14. Mai
"Nicht jeder alte weiße Mann muss zu Wort kommen. NICHT JEDER."
Rating:2

"Nicht jeder alte weiße Mann muss zu Wort kommen. NICHT JEDER."

Und damit fasst Sophie das ganze für mich ganz gut zusammen. Mit Alte weiße Männer versucht Sophie Passmann herauszufinden was der alte, weiße Mann eigentlich ist. Dazu spricht sie mit verschiedenen Männern aus dem öffentlichen Leben, um zu ergründen was es mit dem Feminismus, dem alten weißen Mann und Geschlechterrollen eigentlich auf sich hat. Die Auswahl der Herren erschließt sich mir teilweise genauso wenig wie der tatsächliche Sinn des ganzen Projektes. Es ist interessant den Perspektivenwechsel zu wagen und teilweise kommen auch ganz kluge Gedanken zu Stande, bei einigen Interviewparntern stand ich aber kurz vor einen Tobsuchtanfall. Der Gipfel des Bodenlosen war dann das Interview mit Rainer Langhans, Frauen müssen nur die Perspektive Wechseln und weniger Opfer spielen wenn es um Vergew..... geht. Insgesamt sind viele Interviews eher oberflächlich geblieben und es ging um alberne Debatten ob Frauenquoten Sinn machen usw. Es ist grundsätzlich immer schwierig so etwas mit priveligierten Männern zu diskutieren, aber mit einigen Interviewpartner hatte man nur das Gefühl das die ewig alten Phrasen wieder hochgehalten werden. Pick me girls habe ich geliebt, weil Sophie super authentisch wirkte, das fehlte mir hier teilweise, es wirkte künstlich cool und hat für mich an vielen Stellen nicht gepasst, auch die teilweise etwas merkwürdigen Kommentare haben das ganze nicht rund werden lassen. Ich hab mich teilweise ganz schön durch das Hörbuch durchgekämpft. Nicht jeder Werk kann super sein, und mit Alte weiße Männer hat Sophie mich diesmal leider nicht abgeholt.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
9. Mai
Rating:1

Schnelllebige Gesellschaft

Da ich das Buch 2026 gelesen habe, bin ich sehr spät dran. Die Gesellschaft ist super schnelllebig, auch in der Nutzung und Radikalisierung von Begriffen, so ist der „alte weiße Mann“ heute nochmal anders als zu der Veröffentlichungszeit, genau wie der feministische Gedanke bzw. die Umsetzung. Für mich kein Buch mehr für 2026. Bewertung also nach heutiger Zeit.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
22. Apr.
Rating:1.5

Wie ist der typische alte weiße Mann denn eigentlich? Und kann ein Mann auch gleichzeitig ein Feminist und Mann sein?

Mit Alte Weisse Männer hat Sophie Passmann nicht nur ein Buch geschrieben, welches eigentlich so gar nicht in mein normales Lesegenre fällt, sondern auch ein Thema aufgegriffen, welches immer noch brandaktuell ist. Wer sich jedoch wie ich vielleicht einen neuen Sichtwinkel auf die Dinge wünscht, könnte hier durchaus enttäuscht werden. Entgegen meiner Hoffnung spricht die Autorin nur die doch sehr geläufigen und auch bekannten Problematiken rund um den Mythos alter weißer Mann, Feminismus und die Rechte von Frauen. Ich habe zwar verstanden, dass mit diesem Buch vor allem auch die breite Masse an Menschen angesprochen werden soll, dennoch war ich von der Verallgemeinerung der einzelnen Themen enttäuscht. Der Schreibstil der Autorin wirkte für mich betont cool, lässig und am besten passend für eine breite Masse, die das Thema ansprechen soll. Schlussendlich war mir der Erzählstil aber zu durcheinander und fast schon zu anstrengend, um wirklich aktiv am Buch zu bleiben. Ich habe mich oft mehr durch das Buch gequält, als wirklich gelesen. Grundsätzlich glaube ich, dass mir der Humor der Autorin gut gefallen würde, jedoch waren genau diese Stellen im Text oft nur Fußnoten, die ich erst gesondert antippen und lesen musste oder so schlecht eingebaut, dass der ganze Witz für mich fast verloren ging. Für mich durchaus interessant waren die unterschiedlichen Interviewpartner, von denen ich einige kannte und einige neu kennengelernt habe. Zuvor das jeweilige Interview zu lesen, um dann den jeweiligen Interviewpartner zu Googlen und mehr über dessen Karriere- und Lebensweg zu erfahren, fand ich sehr spannend. Die einzelnen und vor allem durchaus unterschiedlichen Orte der Interviews haben einen guten Blick auf die einzelnen Männer ermöglicht und den Erzählstil deutlich aufgelockert. Eine wirklich gute Idee der Autorin, welche für mich jedoch an der Umsetzung gescheitert ist.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
28. März
Rating:4

