16. Mai
Rating:4.5

Tolles Buch

Die Geschichte ist sehr informativ aberbauxh sehr nüchtern aus der Sicht von Kim Jiyoung geschrieben. Schon tragisch.. aber geht es nicht allen Frauen so..klar ist es von Land zu Land unterschiedlich. Aber gerade mit der Entscheidung ein Kind zu bekommen, gibt man quasi sein bisheriges Leben auf. Man verliert ein Teil seines Freundeskreises, man verliert meistens seinen Job, man kämpft um Kindergartenplätze oder gute Schulbildung und darum seine Kinder gut zu erziehen.. meistens verliert man sich selbst dadurch ein Stück weit

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
14. Mai
Rating:5

Ich wollte beim Lesen einfach nur schreien und mir die Haare ausreißen

Eine sachliche, mit Fakten und Quellenangaben versehene Wiedergabe der systemischen Unterdrückung und Benachteiligung von Frauen in Korea, im Rahmen einer fiktiven Erzählung. Genau sowas hätte ich gern über Deutschland gelesen. Es ist hier wahrscheinlich sehr viel besser, aber immer noch nicht gut und ich denke mehr Frauen sollten darüber nachdenken, was es WIRKLICH bedeutet im Patriarchat Kinder zu bekommen.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
26. Apr.
Rating:4

Alte Rollenbilder in einer "modernen" Welt

Als Bericht des Therapeuten ist die Geschichte nüchtern erzählt und bietet einen harten Einblick in das Leben von Jiyoung. Keine Emotionen, fast wie ein Sachbuch. Das ist für solche Themen ungewöhnlich. Allerdings haben mich die direkten, pointierten Aussagen zu Benachteiligung, Unterdrückung und Sexismus (teilweise mit Fußnoten) sehr aufgewühlt.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
22. Apr.
Rating:4

You call it weird girl lit - I call it reality

Jiyoung ist jung, hat gerade ihr erstes Kind bekommen und fängt an sich komisch zu benehmen. Sie hat regelrechte Aussetzer bei denen sie zunächst verwirrt wirkt, dann fällt ihrem Mann aber nach und nach auf: Jiyoung scheint zu glauben sie sei eigentlich eine andere. Wie konnte es dazu kommen? Wie konnte Jiyoung so den Bezug zur Realität - ja sogar zu sich selbst verlieren? „Kim Jiyoung, Born 1982“ erzählt vom aufwachsen und Leben von einer typisch koreanischen Frau. Die vom Patriarchat in der eigenen Familie, dem Umfeld, während der Schule und später der Universität und schließlich in der Arbeitswelt betroffen ist. Eine ungewöhnliche Geschichte aber im Kern tatsächlich doch so gewöhnlich: denn Jiyoungs Leben entspricht genau der durchschnittlichen Realität einer Frau in Korea. Ein fantastisches Buch und ein wunderbarer Schreibstil der Fiktion mit wissenschaftlicher Evidenz verbindet.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
16. Apr.
Rating:5

Dieses Buch ist so wichtig! Ich dachte direkt: "Das müssen vor allem Männer lesen." Der sachliche Stil, der Alltagssituationen einer Frau erzählt, zeigt, wie normal es für die Gesellschaft ist. Ich lebe nicht in Korea aber habe mich oder andere Frauen in meinem Bekanntenkreis in so vielen Situationen wiedererkannt. Es lässt mich unfassbar wütend und hilflos zurück.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
16. Apr.
sachlich durch ein frauenleben im patriarchat
Rating:4

sachlich durch ein frauenleben im patriarchat

dieses buch erzählt in sachlicher manier das leben von jiyoung, die 1982 geboren wurde, in verschiedenen abschnitten ihres lebens nach. es erzählt, das sie und ihre schwester schon von klein auf im haushalt helfen und es vom bruder nicht erwartet wird. es erzählt wie generationen von schwestern ihre berufswünsche zurückgestellt haben, um ihre brüder finanziell zu unterstützen und ihnen die beste bildung zu ermöglichen. es erzählt, dass in den chefetagen nur männer sitzen und es total normal ist, wenn sie beim geschäftsessen anzügliche bemerkungen über sich selbst ergehen lassen muss. es erzählt, wie bei nachgewiesenen sexuellen übergriffen, keine konsequenzen für die täter drohen aber auf sie eingeredet wird, mit den vorwürfen die leben der täter kaputtzumachen. kurz: es erzählt das leben einer frau im patriarchat.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
11. Apr.
Rating:4

