Review fürs Hörbuch. Ich liebe Thees' poetische, kraftvolle Sprache, seine schönen Metaphern und sprachlichen Bilder, seine absurden Vergleiche. Ich höre gerne seine Geschichten - ob auf Konzerten zwischen seinen Liedern oder halt in der Form dieses Buches. Und dieses Buch ist Thees in Reinform. Es erzählt von Musik, Liebe, Aufwachsen, Jugend auf dem Dorf, Punk, Bier, Freundschaft und Eltern Sein. Und zwischendurch auch immer wieder über die Toten Hosen. Hab es sehr gerne gehört. Er liest es selbst und ich glaube, so funktionieren seine Texte auch am besten: wenn er sie einem eindringlich, kraftvoll und manchmal leicht pathetisch um die Ohren haut.
Heiteres Büchlein für Zwischendurch mit Thees unverkennbarem, wunderbarem Schreibstil! Uhlmann nimmt die Lesenden mit auf seine Begegnungen mit den Toten Hosen. Die Musiker verbindet eine jahrelange Freundschaft. Thees erzählt aber auch sonst so einige Episoden aus seinem Leben. „Und dann kam die Angst. Noch heute lehne ich es ab, Eintrittskarten, Flugtickets, Reise-Vouchers oder Travellerschecks für andere zu halten. Ich habe Angst sie zu verlieren. Tiefe, echte nackte Angst. Ich kontrolliere alle zwanzig Sekunden, ob alles noch da ist. Und der Kenner weiß: Beim Kontrollieren fällt gerne etwas runter.“ Flacht zum Ende hin leider etwas ab.
Ich glaube, man muss nicht mal Die Toten Hosen feiern, um diesen Text zu mögen, wenn einem Thees Uhlmanns Erzählweise gefällt.
Vielleicht auch weniger Sterne, aber ich wüsste nicht wofür ich was abziehen sollte. Meine 2 Lieblingsplatten wurden besprochen, eingeordnet und.... Mist, ich kann nicht gleichzeitig DTH und dieses Buch hören. Ich geh jetzt mal die Nachbarschaft beschallen. Bis zum bitteren Ende oder bis meine Kinder von ihrem Kreuzzug ins Glück zurückkehren.




