einfach etwas verschwiegen und es ist uns selbst überlassen, wie wir zu Teddy stehen?!?!
Alle anderen Charaktere sind ebenfalls sehr realistisch und authentisch dargestellt. Als Leser sind ihre Handlungen vollkommen nachvollziehbar.
Dieser Roman ist ein faszinierendes Gesamtpaket an politischen Intrigen, Geld, Macht, Familiengeheimnisse, Diätwahn, Tablettenmissbrauch, Manipulation und trotz der doch schweren Themen hat es Dunlay geschafft mit ihrem lockeren Schreibstil eine perfekte Sommerlektüre zu schreiben. ( Für alle denen Liebesromane zu langweilig sind 😁) Jedoch ist mir als ich das Buch das erste Mal gesehen hab, dieses wunderschöne Cover am meisten aufgefallen! Simple, aber ich liebe es!
„Teddy“ lässt uns als Leser in eine Zeit der Gegensätze eintauchen… auf einer Seite die glamourösen Parties der 60er und auf der anderen Seite die politischen Machtkämpfe zwischen Politikern und Ländern.
Und im Prinzip ist es eigentlich immer noch so oder?
Einen Kritikpunkt habe ich jedoch…
Ich denke an einigen Stellen hätte man sich auch kürzer fassen können. Aber das ist wohl meckern auf allerhöchsten Niveau.
Also für mich ist „Teddy“
eine absolute Leseempfehlung!
„Teddy“ von Emily Dunlay war ein sehr aufreibendes Buch für mich.
Das Buch handelt von der Amerikanerin Teddy, die mit ihrem Mann, der in der amerikanischen Botschaft in Rom arbeitet, ein aufregendes Leben in den 1960er Jahren führt.
Das Buch lebt davon, das Teddys Charakter sehr gut beschrieben wird und man mit der Zeit immer mehr hinter ihre Fassade blicken kann.
Teddys Family ist froh, als sie mit Mitte 30 endlich verheiratet wird. Sie hat die letzten Jahre Schwierigkeiten gehabt, sich in der perfekten Welt ihrer politisch aktiven Eltern zurecht zufinden und die perfekte, adrette Tochter zu sein, die sie sein musste.
Nun freut sie sich auf Rom und einen Neuanfang mit ihrem Mann. Doch kann sie manchen Versuchungen nicht wiederstehen und so verstricken sich die Begebenheiten immer mehr miteinander und Teddy hat Schwierigkeiten sich wieder zu finden.
Das Buch hat mir unglaublich gut gefallen. Teddy tat mir irgendwann nurnoch leid, weil sie eben nicht die starke Diplomatin ist, für die man sie zu Beginn halten würde.
1969:Teddy, Tochter aus reichem Hause, mittlerweile Anfang 30, lässt sich mehr oder weniger durchs Leben treiben. Um nicht als "alte Jungfer" zu enden, nimmt sie den erstbesten Verehrer zum Mann und folgt ihm nach Italien, wo dieser in der amerikanischen Botschaft arbeitet. Während David oft beruflich unterwegs ist, verplempert Teddy ihre Tage mit Shoppen und Schlafen. Erst als sie zu Feierlichkeiten in der Botschaft als Begleitung ihres Mannes eingeladen wird, sieht sie ihre Chance, als mondäne Frau zu glänzen, verstrickt sich aber durch ihre fast schon kindliche Naivität ständig in irgendwelche dubiosen Machenschaften.
Es hätte ein Roman mit starker, interessanter, emanzipierter Hauptfigur sein können, aber Teddy war mir persönlich die meiste Zeit einfach nur unsympathisch. Das einzige, wofür sie sich interessiert, sind Schuhe, Taschen, Markenkleidung ("ich verstehe nicht, warum mich die anderen nicht mögen, immerhin trage ich ein Kleid von Valentino!"), was sie oft sehr oberflächlich und sehr klischeehaft wirken lässt. Der Erzählstil war zwar ganz ok, die Geschichte selbst aber nicht wirklich spannend. Ich hatte auf eine Alternative zu "Eine Frage der Chemie" gehofft. Das ist es hier aber sicher nicht.
Leider für mich sehr enttäuschend gewesen.