Wenn Erwartungen ein Leben formen

Das Buch ist eine kurze, aber unglaublich ehrliche Prosa, die nicht nur für Südkorea spricht, sondern für Frauen auf der ganzen Welt. Die Geschichte gibt uns einen Überblick über Kim Jiyoungs Leben. Von ihrer Geburt über Kindheit und Schulzeit bis hin zur Arbeitswelt, dem Muttersein und ihrem weiteren Erwachsenwerden. Schon früh beobachtet sie die Welt um sich herum und lernt, sich anzupassen. Eine Anpassung, die eng mit dem Frausein verbunden ist: geprägt von Druck, Traditionen und Erwartungen. Immer wieder wird deutlich, dass von ihr erwartet wird, jede Rolle zu erfüllen, die einer Frau zugeschrieben wird. Sie versucht, all dem gerecht zu werden. Und doch schafft sie es nicht, aus diesem Kreislauf auszubrechen. Der Druck hinterlässt Spuren. Sie wird krank, erschöpft und depressiv. Beim Lesen war ich stellenweise sprachlos, müde und gleichzeitig wütend. Vor allem deshalb, weil ich mich als Frau in vielen Momenten dieser Erzählung wiedergefunden habe. Genau das macht dieses Buch zu so einem starken Sprachrohr. Die Autorin schafft es, Erfahrungen sichtbar zu machen, die oft übersehen oder als selbstverständlich hingenommen werden. Der Schreibstil ist passend direkt und minimalistisch gehalten. Ohne große Ausschmückungen trifft er genau ins Schwarze und verstärkt die Wirkung der Geschichte. Nur das Ende hat mir persönlich überhaupt nicht gefallen. Ich hätte mir gewünscht, mehr über Kim Jiyoung selbst zu erfahren und ihre Geschichte ausklingen zu sehen. Stattdessen übernimmt ihr Therapeut das letzte Wort und spricht zunehmend über sie und schließlich über sich selbst. Es wirkte fast so, als würde ihre Geschichte aus der Hand genommen und zu seiner werden. Das hat mich ehrlich gesagt etwas unzufrieden zurückgelassen. Trotzdem bleibt dieses Buch für mich eine eindringliche und wichtige Lektüre, die lange nachhallt und zum Nachdenken zwingt.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
6. März
Rating:3.5

Ein wichtiges und spannendes Thema!

Ich habe das Buch Kim Jiyoung, geboren 1982 von Cho Nam-joo gelesen und finde, dass es ein sehr wichtiges und großes Thema behandelt. Es geht um die Rolle der Frau in der Gesellschaft und um die Ungleichbehandlung, die viele Frauen immer noch erleben. Heutzutage ist es zwar immer noch so, dass Frauen in der Arbeitswelt und auch in anderen Lebensbereichen teilweise benachteiligt werden. Allerdings habe ich persönlich das Gefühl, dass es nicht mehr ganz so schlimm ist wie früher. Trotzdem finde ich es sehr wichtig, dass darüber gesprochen wird und dass Frauen weiterhin mehr Gleichberechtigung bekommen. Obwohl mir das Thema grundsätzlich nicht fremd ist, war ich dennoch überrascht und teilweise auch etwas verärgert darüber, wie viele Mädchen und Frauen in Korea ungerecht behandelt wurden – und wahrscheinlich auch heute noch werden. Das Buch zeigt viele Situationen aus dem Alltag, die deutlich machen, mit welchen Erwartungen und Schwierigkeiten Frauen konfrontiert sind. Der Schreibstil des Buches ist sehr leicht und verständlich. Dadurch lässt sich die Geschichte schnell lesen und man kann das Buch problemlos in wenigen Tagen durchlesen. Allerdings sind mir hin und wieder kleine Übersetzungsfehler aufgefallen. Außerdem gab es einige Zeitsprünge und Formulierungen, bei denen ich das Gefühl hatte, dass man sie heutzutage im Sprachgebrauch eher nicht mehr so verwendet. Insgesamt fand ich das Buch interessant und es hat zum Nachdenken angeregt. Allerdings hat mir an manchen Stellen etwas mehr Ausführlichkeit gefehlt. Besonders hätte ich gerne mehr über den Bruder und die Schwester erfahren, da diese Figuren kaum weiter aufgegriffen wurden. Aus diesem Grund würde ich dem Buch etwa 3,5 bis 4 von 5 ⭐️ geben. Es ist definitiv ein lesenswertes Buch mit einem wichtigen Thema, aber für mich persönlich war es kein absolutes Highlight.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
28. Jan.
Mein Herz schmerzt für all die Frauen vor mir und ihre verstummten Träume 💔
Rating:5