Fühlt sich eher wie ein Podcast an – super angenehm! Spannende Thesen & interessante Reaktionen. Macht definitiv Lust auf mehr 👀📚

Ich habe das Hörbuch gehört und war positiv überrascht, wie leicht und angenehm es sich hören ließ – fast wie ein persönlicher Podcast. Sophie Passmann führt durch ihre Interviews und ordnet diese direkt ein, was dem Ganzen eine sehr zugängliche und persönliche Note gibt. Inhaltlich überzeugt das Buch vor allem durch spannende Denkanstöße. Besonders interessant ist die Unterscheidung, dass es nicht um „alte weiße Männer“ im wörtlichen Sinne geht, sondern um einen gesellschaftlichen Typus. Ebenso einprägsam ist die These, dass der weiße Mann oft gar nicht als „Typ“ wahrgenommen wird, weil er historisch als Norm gilt. Die Gespräche mit verschiedenen Männern zeigen eine große Bandbreite an Perspektiven – auffällig ist dabei, dass viele in eine gewisse (wenn auch subtile) Defensive geraten. Genau diese Dynamik macht das Buch besonders interessant. Insgesamt ein kluges, gut hörbares Buch, das zum Nachdenken anregt, ohne zu belehrend zu sein.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
23. März
Rating:3

Jein… but loving Sophie Passmann!

Der Ansatz war mega und die ersten Seiten haben mir gut gefallen. Jedoch wiederholte sich vieles in meiner Wahrnehmung, so dass ich irgendwann abgeschaltet habe. Wer jedoch Sophie Passmann gerne mag sollte dieses Buch einmal gelesen haben, ich finde nach wie vor, dass sie eine wirklich gute Autorin ist.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
17. März
Rating:5

In dem Buch werden verschiedene Männer zum Thema Frauenrechte interviet. Es wird gefragt ob man sich als alten weissen Mann sieht. Alle Intervies bis auf das vorletzte waren gut gemacht. Ich hoffe es gibt nicht mehr so viele Männer da draußen die dieser Mann denken, das Frauen die zum Sex gezwungen werden doch einfach freiwilig mitmachen könnten. Oder Sex gegen eine gute Arbeitstelle tauschen sollen. Besagter Mann kennt da eine Frau die hat Sex gegen Arbeit getausch. Er meint das sollten alle Frauen machen das wäre feministisch. Ansonsonsten ein gelungenes Buch.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
16. Feb.
Rating:2

Ziemlich enttäuschend.

Sophie Passmann interviewt im Sommer 2018 15 Männer zum Thema Feminismus und alter weißer Mann. Maximal drei dieser 15 Männer haben feministische Ansichten. Die meisten bewegen sich in einem "normal" antifeministischen Spektrum, wie man es von der Mehrheit seines eigenen Umfeldes kennt. Einige stechen besonders negativ heraus wie z.B. Rainer Langhans. Da hab ich einfach nur noch Wut verspürt. Was besonderes negativ auffällt: Passmann ordnet das Gesagte selten bis nie ein. Weder gegenüber der Leserin noch ihrem Gesprachspartner. Männern wird hier erneut zugehört und eine Bühne geboten für ihr unreflektiertes antifeministisches Gelaber und kommen (Überraschung!) ungeschoren davon. Natürlich kann Passmann nichts dafür, was ihr Gegenüber sagt, meistens jedoch sitzt sie da und schweigt, egal wie absurd die Ansichten sind. Das Vor- und das Schlusswort waren stark, nehmen insgesamt aber vielleicht zehn Seiten des Buchs ein. Der Rest war leider eine herbe Enttäuschung. Nicht empfehlenswert als Einsteigerbuch ins Thema und kein Mehrwert für Personen, wie mich, die sich schon sehr viel eingelesen und angeeignet haben. Schade.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
15. Feb.
Rating:3.5

Ausflug in die Köpfe der Männer

Kleine Achterbahnfahrt. Über bestimmte Männer und ihre "Meinungen" kann man echt nur den Kopf schütteln. Leider finde ich, ist die Autorin nicht tief genug an die Thematiken rangegangen, hat nicht wirklich gegen argumentiert, was man ihr aber auch nicht verübeln kann bei solchen Aussagen wo man weiß, dass es sowieso nichts bringt. Aber ist nicht genau das der Sinn des Buches gewesen? Einander näher zu kommen durch den Diskurs? Trotzdem unterhaltsam und gut wegzulesen.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
21. Jan.
Rating:3

