Nicht besonders: nicht schlecht geschrieben, aber nicht mein Thema/Stil
Pedro ist Postbote auf Lanzerote, die Menschen schreiben sich aber kaum noch Briefe und er verbringt den Tag damit Werbesendungen auszutragen, Kaffee zu trinken und den Sohn seiner Liebsten Carlotta zu betreuen, die immer nur arbeitet. Man erfährt wirklich alles aus Pedros leben, begleitet diesen Mann durch ein schwieriges Jahr in dem er seinen schwierigen Kindheitsfreund wiederentdeckt, die Post dabei ist zugrunde zu gehen, Carlotta mit Miguel wegzieht, er keinen Kontakt mehr mit seinem Wahl-Sohn bekommt, Polizisten und die Welt sehr grausam sind und er sich fast umbringt statt seiner eigenen Geschichte auf den Grund zu gehen. Nebenbei hilft er einem Flüchtling...oder wie ich finde, hilft der Flüchtling eher Pedro. Insgesamt konnte ich mich nicht in die Figuren außer Amando reinfühlen. In keinen, weder die Frauen, noch die Männer, es war alles so unausgesprochen, so unfertig, so unbefriedigend. Auch das Ende funktioniert schließlich nur, weil die Lösung des Autors ist, den schlechten Einfluss zu entfernen. Der ist dann einfach weg, wird symbolisch beerdigt...dabei hätte ich da schon gesehen, wie der mit Pedros Hilfe ein Boot-Recycling-Geschäft aufmacht. SPOILER: Am Ende ist alles wieder auf Anfang: Alle drei sind auf der Insel, Pedro arbeitet immer noch bei der zugrindegehenden Poststelle in Yaisa, Carlotta und er sind sich ungefähr so nah wie zu Anfang der Geschichte, Amando ist zurück in Africa und Tenaro spielt wieder keine Rolle in Pedros Leben. Ich fand das Buch insgesamt nicht sehr sinnstiftend, aber hatte auch keine Schlechte Zeit während ich es las. Darum nur zwei Sterne. Aber ich mag keinen Kaffee, keine heißen Urlaube und konnte die inneren Monologe des Protagonisten als Frau oft nicht so nachvollziehen. Dieses Buch hat sich wohl einfach an jemand anderen gerichtet :) dem es hoffentlich mehr Spaß bereitet und Weißheit geschenkt hat.