Mein Herz schmerzt für all die Frauen vor mir und ihre verstummten Träume 💔

Ganz ohne Übertreibung ist "Kim Ji-young, Born 1982" eines der besten Horrorbücher, die ich seit langem gelesen habe, obwohl es vollkommen ohne klassische Horrorelemente auskommt... "Kim Ji-young, Born 1982" ist ein sozialer Kommentar, der unter die Haut geht, wütend macht und lange nachhallt. Ein Thema, das auch noch zehn Jahre nach Erscheinen erschreckend aktuell ist. Auf den ersten Blick erzählt dieses Buch nichts Außergewöhnliches. Es präsentiert keine bahnbrechenden Enthüllungen und enthält keine überraschenden Wendungen. Doch das muss es auch nicht. Es musste nichts Neues erfinden, damit sich Frauen in dieser Geschichte wiederfinden. Die dargestellte strukturelle Benachteiligung, allein aufgrund des Frauseins, ist eine weltweite Erfahrung. Cho Nam-joo hält der Gesellschaft schlicht einen Spiegel vor und trifft damit einen empfindlichen Nerv. Es gab unzählige Momente in diesem Buch, die mir vor Wut die Haut kribbeln ließen. Situationen, die kaum auszuhalten sind, weil man sie kennt oder selbst erlebt hat. Umso dankbarer bin ich Cho Nam-joo dafür, diese Geschichte mit konkreten nationalen Fakten zu untermauern. Dadurch wurde die Erzählung nicht nur persönlich, sondern auch politisch und lehrreich.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
17. Jan.
Rating:4

Nicht umsonst hat dieses Buch das “4 B Movement” in Korea und der Welt allgemein verstärkt. Die Auswirkungen sind jetzt schon stark zu spüren. Informatives Buch das, dass Leben einer 1982 geborenen Frau und deren “Rechte” darstellt aber auch auf die langsame Evolution der Unterschiedlichen weiblichen Generationen hinweist. Lesenswert wenn auch bestimmt etwas zu sehr verharmlost…

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
16. Jan.
Unfassbar Gutes Buch über
Rating:5

Unfassbar Gutes Buch über

Das Leben einer Frau in Nordkorea. Ich habe wirklich einige Male wirklich sprachlos hier gesessen und war einfach unfassbar wütend auf dieses ganze scheiß system das Frauen einfach nicht die möglichkeit bietet ihr Potenzial auszuschöpfen. Ich war wütend ich BIN wütend, denn ich konnte uns Frauen in so vielen Zeilen immer wieder erkennen. Ich wünsche mir das das Leben sich irgendwann mal zu unserem Gunsten entwickelt, für alle Frauen auf der Welt.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
10. Jan.
Rating:4

03/2026 „Während Jungs sich ganz natürlich als Erste in die Schlange stellten, als Erste ihr Referat halten durften und ihre Hausaufgaben als erstes kontrolliert wurden, warteten Mädchen still darauf, an die Reihe zu kommen, manchmal ein bisschen gelangweilt, manchmal erleichtert, aber niemals irritiert darüber.“

Ein Buch, das viele, wenn nicht sogar jede:r lesen sollte. Ganz nüchtern und sachlich erzählt die Autorin über die Unterdrückung von Frauen in Korea in jeder noch so kleinen, aber auch großen Situation. Das Buch wirkt fast wie ein Bericht und bringt ohne viel Dramatik eine starke Normalität mit sich – was es ehrlicherweise noch erschreckender, aber auch nahbarer macht. Sie lässt dabei Raum für eigene Emotionen, Interpretationen und Erfahrungen und erklärt Dinge nicht bis zum Ende, sondern lässt diese auch mal einfach so stehen. Eine ganz bedrückende Geschichte in der sich glaube ich jede Frau - leider - wiedererkennen kann. Und: Bei den Angaben von tatsächlichen Studien, Verweisen und Referenzen hat natürlich mein Strategie Herz höher geschlagen.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
2. Jan.
Rating:3

Ein wichtiges und erschreckendes Thema zugleich. Man erfährt einiges über das Leben einer Frau in Südkorea. Hab es innerhalb von zwei Zügen verschlungen, die Sprache lässt sich also gut lesen und das Ende ist mir im Gedächtnis geblieben. Manche Passagen erinnern allerdings an ein Sachbuch (durch die eingebauten Fakten), wodurch ich nicht ganz in die Geschichte eintauchen konnte.