Interessant, aber nicht zuende gedacht ☁️

Alte weiße Männer hat für mich einen spannenden Ansatz. Liest sich schnell und ist stellenweise unterhaltsam. Was mir allerdings gefehlt hat, ist eine stärkere Einordnung ihrer Gespräche, gerade aus feministischer Perspektive. Vieles wirkt eher wie ein Interview-Sommer von vor sieben Jahren und dadurch auch etwas aus der Zeit gefallen. Der Begriff selbst würde heute vermutlich deutlich schärfer verhandelt werden.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
17. Jan.
Rating:2.5

Die Intension ist/war gut… mit der Auswahl der Gesprächspartner hat Sie sich Mühe gegeben und wurde auch selten von Ihrer Vorstellung davon enttäuscht. Vielleicht liegt es noch an Ihrer jungen Art oder das Sie es sich nicht verscherzen wollte, aber oft geht sie potenziellen Gesprächsthemen aus dem Weg. Gibt keinen Konter oder bzw. vertritt Ihren Standpunkt nur lächelnd. Vielleicht hat sie Ihr gegenüber durchschaut und weiss wann es hoffnungslos ist jemanden zu belehren, anzuspornen etc. Bei manchen ist es vergebens… aber des Buches willens hätte ich mir da mehr Engagement gewünscht zu provozieren. Ich fand es bemerkenswert wie viele Gesprächspartner sich auf Ihren Veganismus eingestellt haben und auch diesen respektieren und inkludieren, während Ihr Vater ins Steakhouse geht und Sie selbst zum Schluss dem Sternekoch seine Ente isst, weil das von Ihr “verlangt” wird. Nimmt ihr im ganzen etwas die Glaubwürdigkeit ihrer Einstellung. Wahrscheinlich würde Sie es heute anders machen. Man kann damit nen Nachmittag verbringen… es lässt sich gut lesen. Mir selbst sind so manche Sachen aufgestoßen und leider war ich danach nicht “schlauer”

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
13. Jan.
Rating:4

Sehr gutes Buch. Interessant, Männern dabei zuzuhören, wie sie den Begriff "alte weiße Männer" sehen. Ich empfehle jeder Frau und auch jedem Mann, in die Perspektiven reinzuhören. Spolier Warnung! ich habe jetzt ein hass auf Reiner Langhans, der sich selber als Feminst betitelt, er ist alles andere, meiner Meinung nach. Er behauptet, dass die Veränderung nicht bei dem Mann liegt, sonder bei der Frau, die bereit ist in diesen Strukturen zu leben, selbst bei der Debatte von Sexuellen Missbrauch.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
13. Jan.
Rating:4

Sehr gutes Buch. Interessant, Männern dabei zuzuhören, wie sie den Begriff "alte weiße Männer" sehen. Ich empfehle jeder Frau und auch jedem Mann, in die Perspektiven reinzuhören. Spolier Warnung! ich habe jetzt ein hass auf Reiner Langhans, der sich selber als Feminst betitelt, er ist alles andere, meiner Meinung nach. Er behauptet, dass die Veränderung nicht bei dem Mann liegt, sonder bei der Frau, die bereit ist in diesen Strukturen zu leben, selbst bei der Debatte von Sexuellen Missbrauch.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
24. Dez.
Rating:4.5

Sie hat dieses Buch vor fast einem Jahrzehnt geschrieben und es ist heute aktueller denn je. Die verschiedenen Perspektiven auf den alten weißen Mann und den Feminismus sind extrem interessant, allerdings vor allem wegen ihrer m.E. klugen Analyse, die für mich das Interessanteste am Buch ist.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
28. Nov.
Rating:2

Gut, dass mal jemand die Männer befragt. Die kommen ja sonst nie zu Wort (*Ironie off*)

Irgendwie viel Worte um zu sagen: “Not all men, aber irgendwie doch. Naja, ich lass die Armen auch mal zu Wort kommen. Die fragt ja sonst keiner.” Irgendwer hat sich in den jeweiligen Interviews auch immer das Gefühl eingeschlichen, dass Sophie von den Gesprächspartnern gemocht/geschätzt werden möchte und sie deshalb mit ihrer Meinung zurückhält. Ich sehe den Mehrwert des Buches nicht wirklich. Die Stellen an denen Sophie eigenständig über Feminismus spricht, konnten für mich einige wichtige Punkte zum Thema abdecken. Alles andere wirkte auf mich unfertig und irgendwie… ja schon pick me. Das Buch ist aber auch von 2018 und ich weiß, dass auch ich in den letzten sieben Jahren einiges getan hat in der feministischen Bewegung. Sophie Passmann hat 2023 sogar ein weiteres Buch mit dem Titel “Pick Me Girls” veröffentlicht, was ich nun als nächstes lesen werde. Ich fände spannend, wenn sie darin ihre Erfahrungen aus “Alte weiße Männer” nochmal respektieren würde. Ich bin gespannt.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
9. Okt.
Rating:3.5

