
Die unglückliche Liebesgeschichte kann für den Einen oder Anderen interessant sein, war aber nicht nicht mein Fall.
»Berlin im Jahr 1987: Auf der geteilten Stadt liegt der Mehltau der Vorwendezeit. Soja, gelernte Setzerin, leichtlebiger Republikflüchtling, beherzte Aushilfsblumenhändlerin, trifft den Westberliner Harry, groß, frei, still-entschlossen, abgründige Vergangenheit, düstere Zukunft — und fortan bestimmt sein Schicksal ihr Leben. Katja Lange-Müller erzählt von einer Liebe, die ins Unglück führt, aber dennoch das größte Glück bedeutet.« ❤️🩹💉🚬🪦 Dies ist vielleicht eins dieser Bücher, die an sich gar nicht so schlecht sind, ABER ❗ einen selbst einfach nicht sonderlich ansprechen oder berühren. Die Geschichte handelte von einer Liebe die einfach keine Zukunft haben konnte. In einer Art Monolog erzählt Soja, sie DDR-Fluchtling, ihre Geschichte, als ob sie sie ihrer dahingeflossen Liebe Harry, er Westberliner und Junkie, erzählen würde: Wie sie sich durch Zufall kennengelernt haben, durch was sie sich in ihn verliebte, ihre Anfangs Zeit zusammen, sein Outing als "Ex-Knacki" und "Drogen-Junkie", die Zeit seiner Drogentherapie, die Offenbarung seiner Krankheiten (HIV, Hepatitis B und C) durch seinen Drogentherapie-Betreuers, seine Drogen-Rückfälle bis schließlich zu seiner schlimmen Erkrankung und seinem Dahinsiechen. An sich war es die Geschichte einer Autopferden Liebe, die es aber nicht schaffte mich wirklich zu berühren. Vielleicht lag es daran, das ich keine Sympathie für die Charaktere empfand oder mich einfach nicht in Soja hineinversetzen konnte. 😐 Den Schreibstil fand ich interessant. Immer wieder streut Soja in ihre Erzählung treffend gute Metaphern ein oder bedient sich auch mal Harrys Begriffen und Gossensprache, was das Ganze irgendwie gelegentlich etwas auflockert. Überwiegend ist der angeschlagene Ton ehr melancholisch / traurig. Wie gesagt, an sich war es keine schlechte Geschichte, aber der Funke konnte zu mir nicht überspringen. 😶
