13. Feb.
Rating:3

Recht unterhaltsamer Einblick

„Schreib alles auf. Dann wirst du lernen, die Zeit zu überlisten. Das ist das ganze Geheimnis. Das ist das einzige Gesetz.“ Dieses Zitat der Rückseite des Einbands beschreibt gut, worum es hier geht: das Schreiben als Versuch, Erinnerungen und Identität festzuhalten. Aus dem Dachsbau von Dirk von Lowtzow ist ein sprachbewusstes Buch, das sich zwischen Autobiografie, Essay und poetischem Gedankenfluss bewegt. Der Tocotronic-Sänger schreibt mit Feingefühl und einer gewissen Musikalität. Interessant fand ich seine Reflexionen über Kunst, Selbstwahrnehmung und das Leben als Künstler. Allerdings bleibt das Buch in seiner Struktur und Erzählweise sprunghaft und fragmentarisch. Es ist oft mehr Notiz und weniger durchkomponierte Erzählung. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten.

Aus dem Dachsbau
Aus dem Dachsbauby Dirk von LowtzowKiepenheuer & Witsch
14. Apr.
Rating:2

Dieses Buch liest sich wie die Stories zu den Lyrics eines Albums mit über 70 Tracks. Spätestens nach einem Viertel der Geschichten dachte ich, es reicht jetzt, wo bleibt die Musik? DvL erzählt seine autobiografische Geschichte nicht chronologisch, sondern alphabetisch nach Überschriften und so sind die einzelnen Kapitel so zusammengewürfelt wie ein Album im Shuffle-Modus. Das wäre ja alles noch in Ordnung, wenn es für mich als nicht gerade bekennender Tocotronic-Fan halbwegs interessant gewesen wäre. Der Auszug des badischen Bub in die große Hamburger Musikwelt würde zumindest einige erzählenswerte Geschichten hervorbringen. Aber auf diese Art und Weise ist das Lesen, wie wenn ich ein Tocotronic-Album bei der Büroarbeit nebenbei gehört hätte. Einlullende Beats und irgendein Textbrei, an dem Ende nichts hängen geblieben ist. Für ausgewiesene Toco-Fans sicher ein Genuss. Für mich galt hingegen: "Aber hier lesen? Nein, Danke!"

Aus dem Dachsbau
Aus dem Dachsbauby Dirk von LowtzowKiepenheuer & Witsch
23. Feb.
Rating:2

Dieses Buch liest sich wie die Stories zu den Lyrics eines Albums mit über 70 Tracks. Spätestens nach einem Viertel der Geschichten dachte ich, es reicht jetzt, wo bleibt die Musik? DvL erzählt seine autobiografische Geschichte nicht chronologisch, sondern alphabetisch nach Überschriften und so sind die einzelnen Kapitel so zusammengewürfelt wie ein Album im Shuffle-Modus. Das wäre ja alles noch in Ordnung, wenn es für mich als nicht gerade bekennender Tocotronic-Fan halbwegs interessant gewesen wäre. Der Auszug des badischen Bub in die große Hamburger Musikwelt würde zumindest einige erzählenswerte Geschichten hervorbringen. Aber auf diese Art und Weise ist das Lesen, wie wenn ich ein Tocotronic-Album bei der Büroarbeit nebenbei gehört hätte. Einlullende Beats und irgendein Textbrei, an dem Ende nichts hängen geblieben ist. Für ausgewiesene Toco-Fans sicher ein Genuss. Für mich galt hingegen: "Aber hier lesen? Nein, Danke!"

Aus dem Dachsbau
Aus dem Dachsbauby Dirk von LowtzowKiepenheuer & Witsch