Als wir dachten, ‚alte weiße Männer‘ wäre schon Feminismus – charmant, ironisch und ein bisschen zu nachsichtig

**************** Man darf nicht vergessen, dass dieses Buch 2018 erschienen ist – zu einer Zeit, als der Begriff des „alten weißen Mannes“ noch vergleichsweise frisch war. Heute ist er deutlich stärker negativ aufgeladen, und genau das macht es spannend, Alte weiße Männer rückblickend zu lesen. Ich habe das Buch damals direkt nach Erscheinen gelesen und fand es sehr unterhaltsam, auch wenn mir an manchen Stellen eine tiefere Einordnung gefehlt hat. Teilweise wirkt es gefälliger, als ich es mir gewünscht hätte – aber Passmann schreibt eben keine radikalen Bücher, sondern solche, die zugänglich und pointiert bleiben. Als unterhaltsame, zeithistorische Betrachtung funktioniert das Buch nach wie vor einwandfrei: Es liest sich schnell, leicht und mit einem Augenzwinkern, ohne an Relevanz völlig zu verlieren. Kein Werk, das man unbedingt gelesen haben muss, aber eines, das sich durchaus lohnt – gerade, um zu sehen, wie sich der Diskurs seitdem verändert hat.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
24. Sept.
Rating:0.5

Unterwältigend ist fast schon ein Euphemismus

Ich habe viel über dieses Buch gehört. Gerade in meinem Bekanntenkreis wurde auch eher gut darüber gesprochen. Jetzt stelle ich mir die Frage: haben diese Menschen dasselbe Buch gelesen wie ich? Ich habe mich auf Humor, Schlagfertigkeit und Diskussion eingestellt. Bekommen habe ich: Männer, die ihre eigenen Privilegien nicht anerkennen wollen, aber von der Autorin einen feministischen Unterton unterstellt bekamen. Im Vorwort betont sie, dass sie alten weißen Männern nicht nur eine Bühne geben wolle, da die schon genug Aufmerksamkeit bekämen. Doch genau das hat sie getan: Männern eine Bühne geboten zur Selbstdarstellung.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
8. Sept.
Rating:4

"Feministinnen sehen nicht überall Sexismus, weil sie kein anderes Thema haben, sondern weil es überall Seximus gibt. Wir sprechen hier von einem gesellschaftlichen, einem strukturellen Problem." Autorin Sophie Passman stellt sich die Frage: Was und wer sind alte, weiße Männer und was macht sie aus? Dabei tritt sie aus ihrer (und potenziell aus meiner Bubble) und interviewt erfolgreiche Männer in Deutschland. Dabei begegnet sie diesen sehr redegewandt, klug und schlagfertig. Nur bei ein, zwei ganz wilden Takes war sie sprachlos, und ganz ehrlich: same. Wenn ich (36 Jahre alt) mal groß bin, will ich so taff sein, wie die Autorin mit 24 schon war!

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
27. Aug.
Rating:4.5

Verschiedene Facetten eines Klischees

Sophie Passmann reist durch Deutschland (und die Schweiz), um mit alten weißen Männern über genau diesen Begriff und Feminismus zu sprechen. Auf Grund der verschiedenen Männer mit denen sie spricht, kommen viele Facetten und Meinungen zusammen. Ihr Schreibstil ist locker und dennoch sehr klug. Das Hörbuch ist von ihr gesprochen und wirkt dadurch sehr passend.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
19. Aug.
Rating:3

Very late to the Party…. Irgendwie einfach nicht ganz das, was ich erwartet habe. Das Gespräch mit Kühnert und das Schlusswort fand ich gut, sonst hatte ich doch immer mal Probleme, den Mehrwert aus den anderen Gesprächen zu ziehen. Aber darum ging es im Buch ja nicht, sondern nur in meiner Erwartungshaltung.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
8. Aug.
Rating:2.5