Die Protagonistin (stellvertretend für die Realitäten von vielen südkoreanischen Frauen) erfährt von der Kindheit auf bis hin zum Eheleben Ungerechtigkeiten und Schmerz, ausgelöst durch das patriachale System. Die Erzählungen werden in Zeiträumen unterteilt. In den Rollen als Schwester, Tochter, Studentin, Freundin, Arbeitskollegin und schließlich Ehefrau und Mutter muss sie ständig zurücktreten und gleichzeitig immer mehr leisten ohne jemals wirklich die gleichen Chancen zu erhalten, wie es den Männern automatisch zugeschrieben wird.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
29. Dez.
Eindringlich und empörend.
Aber das Ende hat für mich nicht ins Bild gepasst.
Rating:4

Eindringlich und empörend. Aber das Ende hat für mich nicht ins Bild gepasst.

Ja, ich verstehe warum der Roman immer wieder empfohlen wird. Ich finde den Blick der vielen Frauen sehr unterschiedlicher Generationen mit den verschiedenen Anforderungen an sich selbst und andere sehr spannend. Auch sehr interessant ist die Verknüpfung und die Art wie die Frauen mit ihrer Rolle und dem Druck umgehen. Das Gemeinschaftsgefühl und die Abgrenzungen, die Gesellschaft und auch die Historie des Landes mit dem Wachstumsanspruch und besonders ein Thema war enorm faszinierend: die Wahrnehmung der Mutterrolle in der Gesellschaft. Ein Punkt jedoch hat sich für mich sehr fehl am Platz angefühlt: der Arzt. Das Ende war merkwürdig abgeschnitten und unbefriedigend offen.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
29. Dez.
Rating:4

„Jiyoung dachte damals, dass eine Mutter einfach nur eine Mutter sei, und lachte, weil ihr die Worte irgendwie absurd vorkamen.“

„Kim Jiyoung, geboren 1982“ erzählt ruhig, fast sachlich – und trifft gerade deshalb so hart. Ohne große Dramatik zeigt Cho Nam-Joo die kleinen, alltäglichen Ungerechtigkeiten, die sich über Jahre ansammeln und zermürben. Vieles wirkt erschreckend normal, beinahe unspektakulär und genau das macht die Lektüre so eindringlich. Der Roman verzichtet bewusst auf Trost oder einfache Auswege. Hoffnung schimmert nur selten durch, stattdessen bleibt ein nüchterner Blick auf strukturelle Ungleichheit und festgefahrene Rollenbilder. Kein leichtes Buch, aber ein wichtiges – leise erzählt und gerade deshalb lange im Kopf.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
2. Nov.
Rating:4.5

"The world had changed a great deal, but the little rules, contracts, and customs had not, which meant the world hadn’t actually changed at all." This story packs a serious punch! Kim Jiyoung, Born 1982 is an unusual book and I can see how it isn't for everyone. It's a combination of fiction and facts, including footnotes referencing actual data on women in the workplace, housewives, the hoju system and abortions. It's a very particular writing style. Very dry and detached with the numbers to back up the text. What it really is, for me, is a novelization of the true story of gender inequality in Korea. It starts very odd, withKim Jiyoung exhibiting some very unusual behaviour. Sometimes she will talk like she is someone else, or make inappropriate comments while visiting family. Then we go back in time and follow Jiyoung through her life. We see her giving everything to become a working woman with her own income. We see her met with challenge after challenge, rejection after rejection. We see her living in fear of predatory boys and handsy teachers. We see fetuses being aborted for being the wrong gender and women's bodies becoming the subject of job interview questions. This is not a light feel good read, I don’t know how anyone could not be angry reading this book. I was furious and visibly shaking throughout the story. This book led to a fierce debate about sexism in Korea. Some months before its publication, the "Gangnam murder" shook up the country. A woman was murdered at a metro station and the murderer said that he had been ignored by women for so long that he could not stand it anymore. This hate crime fueled the #metoo movement in Korea, but there was also backlash. K-Pop singers and celebrities who read Cho Nam-Joo's feminist novella (which is largely based on the author's personal exprience) were attacked and threatened on the internet. When the book was turned into a movie, the actors and actresses got under attack as well.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
8. Okt.
Rating:4

Ein superwichtiges Buch! Ein Must-Read

Das Buch erzählt die Lebensgeschichte einer Frau. Der Schreibstil ist sehr gut und setzt sich mit wichtigen Themen im Leben einer Frau auseinander. Es spricht viele gesellschaftskritische Aspekte an und scheut sich nicht vor der harten Wahrheit. Leider sind das keine Probleme die der Vergangenheit angehören. Feminismus ist ein super wichtiges Thema, womit sich jeder mal auseinander setzen sollte. 💪 Es ist die Geschichte einer Frau aber dennoch spiegelt sie das Leben Tausender wieder.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
4. Sept.
Rating:4.5

Frauenfeindliches Verhalten in Korea in einer nüchternen Romanform beschrieben , die spitze ist!

