„Du kannst werden, was du willst, wenn du nur etwas willst.“
Das Buch erzählt die wahre Geschichte von Pikay, der sich auf eine unglaubliche Reise mit dem Fahrrad von Indien bis nach Schweden macht.. aus Liebe und mit viel Mut. Unterwegs begegnet er fremden Ländern, Kulturen und Menschen, die ihm helfen oder ihn herausfordern.
Sehr schöne Liebesgeschichte :)
„Allein und gleichzeitig von Millionen Unbekannten in einer großen Stadt umgeben zu sein, kann zur Folge haben, dass man sich sehr klein fühlt. Da kommt es einem leicht so vor, als seien alle auf dem Weg irgendwohin, nur man selbst irrt herum.“
„Das größte Hindernis waren meine eigenen Gedanken.“
„In den Meditations- und Atemübungen fand sich alles, was sie schon für sich erarbeitet hatte: dass man wagen musste, offen zu sein für etwas anderes als das, was man schon ist, und dass man nicht sein Leben lang der Sklave seiner eigenen Sinne sein kann.“
Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden - Eine lange Reise, die zu oft ihre eigenen Muster wiederholt
Das Buch hat einen originellen Ansatz: eine epische Liebesreise von Indien nach Schweden. Die Geschichte um Pikay und Lotta verspricht Abenteuer, Romantik und emotionale Tiefe. Leider bleibt vieles davon nur auf der Oberfläche.
Die Handlung ist über weite Strecken vorhersehbar und wiederkehrend. Pikays Reise wird zwar akribisch beschrieben, doch die einzelnen Etappen wirken oft wie checklistenartige Stationen, die die Spannung nicht erhöhen. Viele Situationen lösen sich zu bequem durch Zufall oder überfreundliche Helfer, wodurch die Herausforderungen ihre Wirkung verlieren.
Die Charakterisierung der Figuren ist lückenhaft. Pikay ist sympathisch, aber Lotta bleibt blass und emotional schwer greifbar. Nebenfiguren dienen meist nur als Instrumente der Handlung, nicht als echte Persönlichkeiten. Dies führt dazu, dass die emotionalen Höhepunkte nicht die gewünschte Wirkung entfalten.
Die Reisedetails sind einerseits interessant, andererseits wirken sie streckenweise aufgebläht. Die Beschreibungen der Landschaften und Länder sind schön anzusehen, doch der Fokus auf die Episoden der Reise zieht die Geschichte in die Länge und unterbricht den Erzählfluss.
Trotz dieser Kritikpunkte hat das Buch seine Stärken: Es vermittelt Optimismus, Freundschaft und Ausdauer und ist leicht zugänglich. Wer eine kurzweilige, oberflächliche Liebesgeschichte mit Abenteuer-Elementen sucht, kann hier unterhalten werden. Wer jedoch Tiefe, Spannung und komplexe Figuren erwartet, wird enttäuscht. Von mir 6 von 10 P.
5 ⭐️; ein Buchschrankfund. Weil eigentlich will ich ja solche „überbewerteten Wohlfühlbücher ohne richtigen/ wichtigen Inhalt“ nicht lesen… „Mainstreambuch“. ..Gott sei Dank hab ich manchmal meine Klischee- Schublade in meinem Kopf doch im griff und hinterfrage sie. Kurz gesagt, eine echt tolle echte Geschichte. Die mir, zb den Hippietrail der 60iger, Neues beibringt. Das haben wohl sehr viele Leser vor mir verstanden und das Buch zurecht sehr gut bewertet.
Sehr gut geschrieben 👍🏻
Eine unglaubliche Liebesgeschichte .
Es geht um es geht um mein Inder durch Zufall in eine Schweden verliebt.
Und dann mit dem Fahrrad zu ihr fährt nach Schweden
Das Potenzial wurde für mich nicht ganz ausgeschöpft
Anhand des Titels habe ich etwas anderes erwartet. Für mich war es zwar sehr spannend einen Einblick in die indische Kultur zu bekommen, allerdings habe ich mich vor allem auf die Reise des Protagonisten gefreut. Leider hat die Reise nur einen kleinen Teil des Buches eingenommen, was ich wirklich schade fand. Trotzdem ein gutes Buch mit spannenden Einblicken.