Schade, da hatte ich mir mehr versprochen. Sophie Passmann hat den Sommer 2018 damit verbracht, sich mit potentiell "Alten Weißen Männern" zum Essen zu treffen und über den Feminismus zu diskutieren. Ich finde, dass das ein toller Ansatz ist, da ich, ganz wie Sophie Passmann, der Meinung bin, dass Gespräche einen immer weiterbringen (vgl. Vorwort, Position 60 des E-Books). Allerdings bin ich von der Art der Gesprächsführung enttäuscht. MM nach erfüllt Passmann ihre eigenen Ansprüche, die sie im Vorwort darlegt, nicht: "Dieses Buch ist also nicht der Versuch, die Geschlechterungerechtigkeit wegzulächeln..." (Position 72). Doch genau das tut Sophie Passmann zu oft. Die Gespräche mit Gesprächspartnern wie Robert Habeck, Kevin Kühnert oder Sascha Lobo, die eher nicht im Verdacht stehen "Alte Weiße Männer" zu sein, lassen sich noch gut lesen. Wenn sich beide Gesprächspartner*innen mehr oder minder gegenseitig beglückwünschen, dass sie einer Meinung sind, hat das zwar keinen großen Erkenntnisgewinn, ist aber ganz charmant. Geärgert habe ich mich aber bei Gesprächspartnern wie Kai Diekmann, Jörg Thadeusz oder Rainer Langhans, die wirklich den allergrößten Blödsinn absondern, ohne von Sophie Passmann Gegenwind zu bekommen. Sie reagiert stattdessen mit: "Sehr spannend. Das ist noch mal ein ganz... neuer Blick auf das Thema." (Position 2322) oder mit dem fassungslosen Essen von Hummus (vgl. Position 2279). "Ich [Passmann] schaue Thadeusz unzufrieden an. Natürlich will ich Krawall machen,..." (Position 1580). Warum macht sie es denn bloß nicht? Ich kenne Sophie Passmann als streitlustigen, schlagfertigen und klugen Menschen. Warum bietet sie hier solchen Unsympathen und Selbstdarstellern eine Bühne? Ich hätte mir Gegenwind und Kontra gewünscht und eben kein Weglächeln. Gerne hätte ich gewusst, wie die Gesprächspartner reagiert hätten, wenn Passmann ihnen ihre Widersprüche dargelegt hätte. Im Nachhinein analysiert sie diese zwar in ihrem Buch, konfrontiert sie aber nicht vor Ort. Das finde ich schade.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
6. Aug.
Rating:2.5

Puh... ich habe am 09.05. mit dem Buch angefangen und bin am 05.07. fertig geworden. Ich fand es (trotz der einfachen Sprache) irgendwie super anstrengend zu lesen. Ich habe das Gefühl ich konnte nicht so wirklich was lernen und mitnehmen, was ich super schade finde, weil der Titel so viel Potenzial bietet.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
5. Aug.
Rating:2

Wenn man „Alter weißer Mann“ nicht versteht und trotzdem ein Buch darüber schreibt

Wo fange ich an und wo höre ich auf. Okay das Buch kam 2019 raus, ich ziehe also in Betracht, dass der Begriff heute etwas stärker belastet ist als damals. Trotzdem: Der „alte weiße Mann“ ist nicht mal eben mit: ich lasse Männer einfach sagen was sie denken und schreibe das dann in mein Buch, erklärt. Und genau das ist, was mich so stört. Es findet einfach absolut keine Einordnung statt. Weder die Gesprächspartner noch das Gesagte wird irgendwie aufgearbeitet und eingeordnet. Es wird unter dem Deckmantel des Feminismus mit Schlichtungsversuch ein Interview nach dem nächsten geführt, wobei kritische, diskriminierende, misogyne Äußerungen etc. pp. einfach unreflektiert wiedergegeben werden. Mit Schlichtung hat in dem Buch einfach nichts zu tun. Ist aber nicht genau hier eines der großen Probleme zu finden? Dass Männer die Macht haben und ihnen bei allem was sie sagen, zugehört wird? Dass sie ohne Gegenwind ihre Meinung als alleinrichtig rausposaunen konnten und können? Ist es nicht genau das, was die Autorin mit diesem Buch macht? Sie gibt den „alten weißen Männer“ wieder die Bühne, während von hysterischen Feministinnen und Opfer- sowie Täterfeminismus die Rede ist. Auch hielt die Autorin viel zu sehr daran fest, dass „alte weiße Männer“ nur alte, weiße Männer sein können. Alles in allem: Hier wird eine inhaltsleere Meinungswiedergabe betrieben, die für Neulinge auf dem Gebiet eher nicht geeignet ist, da es eben komplett an Einordnung fehlt. Aber für Menschen, die sich mit dem Thema auskennen bzw. sich bereits mit dem Thema mehr befasst haben, hat es keinen Mehrwert, sich dasselbe Reden von denselben Männern in Machtposition anzuhören, wie man es auch bei jedem Fernseh-, Radio- oder Zeitungsinterview hören und lesen kann. Ganz nebenbei hatte ich das Gefühl, dass die Autorin einfach nur auch etwas zu dem Thema sagen wollte, egal was. Teilweise war die Auswahl der Gesprächspartner sehr fragwürdig, entweder weil kontrovers oder aber weil es gerade einen Hype um die Person gab.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
14. Juli
Rating:4

Interessante, aufwühlende Einblicke

Es war spannend, die Interviews zu lesen - auch wenn ich ab und zu das Buch zur Seite legen und durchatmen musste. Das lag zum Teil auch daran, dass mir Passmann teilweise zu wenig auf kritische Aussagen eingegangen ist und sie einfach hat stehen lassen (zumindest nach ihrem Buch). Ich habe aber verstanden, dass der Austausch zu diesem Thema immens wichtig ist für die Bewegung und das rechne ich dem Buch hoch an. Im großen und Ganzen half mir das Buch dabei, meine verhärtete Unwilligkeit, mit (fremden) Männern über Feminismus zu sprechen, ein wenig aufzulockern. Ich kann das Buch definitiv empfehlen, besonders Männern. Denn ich kann mir vorstellen, dass kommentierte Interviews von Männern mehr von anderen Männern mit offenen Ohren gehört werden (rip).