Es geht um eine Protagonistin, die zu Beginn des Buches ein seltsames Verhalten zeigt, welches auf psychische Probleme hinweist. Rückwirkend wird ihr Leben ab der Geburt ,mit den Hinweisen auf frauenfeindliches und diskriminierendes Verhalten, beschrieben. Zwischendurch werden immer wieder Studien/ Recherchen eingebracht, so dass man die wahren Zahlen von Frauendiskriminierung vor Augen hat. Der Schluss hat mich nochmal etwas frustriert… da man das Gefühl bekommt, es ändert sich nicht wirklich etwas. Aber genau mit diesem Schluss ist es ein sehr, sehr gutes Buch! 📕

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
3. Sept.
Rating:5

Female rage at it‘s very best

„The world had changed a great deal, but the little rules, contracts and customs had not, which meant the world hadn't actually changed at all“ If you don’t feel rage after closing this book, we cannot be friends. Honestly, this book left me gutted = sad for women, disgusted by men (not all, but somehow always). It’s not just fiction, it’s everyday life spelled out so plainly it hurts. The statistics included in the text and the blend of fiction and non-fiction made this even more powerful. It made me angry in the best possible way. “You’re right. In a world where doctors can cure cancer and do heart transplants, there isn’t a single pill to treat menstrual cramps.” Her sister pointed at her own stomach. “The world wants our uterus to be drug-free. Like sacred grounds in a virgin forest.”

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
31. Juli
Rating:5

Kim Jiyoung, Born 1982 is a powerful, eye-opening novel that quietly exposes the everyday sexism women face from childhood through adulthood. Cho Nam-Joo tells Jiyoung’s story with clarity and empathy, blending fiction with real-world statistics to highlight how deeply gender inequality is woven into society. The book is simple in style but emotionally impactful — a reminder that what’s “normal” for many women is actually unjust. It’s a must-read for anyone seeking to understand the quiet struggles that shape countless lives. Unsettling, honest, and deeply human.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
28. Juli
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Rating:5

Ich kann es nicht in Worte fassen wie wunderschön und traurig das Buch zugleich war. Kim Jiyoung ist nur eines der vielen Beispiele von Frauen in Korea. Unter welchen Seelenschmerzen sie leiden müssen. Was sie alles aufgeben müssen. Wozu sie alles ohne ihre Zustimmung ,,gezwungen‘‘ werden. All diese klassischen ,,Jungen sind die besten, jeder sollte nur Jungen gebären, Mädchen taugen nichts‘‘ Sprüche, werden hier zu 100% ausgeführt. Das Leben dieser Frau zeigt einfach nur die Realität. Die meisten Mütter gewähren Mädchen, haben jedoch auf einen Jungen gehofft und probieren es so lange weiter, bis es einer wird. Die Mädchen werden zu Hausarbeit und hohen Leistungen angeregt, während der Junge definitiv bevorzugt wird. Das geht das ganze Leben so weiter. In der Schule, im Studium, im Berufsleben zeigt sich oft, dass Männer in der Gesellschaft höher angesehen werden. Die meisten Frauen haben eine exzellente Ausbildung und bekommen trotz dieser nur zu 20-30% den Job. Doch ein Mann, mit nicht so guten Ergebnissen wird genommen ,,er ist leistungsfähiger‘‘ ist immer die Ausrede. Auch die sexuelle belästigung ist hier ein Thema, was gut beigebracht wurde. Mädchen werden verfolgt, begrabtscht oder sonst was und die armen denken, dass es ihre Schuld ist. Diese Schuld wird von der Gesellschaft, besonders von den Männern eingeredet, obwohl das totaler Quatsch ist!! Auch bei der Schwangerschaft müssen die Frauen den kürzeren ziehen, ihren Job aufgeben, der ihnen in den meisten Fällen gut getan hat, sie erfüllt hat und ihnen Spaß gemacht hat. Sie müssen sich vollstes ihrem Kind widmen, ohne dass der Mann etwas im Haushalt macht, nur arbeiten geht. Kim Jiyoung steht für Hunderttausende bis Millionen oder sogar Milliarden von Frauen, die dasselbe erlebt haben wie sie. Ein anfangs erfülltes Leben, dass sich später gegen sie wandte, nur weil sie als das ,,falsche Geschlecht‘‘ geboren wurden. Die Gesellschaft läuft immer noch nach den Bildern des Mittelalters, indem der Mann das Oberhaupt war und die Frau nur die ,,Sklavin‘‘ des Mannes war. Es tut einfach weh zu wissen, dass eine so wundervolle Frau wie Jiyoung den Schimmer ihres Lebens verlor und die Gesellschaft sie so mit Vorwürfen und Beleidigungen bedrängten und zudröhnte bis sie langsam aber sicher ,immer weiter von innen brach bis sie nur noch ein Körper war, ohne eine Seele. Sie wurde psychisch krank und verlor alles an ihr selbst. So geht es soo unfassbar vielen Frauen IMMERNOCH. Es tut einfach nur weh. Dieses Buch ist wirklich ein must read für jeden, ganz besonders für junge Frauen/Teenager. Es lehrt so viel fürs Leben, zeigt Schattenseiten und einfach wie das Leben von Frauen in einem anderen Land aussieht.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
21. Juli
Rating:4.5

