26. Aug.
Rating:3

Danke an NetGalley und den Kiepenheuer & Witsch Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig. Von Shilpi Somaya Gowda habe ich bereits Der goldene Sohn gelesen und war durch und durch begeistert! Mir war sofort klar, dass ich auch Was uns verbindet - Roman einer Familie lesen muss! In diesem Buch geht es um die Familie Olander. Jaya, die Tochter von indischen Diplomaten, verliebt sich in London in den amerikanischen Banker Keith. Und dann, ein paar Jahre später, haben die beiden ein schönes Haus und zwei Kinder - Karina und Prem. Wir erfahren abwechselnd aus allen vier Perspektiven etwas über ihr Leben. Ein einziger Nachmittag verändert alles, und die Familie bricht auseinander. Jeder geht seinen eigenen Weg... Gowdas Schreibstil ist unglaublich gut. Es lässt sich sehr flüssig lesen und die Geschichte ist authentisch und emotional. Ich weine selten bei Büchern, aber hier musste ich doch ein paar Tränen verdrücken. An einer Stelle war mir auch fast übel vom Schmerz, so sehr hat mich das Ganze mitgenommen. Wie gesagt driften die Geschichten der Personen auseinander. Und jede einzelne ist so vorhersehbar und voller Klischees. Auch am Ende ist alles rund und perfekt. Das Buch hat mich gut unterhalten und auch berührt, aber ich hätte gerne mehr gehabt. Etwas, was mich überrascht. So bekommt das Buch 3,5/5 Sterne von mir. +++ENGLISH+++ Awesome style of writing; I got very emotional while reading the book. I feel like it was a bit cliché though. There is an "accident" and after that, the family drifts apart. It's clear from the first pages after the accident where each way is heading and how it's going to end. It didn't surprise me, but it entertained me. 3.5/5 stars

Was uns verbindet
Was uns verbindetby Shilpi Somaya GowdaKiepenheuer & Witsch
4. Sept.
Rating:4

Da mir Shilpi Somaya Gowdas „Die fremde Tochter“ vor einigen Jahren sehr gut gefallen hatte, wusste ich, dass ich „Was uns verbindet“ unbedingt lesen muss. Zunächst hatte ich ein paar Einstiegsschwierigkeiten. Die Kapitel sind kurz und wechseln zwischen den Mitgliedern der Familie Olander hin und her. Alle paar Seiten gab es einen Zeitsprung in den nächsten Monat oder gar ins nächste Jahr. Dadurch hatte ich am Anfang den Eindruck, dass kurze, zufällige Sequenzen aneinander gereiht werden und ich vermisste einen Lesefluss. Die Olanders sind eine multikulti Familie. Die Mutter, Jaya, ist eine gebürtige Inderin. Vater Keith ist Brite und als Wohnsitz haben sie die USA gewählt. Wir begleiten die Familie nach einem Schicksalsschlag über viele Jahre hinweg. „Was uns verbindet“ ist ein tragisches Buch, dass oft ausweglos erscheint und dadurch ziemlich aufs Gemüt schlägt. Anstelle füreinander dazusein, entfernen sich die Olanders immer mehr von einander. Die Eltern lassen sich scheiden. Jaya findet Trost im Glauben bis die täglichen Gebete schon fast an Besessenheit grenzen. Keith wird zum Workaholic und Karina versucht durch extremen Ehrgeiz ihre Trauer zu kompensieren. Der Roman trägt den Untertitel „Geschichte einer Familie“. Der Hauptfokus liegt allerdings auf Karina, welche ich als Charakter auch am interessantesten fand. Karina sucht verzweifelt nach einem Platz, an dem sie sich geborgen fühlen kann und folgt dabei ziemlich blind den falschen Leuten. Nach dem ich den zähen Anfang hinter mir hatte und die Autorin ihr Erzähltempo gedrosselt hatte, konnte mich der Roman durchaus fesseln. Ich lese gerne Bücher über Sekten und fand die Geschichte interessant auch wenn ich überrascht war, dass „Was uns verbindet“ in diese Richtung geht. Vom Klappentext her hatte ich mir nämlich etwas anderes vorgestellt. Ich dachte, es geht um Menschen, die sich keiner Nationalität zugehörig fühlen. Dies wird hier allerdings nur auf den ersten Seiten thematisiert. Insgesamt hat mir der Roman gut gefallen auch wenn er mich nicht so richtig vom Hockern reißen konnte, was unter anderem an der sehr deprimierenden Grundstimmung lag.

Was uns verbindet
Was uns verbindetby Shilpi Somaya GowdaKiepenheuer & Witsch
18. Apr.
Rating:3

Dieser Roman hat mir grundsätzlich gut gefallen, allerdings fand ich ihn zwischendurch zu langatmig. Alles, was die Protagonistin Karina betraf, fand ich sehr interessant. Zwischendurch gibt es aber auch Kapitel über den Vater, die Mutter und den Bruder.Und gerade die über die Eltern hätte man in meinen Augen deutlich kürzen können. Natürlich sind sie für die Geschichte wichtig, weil man in dem Roman die Entwicklung der einzelnen Personen zueinander hin verfolgt, aber das wird erst am Ende richtig deutlich. Während des Lesens war ich oft versucht, einzelne Seiten zu überblättern. Spannend ist die Geschichte von Karina, die in eine Sekte geraten war und dann ausgestiegen ist, auf jeden Fall. Und der Schreibstil hat mir gut gefallen!

