Wie immer, ein exzellentes Buch von Viveca Sten. Spannend bis zum Schluss.
Dunkle Abgründe hinter der Idylle
In Tödliche Nachbarschaft kehrt Viveca Sten auf die Schären zurück und erzählt von einem Mord, der die dünne Fassade einer wohlhabenden Gemeinschaft einreißt. Was nach schwedischer Sommeridylle aussieht, entpuppt sich schnell als Geflecht aus Eifersucht, finanziellen Abhängigkeiten und alten Verletzungen. Thomas Andreasson ermittelt dieses Mal nicht ganz so besonnen, während Nora Linde sich erneut mit juristischen und persönlichen Herausforderungen konfrontiert sieht. Ihr Zusammenspiel bleibt der Kern der Serie – vertraut, aber nie langweilig. Stens Stärke liegt wie immer in der Kombination aus familiären Dramen und kriminalistischem Spannungsbogen. Die Nachbarschaft als Ort des Misstrauens wird überzeugend gezeichnet: Jeder kennt jeden, und doch bleiben die größten Gefahren hinter verschlossenen Türen verborgen. Kleinere Längen im Mittelteil und etwas vorhersehbare Motive können den Gesamteindruck kaum schmälern. Wer die Reihe liebt, bekommt erneut genau das, was sie so besonders macht: spannende Unterhaltung mit einem feinen Blick für menschliche Abgründe.
Mal ein etwas anderer Teil meiner beliebten Krimireihe. Allerdings konnte mich dieser nicht ganz so abholen wie die Vorgänger. Er war auf jeden Fall spannend und die Charaktere wurden wieder super beschrieben. Aber mir hat der ganze Fall nicht ganz so zugesagt.