Als ich den Klappentext dieses im offenen Bücherregal gefunden Buch gelesen hatte, hatte ich mit einer anderen Geschichte gerechnet. Gekauft hätte ich mir dieses Buch nicht, aber das macht den Charm des offenen Bücherregal ja aus. Ich habe schon so manche nette Überraschung erlebt.
Einen Reisebericht über eine abgefahren lange Radtour, das war mein Gedanke. In den Rezensionen hier erfuhr ich, dass es anderen ähnlich ging. Ab Seite 100 quälte ich mich etwas durch das Buch und dachte, wann fährt er endlich los!
Ich machte mich von dem Gedanken frei und ließ mich auf die Welt in Indien mit Start vor ca. 100 Jahren ein.
Ich tauchte in eine andere Welt ein, was ja letztlich die Idee eines Buches ist.
Der Gedanke, das es sich um eine reale Geschichte handelt, hat mich gefesselt.
Die ca .100 Seiten über die tatsächlichen Radtour haben mir allerdings am besten gefallen.
Irgendwie hab ich was anderes erwartet.
Mal abgesehen davon das er nicht den ganzen Weg mit dem Fahrrad zurück gelegt hat, war diese Reise nur ein kleiner (für mich zu kleiner) Teil der Story.
Das macht sein Leben nicht weniger interessant, aber auch die Liebesgeschichte ist irgendwie…sehr nüchtern in meinen Augen.
Ich fand die Story mega spannend. Leider ging es dann doch sehr viel um die Familiengeschichte, und nicht um die Reise selbst, was ich etwas schade fand. Der Schreibstil war nicht sehr flüssig, trotzdem ist es natürlich eine tolle Geschichte, mit anschaulichen Fotos
Der Titel ist ein bisschen irreführend – statt eines spannenden Reiseberichtes beschreibt der größte Teil des Buches das Leben Pikays vor seine Reise in Indien. Was durchaus informativ und lesenswert ist, aber leider nicht ganz so unterhaltsam wie erhofft. Die eigentliche Reise wird dann relativ schnell im zweiten Drittel des Buches abgehandelt und vom Fahrradfahren bekommt der Leser dabei leider auch nicht allzu viel mit. Dennoch ein interessanter Roman.
Ich habe dieses Buch vor einigen Jahren begonnen zu lesen und es nie beendet. Vor ein paar Wochen habe ich gesehen, dass es dieses Buch als Hörbuch auf Spotify gibt und es mir als Geschichte angehört. So fand ich es spannend und ich konnte inzwischen auch einiges besser verstehen und interpretieren, zumal ich in der Zwischenzeit 3 Monate in Indien war. Die Kastensysteme und politischen Grundlagen von Indien kenne ich zwar nur sehr begrenzt und nicht durch meinen Aufenthalt, aber dafür kann ich das Gewusel, die Offenheit der indischen Menschen und das Anders-Sein der indischen Kultur gegenüber unserer ein Stück weit nachvollziehen.
Ich mag die Geschichte und zu sehen, was alles möglich ist, wenn man es wirklich möchte.
Habe das Buch gewählt weil mir die Reise sehr gut gefallen hätte, stattdessen hat es mir Indien näher gebracht, was auch sehr lesenswert war:)
Die kennenlernphase, obwohl von Liebe die Rede war, kam sehr kurz und die Person Lotta blieb mir eher fremd...
Man merkt, dass der Autor dem Lesen Indien sehr nahebringen will und das hat er auch geschafft. Doch bis zur Mitte geht es nur um seine Geschichte in Indien und das fand ich auch sehr interessant, aber ich dachte es geht mehr um die Reise, aber die ging nicht mal 100 Seiten.. Und ich finde er hat eben sehr viel Zeit mit Indien verbracht und dann gemerkt, er hat nicht mehr viel Zeit um die Liebesgeschichte und Reise zu schreiben. Sehr schade.. Den Schluss habe ich nur über flogen, weil es für mich nicht mehr gut geschrieben war.