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
10. Juli
Rating:4

Ein sehr komplexes Buch zu einem Thema, dass in Wahrheit doch nicht so ganz auf die ein oder andere Person zutrifft. Der alte weisse Mann. Ich finde Sophias herangehensweise super gut, auch dass sie mit bedacht an die Sache herangeht und keine lauten Diskussionen eingeht. Die Interviewpartner sind sehr unterschiedlich, auch wenn ich die ein oder andere Person gar nicht gekannt habe. Die ein oder andere Aussage regt definitiv zu denken an und ich muss zu gehen, dass man sich das Buch Stück für Stück durchlesen muss, um sich etwas Zeit zu geben dass gesagt zu verarbeiten. Sich auch selbst, sowie auch sein eigenes Umfeld zu reflektieren.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
20. Juni
Rating:3.5

Witzig, klug, scharf und manchmal einen Tick zu versöhnlich.

Sophie Passmann ist für mich eine starke, schlagfertige Stimme im deutschsprachigen Feminismus - klug, provokant, witzig, und in diesem Buch ganz besonders präsent. In Alte weiße Männer geht sie der Frage nach, wer oder was eigentlich dieser „alte weiße Mann“ ist. Dies nicht nur als Feindbild, sondern als reale Figur mit Geschichte, Macht und Widersprüchen. Ich finde es spannend, wie sie mit echten, lebenden „alten weißen Männern“ spricht und ihre Perspektiven beleuchtet. Das ist oft erhellend, manchmal irritierend, manchmal überraschend, aber immer lesenswert. Der Stil ist wie man es von Passmann kennt: pointiert, sprachlich stark, manchmal polemisch, aber nie platt. Ein kluges, unterhaltsames Buch über Macht, Privilegien und männliche Selbstbilder, mit viel Wortwitz und Haltung. Auch wenn ich die Perspektiven marginalisierter Gruppen stärker vermisse, ist es ein lesenswerter Beitrag im feministischen Diskurs.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
18. Juni
Nur weil ein Buch nicht zum Grund taucht, heißt es nicht, dass es keine Tiefe hat!
Rating:4

Nur weil ein Buch nicht zum Grund taucht, heißt es nicht, dass es keine Tiefe hat!

Ein kluges, pointiertes und bewusst provokantes Buch über ein oft benutztes, selten wirklich verstandenes Feindbild: den alten weißen Mann. Passmann trifft in Interviews auf verschiedenste Männer – manche freiwillig, manche unbewusst Vertreter dieser Kategorie – und versucht, den Diskurs nicht zu moralisieren, sondern zu öffnen. Für mich: Ein extrem wichtiger Einstieg ins Thema Feminismus, vor allem für alle, die sich selbst vielleicht (noch) nicht als Teil des Problems sehen. 💬 Entgegen vieler Goodreads-Bewertungen hatte ich nicht das Gefühl, dass hier irgendwas beschönigt wird. Ganz im Gegenteil: Der Zynismus und die kluge Ironie der Autorin lassen die Kritikglocken regelmäßig laut schrillen – ohne je beleidigend oder platt zu werden. Das Buch will nicht tiefenpsychologisch alles erklären – aber genau das ist seine Stärke. Es spricht diejenigen an, die sich vielleicht noch nie ernsthaft hinterfragt haben. Es sensibilisiert – und zwar auf eine zugängliche, humorvolle und doch schmerzhafte Weise. Und ja, einige Stellen haben mich richtig wütend gemacht. Andere haben mich schmunzeln lassen – weil man diese Art von Reaktionen einfach nur zu gut kennt. Gerade von denen, die sich doch selbst auf die Fahne schreiben, Frauen „zu unterstützen“. ✨ Fazit: Mein Horizont wurde definitiv erweitert – gerade durch gegenteilige Meinungen. (*Bezug auf Micky Beisenherz‘ Kommentar) 📖 Bewertung: 4/5 – nur weil ein Buch nicht bis zum Grund taucht, heißt das nicht, dass es keine Tiefe hat.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
11. Juni
Rating:4

