13. Juli
Rating:3

Till Lindemanns Vater hat 1988 einen Roman über sein Leben mit seinem Sohn veröffentlicht, der 2020 mit einem Nachwort von Till Lindemann neu herausgegeben wurde. Werner Lindemann verstarb bereits 1993, aufgearbeitet und besprochen haben die beiden diesen Roman wohl nie wirklich. Biographisch sehr interessant, besonders auch vor dem Hintergrund, dass Till Lindemann einigen Darstellungen seines Vaters vehement widerspricht. Gerade durch dieses Fehlen von Eindeutigkeit erfährt man doch einiges über das Verhältnis und (kurze) Zusammenleben der beiden. Sprachlich angenehm zu lesen.

Mike Oldfield im Schaukelstuhl
Mike Oldfield im Schaukelstuhlby Werner LindemannKiepenheuer & Witsch
28. Dez.
Rating:5

Anfang der 1980er Jahre verbrachte der junge Till insgesamt neun Monate zusammen mit seinem Vater Werner Lindemann, der zu dieser Zeit sehr erfolgreich als Schriftsteller in der DDR tätig war. In diesem Buch schildert Lindemann Senior auf sehr liebenswürdige und oft fast schon philosophische Art wie dieses Zusammenleben war. Es ist kein sehr langes Buch, aber man erhält ein paar sehr interessante Einblicke in die jungen, "wilden" Jahre von Till und auch die leicht autobiographischen Züge seines Vaters sind sehr interessant. In einigen Aussagen ist es überraschend kritisch im Hinblick auf die DDR. Auch wenn in dem sehr interessanten Interview mit Till im Nachwort klar wird, dass nicht alles in dem Buch auch so passiert ist wie es sein Vater schildert, ist es doch ein schönes Lesevergnügen für alle Fans. Falls ihr das Original von 1988 besitzen solltet, ist diese Ausgabe definitiv schon wegen der Aufmachung und des Interviews noch mal zu empfehlen, passt super in die Sammlung. ;)

Mike Oldfield im Schaukelstuhl
Mike Oldfield im Schaukelstuhlby Werner LindemannKiepenheuer & Witsch