Ja in dem Buch geht es in erster Linie um Anna Kronnberg aka Dr. Anton Kronnberg. Eine Ärztin die sich im späten neunzenten Jahrhundert in der Männerwelt behaupten muss.
Dieses Problem, eine Frau mit Rang zu sein nimmt auch ein großen Teil der Geschichte ein und verdeutlicht sehr gut wie die Welt noch vor gar nicht all zu langer Zeit getickt hat.
Natürlich kommt es wie es kommen muss und ein Kurioser Mordfall wird von der Themse angespült. Ein Toter bei dem sofort der Verdacht eines Todes durch Tetanus aufkommt ( daher auch der Titel) . Also kein mord. Oder doch ?
Diese Frage gilt es zu klären und so trifft Anna auf den Nummer eins Detektiv Sherlock Holmes. Also Sherlock Fan also ein absolutes kleines Highlight wobei Sherlock nicht ganz so gut ausgearbeitet wurde wie in den Originalen von Doyle. Dennoch sehr unterhaltsam. Lediglich die Tatsache das Sherlock und Anna sich duzen stört etwas meiner Meinung nach, da dies für unseren lieblings Detektiv doch sehr ungewöhnlich ist. Nichtmal Watson wird geduzt und er ist ein langjähriger Freund.
Man merkt stellenweise das die Autorin Mikrobiologin ist da es teilweise stark in diese Materie rein geht, allerdings nicht zu krass als das man als leihe komplett wegdriftet.
Man muss sich aber auch arrangieren können.
Ich bin gespannt was die Reihe noch so mitbringt.
die geschichte ist gut und interessant. doch leider hat mich das buch nicht wirklich gefesselt.. ich musste mich zwingen, es doch noch zu ende zu lesen, weil ich dann doch wissen wollte, wie es endet. ich kann leider nicht genau sagen woran es lag, vielleicht am schreibstil oder aufbau.. letztlich nur ein mittelmäßiger krimi, bei dem ich im endeffekt denke, dass ich meine zeit beim lesen verschwendet habe, da es viele sehr viel bessere bücher gibt (aber auch schlechtere, wie gesagt, würde teufelsgrinsen als unteres mittelmaß bezeichnen)..
Wow, ich bin positiv überrascht! Super Sherlock Holmes Fan-Story! 🥰🤩
Als ich das Buch gekauft hatte, wusste ich, dass es gut wird. Aber SO gut?
Die Protagonistin ist super und wie es im damaligen Jahrhundert üblich war, waren Frauen nicht hoch angesehen und sie muss in die Rolle eines Mannes schlüpfen.
Auch von Sherlock Holmes bekommt man hier mal eine andere Seite mit, was ich sehe cool finde!
Das Buch ist gut recherchiert, der Schreibstil flüssig und dass es teils auf wahren Begenheiten beruhr bzw. davon inspiriert wurde macht es nur noch besser!
Bin gespannt wie es weitergeht!
5/5⭐️
[Hörbuch]
Esther Schweins liest angenehm aber die Geschichte langweilt mich leider total. Breche das Hörbuch daher nach knapp 50 % ab um meine kostbare Zeit mit einem hoffentlich interessanteren Buch zu verbringen.
[Hörbuch]
Esther Schweins liest angenehm aber die Geschichte langweilt mich leider total. Breche das Hörbuch daher nach knapp 50 % ab um meine kostbare Zeit mit einem hoffentlich interessanteren Buch zu verbringen.
Als eingefleischtem Fan des genialen, wenn auch leicht arroganten Meisterdetektivs aus der Baker Street sind mir die Bücher von Annelie Wendeberg natürlich schon vor längerer Zeit ins Auge gesprungen. Was mich ein wenig zögern und zaudern ließ, war die Tatsache, dass Holmes hier ein anderer Partner zur Seite gestellt wird, anstatt seines getreuen Freundes John Watson.
Und nicht nur das... Besagter Partner ist eigentlich eine PartnerIN - wenn auch eine, die als Mann verkleidet lebt, um Medizin praktizieren zu können. Da beschlich mich doch direkt die Befürchtung, dass sich hier eine kitschige Liebesgeschichte anbahnen würde, in deren Verlauf sich Holmes bis zur Unkenntlichkeit zum romantischen Menschenfreund wandelt.
Und selbst wenn nicht: Holmes und eine weibliche Kollegin? Holmes, der Frauen keine sonderliche Wertschätzung entgegenbringt?
Halt, fiel mir da ein. Irene Adler. Die eine Frau, die in den Originalgeschichten von Arthur Conan Doyle Holmes' Wertschätzung erringt. Es gibt also durchaus einen Präzedenzfall!
Mit diesem beruhigenden Gedanken im Hinterkopf fing ich an, "Teufelsgrinsen" zu lesen - und ich habe es kein bisschen bereut.