Was für eine schöne und wahre Lebensgeschichte. Die titelgebende Fahrradreise macht zwar nur einen sehr kleinen Teil am Ende des Buches aus, das bedeutet aber nicht, dass die Geschichte des unberührbaren Inders Pikay nicht weniger unterhaltsam ist. Sein Leben und seine Erfahrungen als kastenloser Inder sind überaus unterhaltsam und abwechslungsreich und vermitteln dabei auch einen guten Eindruck was es bedeutet, einer „unreinen“ Gesellschaftsgruppe anzugehören und deren Konsequenzen am Leibe zu spüren. Wie Pikay damit umgeht und welche teilweise unglaublichen Ereignisse sich dadurch ergeben ist absolut lesenswert. Für mich ein lebensbejahendes Buch eines sehr sympathischen Menschen das leicht zu lesen ist, Spass macht und gleichzeitig zum Denken anregt; speziell was unsere westlichen ach so mannigfaltigen Probleme betrifft. Für mich hätte das Buch gerne noch umfassender sein können (gerade was seine Reise per Fahrrad betrifft) aber auch so eine klare Empfehlung.
Ein verlockender Titel, der seine Versprechen nicht hält, gefolgt von einer Geschichte mit schönem Anfang und ein zähem Ende
Ein verlockender Titel, der seine Versprechen nicht hält, gefolgt von einer Geschichte mit schönem Anfang und ein zähem Ende
Der Buchtitel ist zunächst sehr irreführend: Das erste Drittel des Buches handelt von Pikays Kindheit. Das fand ich anfangs noch atmosphärisch geschrieben, inspirierend und ehrlich, aber auch sehr auslandend.
Lottas Leben wird auf einzelnen Seiten immer wieder zwischendurch eingeschoben.
Das zweite Drittel handelte dann immer noch nicht von der Reise, die ich erwartete, sondern von der harten Zeit, die Pikay als junger Erwachsener erlebte.
Lotta traf erst nach der Hälfte der Geschichte in die Handlung!
Und so begann die Radreise, die im Titel angekündigt wurde und auf die ich so lang gewartet habe, erst im letzten Drittel des Buches. Auch wenn die Erzählung bisher nie besonders detailreich waren, fehlten mir auf der Reise immerzu Details über die Länder und die Kultur, in denen er unterwegs war. Ereignisse wurden oft nur angerissen, bevor der nächste Zeitsprung kam.
Insgesamt hatte ich erwartet, dass Pikay und Lotta sich zu Beginn des Buches treffen und der Großteil der Geschichte von der Reise, und zum Schluss noch mal vom Wiedersehen handelt. Der Titel und auch der Klappentext haben mich absolut in die Irre geführt.
Der Schreibstil hat dazu beigetragen, dass mich das Buch nicht gefesselt hat. Ich empfand den Erzähler als sehr sprunghaft, inkonsequent in der Erzählung und oberflächlich.
Zu Beginn habe ich das Buch richtig gern gelesen, in freudiger Erwartung auf die Reise, die ja nun bald kommen sollte. Doch Seite für Seite blätterte ich um, und die Geschichte stand für mich still. Als die große Radreise dann endlich kam, hatte ich keine Freude, sie zu lesen. Das Tempo war sehr schnell, die Geschichte sprang von einem zum nächsten Ort und in jeder Stadt wiederholte sich die Handlung.
Zuletzt war ich etwas genervt von der Naivität, dem Pessimismus und der Sprunghaftigkeit, die Pikay oder der Autor immer wieder vor bringen.
Es ging nur vereinzelt um Lotta und Pikays Liebe zu ihr, für die er ja um die halbe Welt gereist ist.
Irritiert haben mich auch die mehrmaligen Erzählungen von (Selbst-)Mord, die unpassend einfach in die Geschichte hineingeworfen wurden.
Rückblickend fand ich die Geschichte immer weniger inspirierend, sie regte mich auch nicht besonders zum Nachdenken oder Reflektieren ein. Zum Schluss war es für mich eine Art Biografie eines Lebens, das mich einfach nicht besonders interessierte (oder für mich nicht besonders interessant erzählt wurde).
Man merkt, dass der Autor dem Lesen Indien sehr nahebringen will und das hat er auch geschafft. Doch bis zur Mitte geht es nur um seine Geschichte in Indien und das fand ich auch sehr interessant, aber ich dachte es geht mehr um die Reise, aber die ging nicht mal 100 Seiten.. Und ich finde er hat eben sehr viel Zeit mit Indien verbracht und dann gemerkt, er hat nicht mehr viel Zeit um die Liebesgeschichte und Reise zu schreiben. Sehr schade.. Den Schluss habe ich nur über flogen, weil es für mich nicht mehr gut geschrieben war.
