Rating:3.5★
41. 21. 1.
Dirk Nowitzki - der große Junge aus Würzburg - hat den Basketball auf der ganzen Welt revolutioniert. Als sechstbester Shooter, den es jemals gegeben hat, handelt seine Geschichte von Treue, Bodenständigkeit und tagtäglicher Aufopferung. Nur durch unabdingbare Disziplin, einem verschrobenen Basketball-Coach und Mentor und durch die engsten Menschen in seinem Umfeld, hat er sich den Weg zur Legende erarbeiten können.
Dirk Nowitzki ist einer der besten Basketballer, den die Welt jemals gesehen hat. Pletzingers Ode an Nowitzki zeigt ganz deutlich, warum dem schüchternen Jungen aus Würzburg der fast unmenschliche Erfolg gelingen konnte. Die tagtägliche Arbeit, die körperliche Aufopferung, die harte Disziplin und sein Mentor Holger Geschwindner konnten diesen Legendenstatus erbauen. Pletzinger schreibt das Buch aus seiner Perspektive als Basketball-Fan und erfüllt sich damit einen eigenen Wunsch. Dabei gerät Nowitzki anfänglich oft aus dem Fokus. Nowitzkis und Geschwindners Weggefährten bekommen viel Platz und lassen es phasenweise dahinplätschern. Nowitzki ist kein offenes Buch und wird leider auch zu keinem. Seine sympathische Verschlossenheit gibt dem Buch wenig Futter. Pletzinger ist leider nicht so nah an Nowitzki, wie man es sich wünschen würde. Auf viele Insides wartet man vergeblich und das Phänomen der Nummer 41 bleibt oftmals nicht zu Ende erzählt. Während die Bildsprache die Leser*innen in den Bann ziehen kann, wirkt die blumige Erzählstruktur oftmals übertrieben, überdramatisch und konstruiert.
Durch die Zeitsprünge im Buch werden einzelne Phasen Nowitzkis beleuchtet: Einzelne Trainingseinheiten, Spiele, Interviews und Werbedrehs. Der einundzwanzigjährigen NBA-Karriere Dirk Nowitzkis wird das Buch am Ende leider nicht gerecht, auch wenn die Beobachtungen, Beschreibungen und vereinzelten Dialoge gute Basketball- und NBA-Stimmung erzeugen.
The Great Nowitzkiby Thomas PletzingerKiepenheuer & Witsch