Nüchtern und beobachtend

So stellt Sophie Passmann die Ansichten der Männer dar, die sie für dieses Buch interviewt hat. Es gab Überraschungen, Personen, die die Erwartungen vollkommen erfüllen und eine durchaus einheitliche Definition für alte, weiße Männer. Das dominierende Thema zum Feminismus ist die Quote, was ich sehr interessant fand und auch die Argumente, die dazu ins Feld geführt werden. Ich bin nur einfach kein Sachbuch Mensch oder ich das 5 Sterne Sachbuch einfach noch nicht gefunden habe.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
2. Juni
Rating:2

Fand das gesamte Konzept des Buches sehr seltsam: privilegierte Personen schildern ihre (fragwürdige) Position zum Feminismus. Das einzig gute waren die Einschübe von Sophia selbst, aber selbst da war jetzt nichts Innovatives dabei, was man nicht auch aus weitaus besser verfassten Büchern mitnehmen könnte. Wenn man sich ernsthaft mit der Thematik befassen will, braucht man dieses Buch echt nicht. War dann wohl mein zweites und letztes Buch der Autorin.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
24. Apr.
Rating:4

Bissig, aber immer mit einem Augenzwinkern

Ihr Konzept, patriarchale Machtverhältnisse nicht nur anzuprangern, sondern sie im direkten Gespräch auszuleuchten, gefiel mir gut. Der Untertitel „Ein Schlichtungsversuch" trifft den Kern: Sie hört zu, kontert, lässt Raum - und legt dabei offen, wie unterschiedlich „alt weiße Männer" mit Kritik umgehen. Einige Interviews haben mich wirklich positiv überrascht: Da blitzt Einsicht auf, echte Bereitschaft, eigene Privilegien zu hinterfragen. Bei anderen wollte ich eine Wand einschlagen - so verbohrt und selbstzufrieden waren manche Antworten. Gerade dieses Wechselbad macht es spannend. Zwischen Hoffnung auf Veränderung und frustrierendem Kopfschütteln pendelt man ständig hin und her. Manchmal hätte ich mir noch mehr Einordnung von Ihr gewünscht, ein klareres „Was nun?" nach den Gesprächen. Gleichzeitig schätze ich, dass sie die Männer einfach sprechen lässt - so entlarven sich manche Haltungen ganz von selbst. Ganz neu sind die Erkenntnisse nicht, aber Passmanns Humor und ihr prägnanter Stil schaffen eine lesenswerte, unterhaltsame Bestandsaufnahme patriarchaler Machtmuster. Für mich definitiv ein Buch, das Diskussionen befeuert - und dabei überraschend viel Spaß macht.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
21. Apr.
Feindseligkeit ist etwas, dass sich nicht staatlich regulieren lässt.
Rating:4

Feindseligkeit ist etwas, dass sich nicht staatlich regulieren lässt.

Sophie Passmann schafft es - mal wieder - mit einer gehörigen Portion Humor ein bitterernstes Thema salonfähig zu machen. Mit der Methode - potenziell - alte, weiße Männer mit ihrem eigenen Sein und Wirken zu konfrontieren, hat Sophie Passmann ein unterhaltsames Werk geschrieben, welches - gerade als Mann - auch zum nachdenken anregt. Auch als vermeintlich aufgeklärtes Exemplar meiner Spezies habe ich mich an einigen Punkten doch in veralteten Denkmustern wiederfinden müssen. Beim Lesen konnte ich dieses Buch kaum weglegen und habe von Kapitel zu Kapitel immer mehr das Gefühl vermittelt bekommen, dass die Autorin und ich ein ähnliches Verständnis von Humor haben, was das Buch umso leichter gemacht hat. Ich habe im Verlauf der Lektüre jedoch deutlich gemerkt, dass diese Buch bereits vor der Corona-Pandemie entstanden ist und hätte gerne eine Nachfolge für die Zeit nach den gesellschaftlichen Auswirkungen des Virus, da sich der gesellschaftliche Diskurs und Weltsicht vieler Menschen deutlich gewandelt hat. Über eine Männer in diesem Buch war ich mal unerwartet, mal erwartungsgemäß, schockiert oder begeistert. Aber gerade in dem Kapitel mit Kevin Kühnert war die Beschreibung so bildlich, dass ich mich direkt im Kopf an auserwählte Abende oder Tagungen, die ich mit ihm gemeinsam bestreiten durfte, erinnert fühlte. Das hat mir ein ähnliches Lächeln ins Gesicht gebracht, wie die Hoffnung, die über eine feministischere Welt aus einigen Kapiteln hervortrat. In meiner Hoffnung findet dieses Werk weiterhin großen Anklang in allen gesellschaftlichen Schichten und Geschlechtern. Wir brauchen die gesamte Gesellschaft um einen positiven Wandel herbeizuführen. Danke, Sophie Passmann.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
27. März
Rating:4

Ich tue mich schwer mit dem Schreibstil von Sophie Passmann, empfinde "Alte weiße Männer" dahingehend noch am angenehmsten.