Das Buch war sehr interessant und aufschlussreich. Der Leser bekommt einen Einblick in die indische Kultur. Wie das Leben dort ist und was es mit den Kasten auf sich hat. Was ich auch sehr schön fand, war pikay auf seinem Weg begleiten zu dürfen. Ein tolles Buch.
Eine sehr inspirierende Geschichte! Ich dachte natürlich, in dem Buch geht es hauptsächlich um Pikays Reise mit dem Fahrrad nach Schweden. Tatsächlich erzählt die erste Hälfte des Buches aber Pikays Lebensgeschichte. Sein Leben als Unberührbarer in Indien. Ein Leben voller (wie er so schön sagt) "Sinnlosigkeiten". Ablehnung, Mobbing, Demütigungen, Hass ... all das bestimmt seinen Alltag. Und auch die Tatsache, dass es ihm als Unberührbarer wohl nie möglich sein wird, die Frau zu heiraten, die er wirklich liebt.
Diese Vorgeschichte fand ich sehr wichtig, um zu verstehen, wie ein Inder überhaupt auf die Idee kommt, mit seinem Fahrrad bis nach Schweden zu fahren, um da seine große Liebe wiederzufinden. Und ohne zu viel zu spoilern, kann ich nur sagen, dass die Geschichte einfach herzerwärmend ist und zeigt, dass jeder seinen Platz irgendwo in der Welt hat und das auch die schlechten Dinge im Leben für irgendwas gut sind.
Dies ist ein unglaubliches Buch und eine unglaublich schöne Liebes- und Lebensgeschichte!
Vorab aber gleich eine Warnung an alle, die hier eine gängige Liebesgeschichte erwarten. Nein so ist das Buch nicht! Es ist noch viel, viel mehr...
Es war einmal eine Prophezeiung...
„Er wird sich mit einem Mädchen verheiraten, das nicht aus dem Stamm, nicht aus dem Dorf, nicht aus dem Bezirk, nicht aus der Provinz, nicht aus dem Bundesland und auch nicht aus unserem Land stammt,“ ritzt der Astrologe in ein Palmblatt. Zu Pradymna sagt er: „Du musst nicht nach ihr forschen, sie wird dich aufsuchen.“
Als Leser lernen wir Pikay kennen, der im indischen Dschungel auf die Welt gekommen ist. Er ist ein Unberührbarer. Obwohl, gesetzlich gesehen, die Kasten keine Bedeutung mehr haben dürften, war/ist es in Indien auf den Dörfern und außerhalb der großen Städte so, dass immer noch die Brahmanen in der hinduistischen Gesellschaft nichts mit den Unberührbaren (Angehörige der niedrigsten Kasten bzw. der Unterkasten) zu tun haben wollen. So erfährt Pikay über den ganzen Zeitraum seiner Jugend und Schulzeit extreme Diskriminierung von Lehrern, Mitschülern und anderen Menschen. Auch wenn seine Mutter ihn als kleinen Jungen versucht hat davon abzuschirmen, wird ihm im Laufe der Zeit klar, warum sich viele Menschen von ihm abwenden oder ihn meiden. Dieser Teil des Buches hat mich sehr berührt! Kann man sich doch im Westen nicht vorstellen, dass ein Kind, aufgrund seiner Herkunft nicht mit den anderen Schülern der Klasse im Klassenzimmer sitzen darf, sondern auf der Terrasse bleiben und versuchen muss, dem Unterricht von dort zu folgen.
Doch bei all dem Unglück hat Pikay das große Glück, dass er eine wundervolle Gabe hat, die Menschen verbinden kann und die ihm auf seiner Reise nach Schweden von großer Hilfe sein wird - er kann zeichnen. In großer Geschwindigkeit schafft er es Menschen zu porträtieren. Dadurch bekommt er die Aufmerksamkeit von Indira Gandhi, die zu dieser Zeit als Premierministerin Indiens amtierte. Durch einen glücklichen Zufall begegnete Pikay in Delhi Walentina Wladimirowna Tereschkowa, der ersten Frau im Weltraum, die bis 1982 auch die einzige Frau im Weltall war. Er zeichnete sie auf einer Parade, an der er zufällig vorbeigekommen war.