Was uns verbindet
Was uns verbindetby Shilpi Somaya GowdaKiepenheuer & Witsch
30. Okt.
Rating:4

• WAS UNS VERBINDET • Ein Buch, welches einen so mitten ins Herz trifft. Dieser völlig unscheinbare Roman „Was uns verbindet“ zeigt auf, wie eine Familie sich immer weiter entfremdet und jeder/ jede unabhängig und völlig autark sein Leben gestaltet. Die teils indischstämmige vierköpfige Familie lebt ein sorgenfreies Leben bis eines Tages ein Schicksalsschlag sie förmlich zerreißt. Nichts ist wie vorher und jedes Familienmitglied versucht auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Riesen Scherbenhaufen umzugehen und irgendwie weiter zu leben. Gowda war mir als Autorin völlig unbekannt. Ich liebe ihren sehr feinen und emotionalen Schreibstil. Sie schafft es, sich in jede Faser der Charaktere hineinzuführen und macht einem ihre individuelle Beweggründe wirklich begreiflich. Die Handlung ist nicht vorhersehbar. Die Geschichte ist wirklich spannend, emotional und tiefgründig. Insbesondere das Teilnehmen an dem Leben der drei Protagonisten war sehr eindrucksvoll, da es die verschiedenen Arten von Trauer aufzeigt und einem bewusst werden lässt, dass man in solchen Momenten die anderen Personen nicht außer Acht lassen darf. Zudem spricht die Autorin viele unterschiedliche Themen an, was mir gut gefallen hat. Für mich ein wahres Überraschungsbuch mit vielen Emotionen, Themen und Ausdrucksweisen nach einem familiären Schicksalsschlag. [4/5]

Was uns verbindet
Was uns verbindetby Shilpi Somaya GowdaKiepenheuer & Witsch
28. Okt.
Rating:2

Leider enttäuschend langweilig! Meine Meinung Als ich hörte, dass die Autorin ein neues Buch geschrieben hat war ich Feuer und Flamme, denn “Geheime Tochter” war für mich ein Lesehighlight. Deshalb waren meine Erwartungen recht hoch. Das Buch beginnt sehr interessant. Eine junge Frau geht ins Wasser. Es sieht danach aus, als wollte sie sich umbringen. Ein Mann verfolgt diese Szene, die ihm seltsam vorkommt und ruft den Notarzt. Nach diesem Vorspann beginnt die eigentliche Geschichte. Wir lernen die Familie Olander kennen, Keith, Jaya, Karina und Prem. Eine amerikanisch-indische Familie, die aus London in die USA ausgewandert ist. Sie sind wohlhabend, glücklich und doch etwas anders als die anderen. Vor allem sieht und spürt das die ältere Tochter Karina, der, im Gegensatz zu ihrem jüngeren Bruder Prem, äußerlich die indischen Wurzeln anzusehen sind. Doch das Geschwisterpaar ist sich sehr nah und ist eng miteinander verbunden. Bis zu dem Tag, an dem das Schicksal schlimm zuschlägt. Die Autorin verarbeitet hier das Thema Tod eines Kindes und die Fragen, wie leben die restlichen Familienmitglieder damit, wie gehen sie mit der Schuldfrage um, wird es sie zusammenschweißen oder wird die restliche Familie auseinanderbrechen? Doch, obwohl dies ein sehr trauriges Thema ist, konnte mich das Buch auf der Gefühlsebene leider überhaupt nicht abholen. Die Geschichte langweilte mich die meiste Zeit. Mir fehlte eine gewisse Struktur in der Erzählweise, die mich fesseln würde. Hier wollte Shilpi Somaya Gowda m.M.n. zu viel. Sie erzählt in ihrem Buch sehr viel über all das, was die Familie getrennt hat, als, wie im Titel angegeben, was sie verbindet. Da halfen auch die Kapitel aus dem Jenseits nicht, in dem die Leserschaft Dinge aus Sicht des toten Kindes erfährt. Das war mir irgendwie zu abgehoben. Das Ende kam unausgegoren und plötzlich daher. Vieles ist zu abrupt überwunden und alle blicken in eine hoffnungsvolle Zukunft. Einerseits schön, andererseits fehlte mir der ausgereifte Weg dortin. Sehr schade! Fazit Ein Buch mit einem interessanten Thema, das mir inhaltlich jedoch zu zerstückelt war. Vielleicht sollte das den Bruch der Familie nach dem Tod des geliebten Familienmitglieds darstellen, wie zerstückelt sie sich dadurch vorkamen und auch waren. Doch dies reichte nicht, um mich zu fesseln. Ich hoffe deshalb auf ein neues Buch der Autorin.

Was uns verbindet
Was uns verbindetby Shilpi Somaya GowdaKiepenheuer & Witsch