Die einzelnen Porträts der beschriebenen Männer hat mir sehr gut gefallen und tu vielen habe ich mich währenddessen über das Buch hinaus belesen um einzelne Situationen/Beschreibungen besser nachvollziehen zu können. Das hat mal mehr, mal weniger gut geklappt, da es doch recht eindimensional und wenig "in die Tiefe" ging. Somit blieb ich mit einigen Fragezeichen zurück die mich am Ende fragen ließen, warum/wofür das ganze? Ich blieb leider etwas ratlos und unbefriedigt zurück und habe womöglich den Kern des Buches nicht erfasst? Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr genossen und schon alleine, sich weitergehend mit verschiedenen Themen im Nachgang auseinanderzusetzen hat mich bereichert. Daher eine Leseempfehlung!

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
18. März
Rating:5

„Gut zu wissen, dass gute Männer im eigenen Team spielen“ Es ist spannend unterschiedliche Denkweise zum Thema Feminismus zu lesen. In jedem Gespräch gibt es unterschiedliche Punkte die Beide gleich/ ähnliche sehen. Es ist interessant, dass jeder Anteile des Feminismus vertritt, aber diesen nicht als Feminismus erkennt. Der Feminismus braucht mehr Aufklärungsarbeit, damit er nicht mehr als lästiges radikal Überbleibsel der letzten suffragetten Generation bezeichnet wird. Wenn wie man im Buch feststellen kann ist das Miteinander die Lösung. Auch wenn man es nicht aussprechen will, auch der alte weiße Mann gehört dazu und ist ebenfalls nötig im Feminismus. Aber der Feminismus hat seine Grenzen und wie im Buch beschrieben, man muss auch realistisch sehen, wo kämpfen nicht mehr lohnt. Den alten weißen Mann als Feindbild zu sehen, ist genau so kritisch wie eine Feministin als Feindbild zu sehen. „Lasst es uns wenigstens klug tun, ohne uns selbst oder das gegenüber ständig mit Feindbildern zu langweilen“ Denke es ist wichtig zu betrachteten, dass auch dieses Buch die „Meinung“ von Sophie Passmann beinhaltet. Es ist ihre Art Menschen zu interviewen und Bezug zu Äußerungen zu tätigen. Wenn man sich inhaltlich mit dem Thema beschäftigen will, dann sicherlich gut für den Anfang. Möchte man jedoch ein Buch über Feminismus auf fachlicher Sicht lesen, dann wird man hier nicht abgeholt.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
26. Feb.
Rating:4.5

Ich habe mich von Anfang an gut in den Schreibstil von Sophie Passmann eingefunden und bin auch mit den Interviews als Struktur des Buches sehr gut zurecht gekommen. Die Idee hinter dem Aufbau des Buches war wirklich toll, für mich trifft es der Untertitel "ein Schlichtungsversuch" wohl ziemlich auf den Punkt. Einige der Interviews und Aussagen der dort von Sophie Passmann getroffenen "alten weißen Männer" waren wirklich interessant, haben gute Ansätze gezeigt und mich positiv überrascht. Manch andere haben einem beim Lesen wiederum wirklich den Kopf schütteln lassen und mich eher wütend gemacht. Über Offenheit und tatsächliches Interesse sowie Wille zur Veränderung und Kritik und überhaupt erst einmal ein Erkennen an immer noch ausgeprägten patriarchalen Strukturen bis zu absoluter Verbohrtheit und Aussagen, dass "das alles doch auch gar nicht mehr so schlimm sei", war vieles dabei. An der ein oder anderen Stelle hätte ich mir noch etwas mehr Einordnung der Autorin gewünscht, anderseits fand ich es auch gut, wie sie das Ganze ausgearbeitet hat und den Sprechern den Raum für ihre Ansichten gegeben hat, unabhängig davon, wer sie sind und was diese waren. Für mich ein Buch, was vielleicht nicht völlig neue Erkenntnisse bringt, aber einen guten und interessanten Ansatz gibt, auch einige Zeit nach Erscheinen und zudem die meiste Zeit, unabhängig von Interviewpartner und Ansichten, mit dem humorvollen Stil von Sophie Passmann auch gut unterhält und eine für mich angenehme Leseatmosphäre erzeugt.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch
23. Feb.
Rating:4

Immer noch aktuell, immer noch gut

Hier wurde tollen und nicht so tollen und interessanten und gähnend langweiligen Männern eine Plattform geboten, die sie in ihrer jeweiligen Art genutzt haben. Passmann war dabei eine interessierte Zuhörerin und Fragenstellerin, die da reinbohrt, wo es braucht und manches einfach stehen lässt.

Alte weiße Männer
Alte weiße Männerby Sophie PassmannKiepenheuer & Witsch