Seit der indischen Unabhängigkeit gibt es Quoten für die Besetzung von Stellen in der öffentlichen Verwaltung sowie Förderung für Studienplätze für Unberührbare. So kam es, dass Pikay ein Stipendium für sein Kunststudium erhalten hatte. Das war ein weiterer großer Baustein auf dem Weg in seine Zukunft mit Lotta. Denn, während er auf der Straße Menschen zeichnete und sich damit ein paar Rupien für den Lebensuterhalt verdiente, begegnete er eines Tages Lotta, die mit Freunden Indien besuchte und bereiste.
Eine kurze Zeit reichte, damit diese beiden Menschen sich verlieben und sich eine gemeinsame Zukunft vorstellen konnten. Wären da aber nicht die vielen tausende Kilometer, die sie voneinander trennten.
Der nächste Teil beschreibt die lange und sehr anstrengende Reise, die Pikay auf sich nahm, um endlich mit Lotta wiedervereint zu sein. Den Großteil bestritt er mit dem Fahrrad. Sein Glück war ihm hold, sodass er auch einige leichtere Streckenabschnitte hatte, unter anderem mit dem Flugzeug. Viele Hindernisse galt es zu überwinden, denn wurde und wird auch heute noch ein Mensch mit indischem Pass nicht überall mit offen Armen empfangen. Er musste sich einige Male um Visa bemühen und wurde kurz vorm Ziel, von den deutschen Behörden fast wieder direkt nach Indien ausgewiesen.
Nach so großem eigenen Einsatz, dem Wille, ein bestimmtes Ziel zu erreichen und dem Glauben an eine Liebe und gemeinsame Zukunft, kann man Pikay und Lotta nur noch von Herzen alles Gute wünschen!
Dabei ist es toll, dass man von vorne herein weiß, dass die beiden es geschafft haben. Der Autor geht auch kurz auf die Widrigkeiten ein, die Pikay und Lotta überwinden mussten. Nicht jeder in ihrem Umfeld hat an ein erfolgreiches gemeinsames Leben dieser zwei optisch sehr unterschiedlichen Menschen geglaubt. Umso schöner ist es zu sehen, dass vieles möglich ist, wenn man nur will, wenn man hart an seinem Erfolg arbeitet und auch noch das richtige Quäntchen Glück besitzt.
Zum Hörbuch:
Der Sprecher Richard Barenberg konnte mich bereits in "Der Marsianer" und "Das Gleichgewicht der Welt" mit seiner Stimme und Sprechkunst begeistern. Im letztgenannten Hörbuch hatte er schon einmal Indien vor meinem geistigen Auge entstehen lassen. So fühlte ich mich auch in dieser Geschichte mit seiner Stimme sehr gut aufgehoben und es war ein bisschen wie nach Hause kommen.
Zum Taschenbuch:
Das Taschenbuch besticht durch das wunderschön gestaltete Cover. Es ist einfach ein Blickfang. Zudem kann man am Ende des Buches noch die schönen Bilder aus dem Leben von Pikay und Lotta genießen. Es tut gut, die fröhlichen und lachenden Gesichter zu betrachten und zu wissen, dass sich das alles gelohnt hat. Ein schweres und trauriges Leben wurde zu etwas Gutem.
Fazit:
Dieses Buch, diese Geschichte hat mich sehr inspiriert! Im Leben gilt es oftmals Berge zu bewegen. Manchmal muss man sich einfach nur trauen und den ersten Schritt wagen. Der Rest ergibt sich mit dem eigenen Tun. Dass es leicht wird, hat keiner gesagt. Bekanntlich gibt es nichts, was es nicht gibt und somit ist (fast) alles möglich, wie dieses Buch bestätigt. Und manchmal werden Märchen wahr...