Annelie Wendeberg schreibt einen ganz wunderbaren Holmes. Rastlos und getrieben, überheblich und gnadenlos intelligent, wie man ihn kennt und liebt. Und Anna Kronberg, die Protagonistin, steht ihm dabei keineswegs nach! Auch sie hat einen messerscharfen Verstand, der ihr keine Ruhe lässt, nur setzt sie ihn nicht zur Verbrechensbekämpfung ein, sondern zur Erforschung von Bakterien und Viren . Als Mann lebt sie nur, weil es Frauen zu ihrer Zeit noch nicht gestattet war, Medizin zu studieren, geschweige denn als Arzt zu praktizieren.
Sie wird von Zeit zu Zeit als medizinischer Experte von Scotland Yard hinzugezogen, so auch, als die Leiche eines offensichtlich an Cholera erkrankten Mannes gefunden wird. Am Fundort trifft sie auf Holmes - der ihre Verkleidung natürlich binnen Minuten durchschaut. Schnell wird Anna mitten hineingezogen in den Fall, und so tun sich die beiden ungleichen Ermittler zusammen.
Zwischen den beiden sprühen oft die Funken, denn beide analysieren andere Menschen zwar gerne, werden aber nur höchst ungern selber analysiert. Beide spielen auch nur widerwillig die zweite Geige, weswegen es viel verbales Gerangel darum gibt, wer in welcher Situation das Sagen hat. Das zu lesen, macht einfach unglaublich viel Spaß!
Da ist es fast nur noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, dass "Teufelsgrinsen" auch eine sehr originelle, intelligente und spannende Krimihandlung sein eigen nennt. Das Buch hätte für meinen Geschmack gerne auch doppelt so dick sein dürfen, denn die Seiten flogen nur so dahin.
Auch den Schreibstil fand ich fantastisch. Anna ist eine präzise Erzählerin mit einem feinen, trockenen Humor. Ihr scharfer Verstand spricht aus jedem Satz, aber auch ihre Gefühle kommen gut beim Leser an, obwohl sie nicht zu emotionalem Überschwang neigt.
Ja, wie ist es denn nun - gibt es eine Liebesgeschichte, oder nicht? Das möchte ich noch gar nicht verraten, aber schon mal beruhigend sagen: Holmes bleibt Holmes.
Ich habe sowohl das Buch gelesen, als auch mir das ungekürzte Hörbuch angehört, und ich muss sagen: sehr gut umgesetzt! Esther Schweins erweckt die Charaktere mit ihrer lebendigen, emotionalen Stimme wunderbar zum Leben, allen voran natürlich Anna Kronberg und Sherlock Holmes.
Fazit:
Eingefleischte Holmes-Fans müssen sich sicher erst an den Gedanken gewöhnen, statt John Watson eine Frau als Partner an Holmes' Seite zu sehen, aber Anna Kronberg ist eine ganz wunderbare literarische Figur. Sie und Holmes sind sich von der Intelligenz her ebenbürtig, und so müssen beide schnell feststellen, dass es unangenehm werden kann, wenn man auf der falschen Seite eines messerscharfen Verstandes steht... Aber sie müssen sich zusammentun, um einen Fall zu lösen, der sowohl seine Expertise im Bereich des Verbrechens als auch ihre Kenntnisse der Medizin benötigt.
In meinen Augen ist das wunderbar und intelligent geschrieben, spannend und oft überraschend humorvoll.
Seid ihr Fans von Sherlock Holmes?
Die Autorin dieses Buches ist es definitiv. Die Anna Kronberg Krimis sind weniger eine Hommage als schon mehr eine Fanfiction zum berühmtesten Detektiv der Literatur.
Anna Kronberg führt ein Doppelleben im London der viktorianischen Zeit. Einerseits ist sie Anna, die Krankenschwester, die in einem der Slums der Stadt lebt und mit dem besten Dieb des Viertels schläft. Andererseits ist sie Anton Kronberg, einer der renommiertesten Ärzte Englands. Aus diesem Grund wird sie von der Polizei hinzugezogen, als in einem Wasserwerk ein Choleraopfer gefunden wird. Ebenfalls an diesem Fall interessiert ist Sherlock Holmes. Zusammen entdecken sie, dass weit mehr dahinter steckt als ein erneuter Krankheitsausbruch.
Die Hintergrundgeschichte zur Entwicklung von Impfstoffen und den allgemeinen Bedingungen des Gesundheitswesens Ende des 19. Jahrhunderts fand ich ziemlich spannend – auch weil ich zeitgleich ein Sachbuch über ähnliche Themen heute gelesen habe und Annelie Wendeberg selbst Medizinerin ist. Die Geschichte und insbesondere die Protagonistin konnte mich leider weniger packen. Der Handlungsverlauf war ziemlich offensichtlich (dazu musste man kein Sherlock sein) und die Liebesgeschichte war einfach überflüssig. Insgesamt war es für mich daher ein Buch, das für den Moment ganz nett war, auf Dauer aber eher zum Vergessen. Daher werde ich den zweiten Anna Kronberg Fall auch nicht mehr lesen.
Was muss ein Krimi für euch haben, um gut zu sein?