Ich habe bisher noch kein ähnliches Buch gelesen. Ich mochte die Mischung aus faktischen Darstellungen und der Fiktion richtig toll. Es war gut und gleichzeitig so schlimm. Dieses Buch hat aufgezeigt, wie stark diese patriarchalen Strukturen in Korea (und sicherlich in vielen anderen Ländern) noch immer sind. Die Geschichte von Kim hat ganz viele Emotionen bei mir hervorgerufen - allem voran Wut und Frust. Ich war so wütend auf das System, auf den Umgang mit Frauen, das fehlende Verständnis, das ständige Benachteiligen und das Wegsehen der Männer. Ich bin jünger und in einem Land aufgewachsen, in dem Frauen sich schon viel erkämpft haben und trotzdem habe ich so viele Situationen aus meinem Leben bzw. aus meinem Umfeld wiedererkannt. Ich finde dieses Buch sollten so viele Menschen, wie nur möglich lesen. Auch wenn es sehr biografisch ist, konnte ich es schnell durchlesen und hatte auch einen guten Lesefluss.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
8. Juli
Rating:4

Dieses Buch scheint all die kollektiven, oft unausgesprochenen Frustrationen des Frauseins in einer patriarchalen (und nebenbei kapitalistischen) Gesellschaft aufzugreifen - ohne sie zu überzeichnen. Ohne belehrend zu wirken oder zwangsweise überzeugen zu wollen, öffnet es behutsam aber klar die Augen für die Verletzungen und Ungerechtigkeiten, die Frauen erfahren. Es verleiht dem diffusen Gefühl von Unrecht eine Sprache- und erlaubt einem endlich die Frust, die nie einen Namen hatte, zu benennen.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
2. Juli
Eine ernüchternde Geschichte mit viel Charme geschrieben.
Rating:5

Eine ernüchternde Geschichte mit viel Charme geschrieben.

Die Geschichte von Jiyoung ist eine, wie leider von vielen anderen Frauen, nicht nur in Korea, sondern auf der ganzen Welt. Was mir persönlich gefallen hat, ist die Mischung aus der Geschichte, Realität und Fakten Man bekommt einen guten Einblick in die Lage der Frauen und den unterschiedlichen Einstellungen und Erfahrungen zu den Männern und deren Leben. Einfach geschrieben und somit super leicht zu lesen. Ein schönes Buch für zwischendurch.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
27. Juni
Rating:4.5

Ich bin so wütend!

Zuerst einmal: ich fand das Buch gut geschrieben und sehr informativ. Auf die für koreanische Bücher typische nüchterne Art wird das Leben von Jiyoung erzählt, von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Aber die Unterdrückung der Frauen, und dass sich für sie nichts bessert obwohl sich viele dagegen auflehnen und kämpfen macht mich soo sauer. Da wird einem als Frau wieder bewusst, wie gut wir es aktuell haben und wie weit wir es hier in Europa mit der Gleichberechtigung schon geschafft haben. Auch wenn es bei uns noch nicht perfekt ist.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
26. Juni
Rating:5

Ein Buch, welches jeder ein Mal gelesen haben muss, unabhängig vom Geschlecht. Es zeigt die kulturelle, nicht die religiöse, Rollenverteilung zwischen Frau und Mann in der Gesellschaft. Ein Werk, das klar und verständlich die Schwierigkeiten im Leben einer Frau zeigt, mit welchen familiärem und auch gesellschaftlichem Druck sie ihr Leben gestalten. Welchen Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse und aber auch Träume unterdrückt und vernachlässigt werden. Auch wenn es vielleicht kein Buch welches aus westlicher Herkunft ist, bin ich mir sicher, dass jede Frau sich in vielen Aspekten dieses Buches wiedererkennen oder sich vielleicht sogar selbst schon einmal in einer vergleichbaren Situation befunden hat.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
9. Juni
Rating:4.5