„Vom Inder, der mit dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden“ von Per J. Andersson war ein Buch, was nun sehr sehr lang auf meinem SuB gelegen hat und nun war es einfach an der Zeit es endlich mal zu lesen! Ich muss ehrlich sagen, da es sich hier ja um eine wahre Geschichte handelt hatte ich ziemlich ziemlich viel Gefühl und eine bildhafte Reise des jungen Pikay erwartet und mich sehr sehr auf diese Geschichte gefreut. Leider hat mich das Buch total enttäuscht! Der Autor hat für mich hier leider nicht ansatzweise eine schöne Atmosphäre geschweige denn große Gefühle geschaffen. Die Geschichte lies sich für mich einfach nur stumpf und ermüdend lesen, war vollgepackt mit Informationen die sich nicht im großen Ganzen einfügen könnten, was mich wirklich traurig gemacht hat! Große Gefühle und ein Lächeln konnten mir hier lediglich die Bilder des Paares und ihrer Familie am Ende bereiten, diese waren wirklich schön und ließen auf die wundervolle Liebesgeschichte schließen, die Pikay und Lotta erlebt haben. Ihre Geschichte werden sie wohl noch viele Generationen weitererzählen und Herzen berühren, was mich wirklich freut! Ich denke wenn die beiden das Buch selbst geschrieben hätten, wäre viel viel mehr rüber gekommen. Durch Per J. Anderssons Feder wehte hier leider nicht mal ein laues Lüftchen... Leider ein Flopp, aber eine SuB-Leiche weniger
Pikays außergewöhnliches Leben
Klappentext:
„Pikay lernt 1975 in Delhi durch Zufall die junge Schwedin Lotta kennen und verliebt sich unsterblich in sie. Als Lotta zurück nach Schweden geht, setzt sich Pikay kurz entschlossen auf ein altes Fahrrad und fährt ihr hinterher...“
Meinung:
Die Biografie des Inders Pikay, erzählt von einem einzigartigen Abenteuer, das auf einer wahren Begebenheit beruht. Als kleines Kind erhielt er die Prophezeiung, dass seine zukünftige Frau nicht aus seinem Land käme und er in seinem Leben etwas Außergewöhnliches vollbringen würde. Als er die Schwedin Lotta kennenlernt, scheinen alle Beschreibungen der Prophezeiung auf sie zuzutreffen und tatsächlich verliebt sich Pikay in sie. Allerdings handelt das Buch tatsächlich von dem ganzen Leben Pikays und nicht „nur“ seiner außergewöhnlichen Liebesgeschichte. Am Anfang erhält man einen Einblick zu seinem Geburtsort, einigen indischen Gebräuchen und dem Kastensystem. Auch folgt man dem Protagonisten bis zu seinem Studiumsort, erfährt von seinen Schwierigkeiten und von mehreren Selbstmordversuchen Pikays, so wie vieles weiteres. Das Leben von ihm ist eine unglaublich spektakuläre Geschichte.
Das Buch enthält einige schöne Weisheiten, Sagen und Legenden, die für das Land Indien einfach typisch sind. Bereits innerhalb der ersten Seiten, erhält man einen Einblick in Pikays Gedankenwelt und bemerkt recht schnell, dass dieser Mensch eine schöne, interessante Art hat über die Dinge zu denken.
„Tief in den Köpfen der Menschen saßen die uralten Vorurteile und Werte so fest wie die Teile des Urgebirges. Die Veränderung musste von innen kommen, aus den Herzen der Menschen, das hat Pikay gelernt.“
Der Schreibstil des Autors an sich, ist allerdings recht monoton, sachlich und teilweise emotionslos gehalten. Nachdem ich durch den Titel und Klappentext fälschlicherweise eine romantische, gefühlsvolle Liebesgeschichte mit vielen Hindernissen und Mühsal erwartet habe, bekam ich jedoch eine komplette Lebensgeschichte. Theoretisch könnte das sogar interessant gestaltet werden, allerdings war die Vorgeschichte Pikays so simpel heruntergerattert worden ohne wirklich viel (sichtlichen) Bezug zu der Geschichte seiner großen Reise zu haben. Dabei geriet zusätzlich die Liebesgeschichte stark aus dem Fokus und selbst die Reise kam mir zu kurz.
Von seiner Reise wird hauptsächlich erwähnt, wen Pikay wo gezeichnet hat, welche Schwierigkeit er durch eine Zeichnung umgehen konnte oder es gab ein Zitat aus seinem Tagebuch. Tatsächliche Eindrücke - wie zum Beispiel, wie hat er sich beim täglichen Radeln gefühlt, was für Gedanken kamen ihn, an welcher Stelle war er kurz davor aufzugeben oder wodurch hat er sich motiviert - habe ich gefühlt überhaupt nicht erhalten. Dementsprechend nahe habe ich mich der Person dieser Geschichte gefühlt. Nämlich gar nicht. Des Weiteren täuscht der Titel nicht nur in dieser Hinsicht, dass dieses Buch eine romantische Liebesgeschichte emotional herüberbringen könnte, sondern auch in dessen, dass Pikay die ganze Reise nur auf seinem Fahrrad in Kauf nimmt. An sich wird (aus meiner Sicht) seine Reise dadurch nicht weniger beeindruckend, trotzdem finde ich den Titel irreführend.
