
Skurill, verrückt, ein wilder Ritt!
Das Wichtigste zuerst: ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, wollte wissen, wie es weiter geht, aber es war nichts, was ich bedenkenlos empfehlen kann. Es entspricht nicht meinem eigentlichen Lesegeschmack und hätte es mir nicht meine Liebe Buchcluberin empfohlen... Ich hätte es nicht gelesen. Um was geht's? Die von Ordnung und Effektivität besessene Cheryl ist Anfang 40, lebt ein gutes Leben, hat ihre Habseligkeiten auf ein Minimum reduziert (dann muss sie nicht so viel aufräumen, abwaschen usw.) und träumt von einem Leben mit dem ca. 20 Jahre älteren Phillip. Dieser sieht sie jedoch nur als gute Freundin, der man Dinge anvertrauen kann und deren Rat man einholt, wenn man sich bspw. in eine 16-jährige verliebt.🤨 Dann zieht eines Tages Clee bei Cheryl ein. Eigentlich muss man sagen, sie macht sich bei ihr breit. Lebt im Wohnzimmer und lässt überall ihre Sachen und den Müll liegen. Was dann passiert ist sehr verstörend, es entspinnt sich eine Beziehung zwischen den beiden, es gibt eine Bindung, die ich bis zum Ende nicht ganz verstanden habe. Was hat mir gefallen? Die Charaktere sind sehr authentisch und auch witzig beschrieben. Ihre Entwicklung fand ich spannend. Außerdem fand ich den Schreibstil interessant und ungewöhnlich. Was hat mir nicht gefallen? Explizite Sexszenen, damit hatte ich nicht gerechnet und hätte ich in dieser Detailliertheit auch nicht gebraucht 🤭. Die Handlung konnte ich nicht nachvollziehen. Ich frage mich noch immer, was die tiefere Botschaft des Buches war. Ich bin hin und her gerissen, aber für mehr als drei Sterne hat es nicht gereicht...