Auch ein Buch für Männer

Die Geschichte von Kim zeigt die ganz vieler kluger Frauen,nicht nur in Südkorea, die Kinder und Selbstverwirklichung wollen. Mir gefällt der nüchern-sachliche Ton im Buch, der auch Emotionen und Hoffnungen nicht auslässt. Es zeigt einmal mehr, dass selbst noch so bewusste Entscheidungen, Planungen und Fleiß nicht gegen eine toxische Struktur ankommen. Und dass reflektierte und verständnisvolle Partner ein Anfang,aber noch lange kein Zeichen für erreichte Gleichberechtigung sind.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
30. Mai
Rating:4.5

Feminismus ohne Shaming

Dieses Buch umreißt Geschlechterunterschiede ohne mit dem Finger auf jemanden zu zeigen oder zu Aktivismus aufzurufen. Anhand des Lebens der Figur Jiyoung Kim werden gesellschaftliche Ungleichbehandlungen, die Frauen erfahren müssen, ruhig, aber bestimmt, projiziert und vor Augen geführt. Dass in Korea der "Klassenkampf" noch ausgeprägter ist, als bei uns in Mittel- und Westeuropa, spielt dabei keine Rolle, jeden wird sich selbst oder aus Erzählungen seine Mutter oder Großmutter in Situationen wiedererkennen. Man sollte nicht verkennen, dass es sich hier um Literatur handelt, die auch als solche gelesen oder zumindest betrachtet werden sollte, und nicht um die "einfachere" Feierabend-Lektüre. Es gibt keine spannenden Szenen oder Romantik, dafür aber ergreifende Situationen und kluge, stilistische Textstellen die von dem fachlichen Können der Autorin zeugen und einen auch gerne wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Dennoch ist die Sprache einfach genug, dass es die breite Masse ansprechen kann und auch von vielen in die Hand genommen werden sollte. Meiner Meinung nach ein wertvolles Buch für jeden, der sich für gesellschaftliche Strukturen interessiert.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
27. Mai
Warum dieses Buch dich wütend macht (und das ist gut so)
Rating:5

Warum dieses Buch dich wütend macht (und das ist gut so)

Stell dir vor, du liest ein Buch und merkst: Verdammt, das bin ja ich. Nicht komplett – aber genug, dass es weh tut. So ging es mir mit Kim Jiyoung, geboren 1982 von Cho Nam-Joo. Ich dachte erst, es wird sowas wie Die Vegetarierin von Han Kang. Weit gefehlt. Ab Seite 30 sass ich da – wütend, betroffen, traurig. Dieses Buch hat nur 200 Seiten. Und doch sagt es mehr über das Frausein in einer patriarchalen Gesellschaft als viele dicke Sachbücher. Kim Jiyoung ist keine Heldin im klassischen Sinn. Sie ist einfach nur eine Frau. Eine, die versucht zu überleben. In einem Land, das sie systematisch kleinmacht. "Während die wohlgeformten Maultaschen, Fleischbällchen und Tofu-Stücke dem Jungen in den Mund geschoben wurden, erhielten die Schwestern kommentarlos nur die zerfallenen Brocken." (Zitat) Diese Szene steht sinnbildlich für das, was das Buch so treffend beschreibt: Sexismus, der von klein auf in jede Pore des Alltags sickert. Kim Jiyoung ist keine Ausnahme. Sie ist der Standard. Und genau das macht es so erschreckend. Warum du es lesen musst (ja, genau DU!) Du musst keine Feministin sein, um dieses Buch zu lesen. Du musst einfach nur ein Mensch sein, der in einer Welt lebt, in der Gleichberechtigung angeblich längst erreicht ist – aber nur auf dem Papier. Denn Kim Jiyoung ist nicht allein. Sie ist jede Frau, die nach der Geburt plötzlich unsichtbar wird. Sie ist jede Alleinerziehende, die nicht weiss, wie sie Krippe und Arbeit stemmen soll (been there). Sie ist jede, die sich fragt, ob sie sich "anstellt", wenn sie Grenzen zieht. Persönlicher Einschub (weil’s sein muss): Ich lebe in der Schweiz. Auch hier: Drei Monate Mutterschutz, teure Kitas, kaum Vereinbarkeit. Wenn man keine familieräre Unterstützung hat wird es verdammt schwer - vorallem als Alleinerziehende. Hätte nicht eine Freundin mir einen super Freundschaftspreis für ihre Tagesmuttertätigkeiten gemacht, wäre auch ich aus dem Berufsleben gekegelt worden. Und genau deshalb geht dieses Buch auch uns hier etwas an. Nicht nur Südkorea. Nicht nur "die anderen". "Sie fand aber auch heraus, dass die Welt nicht nur gross, sondern auch voll von Perversen war. Verdächtige Berührung von Händen, die im Bus oder in der U-Bahn über ihre Hüften oder ihre Brüste strichen, dreiste Kerle, die förmlich an ihr klebten und sich ungeniert an ihren Schenkeln oder ihrem Rücken rieben." (Zitat) Diese Zeilen fühlen sich an wie ein Stich ins eigene Gedächtnis. Fast jede Frau weiss, dass das kein Einzelfall ist. Wie oft man im Alltag unangenehmen, sexuell übergriffigen Situationen ausgesetzt ist. Und genau deshalb müssen Bücher wie dieses gelesen werden – nicht nur von uns Frauen, sondern gerade von Männern. Ich habe mit meinem Freund über das Buch gesprochen. Seine Antwort: „Ich bin nicht Teil des Problems.“ Doch genau das ist der Punkt: Wer nichts tut, bleibt Teil davon. Und Veränderung passiert nur, wenn auch Männer sich bewegen. Wenn sie ihre Privilegien erkennen und anfangen, aktiv mitzuarbeiten. "Als die älteste Tochter Kim Unyoung geboren wurde, liess Misuk den Kopf hängen und entschuldigte sich tränenreich bei ihrer Schwiegermutter." (Zitat) Was für ein Satz. Eine Mutter entschuldigt sich, weil sie ein Mädchen geboren hat. Und das im 20. Jahrhundert. Das ist nicht nur ein südkoreanisches Problem – es betrifft viele Länder. Und es beginnt bei den kleinen Dingen, die wir stillschweigend hinnehmen. Mein Fazit: Fünf Sterne. Ohne Diskussion. Wenn du ein Buch suchst, das dich aufrüttelt, das dich zwingt, hinzusehen – lies Kim Jiyoung, geboren 1982. Lies es nicht nur für Südkorea, sondern für dich, für mich, für uns alle. Und dann red drüber. Werd laut. Lass dich nicht kleinmachen. Reading Around the World Challenge – Südkorea