Noch ein schönes Extra des Buches waren die Fotos am Schluss. Dort kann man noch mal einen Blick auf Pikay, seiner Familie, Lotta und anderen Personen, die im Buch auftauchen, werfen. Dadurch wird für den Leser die Geschichte nochmal etwas realer.
Fazit:
Eine spektakuläre Geschichte wurde ziemlich unspektakulär erzählt. Aus dem Buch kann man einige Weisheiten für sich herausziehen und man kann sich beeindrucken lassen von dem starken Willen eines Menschens. Wer allerdings an die Seiten gefesselt werden möchte, ist hier an der falschen Adresse. Auch sollte man hierbei nicht auf der Suche nach einer gefühlvoll erzählten Liebesgeschichte sein. So interessant ich auch die Geschichte an sich fand, so uninteressant hat es das Buch wiedergegeben.
Das Buch: Der Titel gibt hier schon das eigentliche Thema des Buches wider. Pikay lernt 1975 in Neu Dehli seine große Liebe Lotta kennen. Sie verbringen einige Wochen miteinander, doch dann muss sie wieder zurück nach Schweden fahren. Doch beide sind sich einig: sie wollen es versuchen. Nach einem Jahr Fernbeziehung entschließt sich Pikay nach Schweden zu seiner Lotta zu gehen. Aus Mangel an Geld für ein Auto oder für ein Flugticket setzt er sich aufs Rad und radelt los.
Fazit: Der Aufbau des Buches ist großartig. Das Cover ist gelungen, in der Innenseite verbirgt sich eine Karte mit Pikays Stationen von Indien nach Schweden. Im Anhang befinden sich noch einige Fotos von Pikay und Lotta. Doch irgendwie hatte ich bei dem Titel etwas anderes erwartet. Ein Buch wie ein Reisebericht, was Pikay unterwegs alles so erlebt. Und so wurde ich zwar nicht enttäuscht, doch der Titel verspricht halt etwas anderes als es das Buch ist. Das soll heißen: Es wird eine kleine Biografie von Pikay gegeben. Wie er aufwächst, wie er unter dem Kastensystem leidet und wie er sich durch das Leben schlägt. Lotta hingegen wird sehr vernachlässigt. Beide treffen sich auch erst ca. in der Hälfte des Buches. Wobei dies ja eigentlich ein toller Moment sein sollte. Denn darum radelt Pikay ja später erst nach Schweden. Doch richtig sprühen die Funken nicht über und erst nach 2/3 des Buches radelt Pikay endlich los. Ab da erhält man kurze Anekdoten aus seiner Reise. Klar unterteilt in den einzelnen Städten, doch es bleiben letztendlich nur kleine Anmerkungen und Erlebnisse als ein Reisebericht.
Man merkt dem Buch an, dass Per J. Anderson vorrangig Pikay interviewt hat und dies dann einfach in ausformulierte Sätze umgewandelt hat. Es sind Erlebnisse, die er erzählt bekommen hat, und nun erzählt er uns diese Geschichte in Form dieses Buches. Das muss ja kein Nachteil sein, doch zu keinem Zeitpunkt sprüht der Funke über. Klar, man hat Mitleid mit Pikay in dem Kastensystem, doch wirklich tiefgründig ist dieses Buch nicht. Vielleicht hatte ich auch einfach nur die falschen Erwartungen an das Buch.
Trotzdem ist dieses Buch nicht schlecht. Es beinhaltet viel Geschichte Indiens, das Kastenproblem und die indische Gesellschaft. Pikays Leben wird interessant erzählt und auch viel abseits der Liebe. Wer also sich für Indien interessiert und erfahren möchte, wie ein Inder seine große Liebe begegnete und was er alles dafür tat, dann sei ihm dieses Buch sehr empfohlen. Und da es nun wirklich eine wahre Geschichte ist, gibt es auch hier eine Happy End Garantie.