
Walter muss weg - Manchmal ist ein Mensch nicht tot – er ist einfach nur weg. Und das reicht völlig
„Walter muss weg“ ist ein ungewöhnlicher Kriminalroman, der weniger auf klassische Spannung setzt, sondern vor allem durch schwarzen Humor und eine eigenwillige Erzählweise auffällt. Im Mittelpunkt steht Frau Huber, die in einem rätselhaften Fall ermittelt, während Walter selbst zwar das Zentrum der Geschichte bildet, aber kaum greifbar ist. Die Stärke des Romans liegt in seiner originellen Idee und der konsequent schrägen Atmosphäre. Der trockene, teilweise makabre Humor zieht sich durch die gesamte Handlung und verleiht der Geschichte einen eigenen Ton. Frau Huber ist eine prägnante Hauptfigur, die mit ihrer Art das Geschehen trägt und für einige gelungene, ironische Momente sorgt. Schwächen zeigen sich vor allem in der Krimihandlung. Die Ermittlungen bleiben über weite Strecken zurückhaltend, Spannung baut sich nur punktuell auf und tritt häufig hinter Stil und Stimmung zurück. Auch der Schreibstil ist sehr speziell und kann stellenweise sperrig wirken, was den Lesefluss bremst. Insgesamt bietet „Walter muss weg“ eine originelle, düster-humorige Geschichte mit interessanten Ansätzen, erreicht aber nicht durchgehend die Tiefe oder Spannung eines starken Krimis. Fazit: Eigenständig, schräg und humorvoll, aber mit deutlichen Schwächen in Dramaturgie und Spannung. Von mir 6 von 10 P.






