Beim ersten Teil hab ich mich mit dem Lesefluss noch etwas schwer getan, den zweiten Teil komplett verschlungen. Es wäre allerdings besser gewesen, sie direkt nacheinander zu lesen, da ich bei manchen Figuren etwas den Überblick verloren habe. Die Handlung nimmt eine sehr unerwartete Wendung in Richtung Krimi und dann nochmal eine komplett andere, aber das spielt fast eine untergeordnete Rolle. Das erstaunliche an der Reihe ist immer noch die liebevolle und warme Art, mit der die Autorin Randgruppen der Gesellschaft charakterisiert und man auf einmal tiefste Sympathien mit Obdachlosen, Hooligans oder Drogensüchtigen empfindet - als ob man sie schon ewig kennen würde. Ich bin sehr gespannt auf den dritten Teil und werde den jetzt auch demnächst lesen.
Diese Reihe ist für mich ein Phänomen. Es gibt so viele Punkte, die ich sonst bei einem Buch als negativ empfinden würde. Im Grunde kaum Handlung. Ständig wechselnde Ich-Erzähler und dabei eine Figur selbstverliebter als die andere. Eigentlich alles Arschlöcher, wenn ich ehrlich bin. Die Leute haben alle einen zentralen Fixpunkt: Vernon Subutex. Sie zelebrieren nach außen Lebensfreude in Form von Musik, Drogen und Sex. Aber jede Figur huldigt dem Individualismus und grenzt sich durch den durchgängig sarkastischen Unterton des Romans von allen Anderen ab. Ein erbärmlicher Haufen, diese Figurenschau der Autorin, die wohl ein Abbild der französischen Gesellschaft darstellen soll. Und trotzdem ist es ein ziemlich gutes Buch, gut geschrieben und wahrscheinlich auch hervorragend übersetzt. Der Misanthrop in mir ist vollständig zufrieden mit der Lektüre, das eigene Gesellschaftsbild mehr als bestätigt und die Freude, in der langweiligen Provinz zu leben, übergroß. Another brick in the wall.
Diese Reihe ist für mich ein Phänomen. Es gibt so viele Punkte, die ich sonst bei einem Buch als negativ empfinden würde. Im Grunde kaum Handlung. Ständig wechselnde Ich-Erzähler und dabei eine Figur selbstverliebter als die andere. Eigentlich alles Arschlöcher, wenn ich ehrlich bin. Die Leute haben alle einen zentralen Fixpunkt: Vernon Subutex. Sie zelebrieren nach außen Lebensfreude in Form von Musik, Drogen und Sex. Aber jede Figur huldigt dem Individualismus und grenzt sich durch den durchgängig sarkastischen Unterton des Romans von allen Anderen ab. Ein erbärmlicher Haufen, diese Figurenschau der Autorin, die wohl ein Abbild der französischen Gesellschaft darstellen soll. Und trotzdem ist es ein ziemlich gutes Buch, gut geschrieben und wahrscheinlich auch hervorragend übersetzt. Der Misanthrop in mir ist vollständig zufrieden mit der Lektüre, das eigene Gesellschaftsbild mehr als bestätigt und die Freude, in der langweiligen Provinz zu leben, übergroß. Another brick in the wall.
Vernons Freunde kümmern sich plötzlich wieder um ihn und versuchen ihn von der Straße zu holen er hat sich mittlerweile aber daran gewöhnt. Am Ende des Buches zieht er wieder durch Frankreich und legt auf. Ich hoffe der letzte Teil hat mehr Sinn.