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
25. Mai
Rating:4.5

Ein wichtiges Buch! Eine Geschichte, die mich wütend zurücklässt. Wütend auf die Gesellschaft und wütend auf mich, als Frau nachgiebig und angepasst zu sein. Auch wenn es in Korea spielt, so gibt es Parallelen zu den meisten Ländern dieser Welt. Der berichtshafte Erzählstil hat mir sehr gefallen und mir Platz für meine Emotionen gelassen. Lesermpfehlung.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
8. Mai
Rating:4

Das Patriarchat in Korea

Das Buch beschreibt chronologisch das Leben von Jiyoung, die Opfer ihrer gesellschaftlichen Rolle wird. Denn: Sie ist ein Mädchen. Sie steht unter ihrem jüngeren Bruder, muss schuften, zurückstecken, still sein. Jahr für Jahr bricht sie mit den Stereotypen, traut sich Dinge und lernt noch einen neuen Job. Doch in jeder Branche, in jedem Bereich ihres Lebens wird ihr ständig gezeigt, dass andere mehr Wert seien. Der Fakt, dass ich zu Beginn jedes neuen Kapitels ahnen konnte, worauf es hinausläuft, ist nicht langweilig, sondern leider die Realität einer Frau, die sich mit dem Thema auseinandergesetzt hat. Ich kannte die Maschen, die Nachteile der Frau. Trotzdem war es, sehr kühl erzählt, fesselnd und erschreckend. Der Schreibstil ist nicht zu 100% mein Fall. Trotzdem beschäftigt mich das Buch weiterhin und ich habe viel darauf mitgenommen.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
28. Apr.
Rating:4

Wichtiger Spiegel der damaligen Zeit

Kim Jiyoung, geboren 1982 hat mich tief bewegt und wütend gemacht. Zu lesen, wie Frauen systematisch benachteiligt und behandelt werden, ist erschütternd – und noch schlimmer ist die Erkenntnis, dass sich diese Zustände nur sehr langsam verändern. Dass solche Erfahrungen auch heute noch alltäglich sind, ist einfach schrecklich. Das Buch rüttelt wach, schockiert und macht deutlich, wie dringend Veränderung weiterhin nötig ist. Einziger Kritikpunkt für mich war der Erzählverlauf und Stil, der mir persönlich nicht ganz zugesagt hat. Trotzdem ist es ein beeindruckendes und wichtiges Werk.

Kim Jiyoung, geboren 1982
Kim Jiyoung, geboren 1982by Cho Nam-JooE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch