9. Mai
Rating:3.5

Ähnlich Anstrengend wie Amalthea

Warum ich in der Überschrift den Vergleich zu Amalthea mache, ist ganz leicht: Zwar erleben wir in Limit nicht direkt einen Weltuntergang, aber zumindest dessen Vorboten – vor allem, was das Thema Energie betrifft. Außerdem konnte ich den Vergleich ziehen, weil Schätzing in diesem Buch in vielerlei Hinsicht genauso detailreich schreibt, wie es Neal Stephenson in Amalthea getan hat. Und das muss ich leider sagen: Für mich ist das nicht immer positiv. Man merkt, dass sich der Autor teilweise zu sehr in Details verliert und das Buch dadurch unnötig in die Länge gezogen wird. Ich mag es lieber, in der eigentlichen Geschichte zu bleiben und nicht ständig mit Nebensächlichkeiten beschäftigt zu sein. Daher gebe ich auch offen zu, dass ich einige Passagen überflogen habe. Schnellleser wissen, auf welche Methode man dabei zurückgreift. Sobald wieder eine spannende Stelle auftauchte, bin ich direkt wieder in die Story eingestiegen. Diese Art zu lesen wende ich natürlich nicht bei jedem Buch an, sondern nur bei denen, die sich merklich anstrengend lesen. Trotzdem bin ich durch dieses Buch – trotz seiner über 1000 Seiten – regelrecht geflogen. Die Story an sich ist nämlich stark und unglaublich vielfältig. Eigentlich lesen wir keinen klassischen Science-Fiction-Thriller, sondern eher einen Gesellschafts- und Wirtschaftskrimi. Es gibt in diesem Buch fast nichts, das es in der realen Weltpolitik nicht auch gibt: Machthunger, Sabotage, Spionage, aber eben auch Visionäre und Pioniere. Wir erleben gute Figuren. Besonders Julian Orley hat mir sehr gefallen. Aber auch Jericho und Yoyo machen als Protagonisten eine starke Figur. Der Roman ist in viele verschiedene Handlungsstränge aufgeteilt. Einerseits erleben wir ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Jericho und Yoyo, andererseits verbringen wir viel Zeit im Weltraum. Außerdem sehen wir China als die Supermacht, die es heute tatsächlich geworden ist. Dabei muss man bedenken, wann dieses Buch geschrieben wurde. Es war schon sehr visionär, China als dominanten Gegenspieler der USA zu etablieren. Auch sonst lassen sich viele Parallelen zur heutigen Welt ziehen. Beispielsweise erinnert Orley Enterprise stark an SpaceX. Schätzing hat hier wirklich visionäre Arbeit geleistet, die ironischerweise im Jahr 2025 – dem Jahr, in dem das Buch spielt – erstaunlich nah an der Realität wirkt. Auch die Geschichte um Helium-3, um die sich letztlich alles dreht, ist spannend. Diese revolutionäre Energiequelle erscheint absolut nachvollziehbar als Machtinstrument: Wer sie kontrolliert, kontrolliert gleichzeitig das Weltgeschehen. Deshalb gibt es von mir trotz allem 3,5 Sterne, auch wenn das Buch stellenweise sehr langatmig ist. Ich wüsste wirklich gerne, wie Schätzing heute darüber denkt, mit diesem Buch in vielen Punkten den Nagel auf den Kopf getroffen zu haben. Für Fans von Sci-Fi, Weltraumgeschichten oder politischen Thrillern würde ich dieses Buch definitiv empfehlen. Meiner Meinung nach richtet es sich allerdings eher an eine spezielle Zielgruppe und ist vielleicht nicht ganz so leicht zugänglich für die breite Masse.

Limit
Limitby Frank SchätzingKiepenheuer & Witsch
16. Jan.
Rating:3

Ein extremst ausführliches Buch. Es hat super viele Gedanken, die auch sehr spannend sind und man lernt das ein oder andere Ding über die Raumfahrt. Aber es ist wirklich sehr, sehr ausführlich. Es werden viele Dinge gezeigt und beschrieben, die primär nicht in Verbindung mit den Handlungssträngen stehen, sondern eher die ganze geschaffene Welt, die Charaktere und deren Beziehungen zueinander aufhübschen und erweitern. Es macht trotzdem Spaß, das Buch zu lesen, nur manchmal nimmt diese Eigenheit doch die Spannung weg.

Limit
Limitby Frank SchätzingKiepenheuer & Witsch
27. Juni
Rating:4

Gut, aber hätte 400 Seiten kürzer sein können

Ich sag wirklich selten, dass ein Buch zu lang ist aber das hier war es. Ab der Hälfte habe ich mich dabei erwischt, wie ich die langen Beschreibung und geschichtlichen Hintergrund übersprungen bin, weil ich wissen nur noch wollte wie es weiter geht. Die vielen verschiedenen Personen und Handlungsstränge wurden gut eingeführt und miteinander verwoben.

Limit
Limitby Frank SchätzingKiepenheuer & Witsch
15. Juni
Rating:2

Kill. Your. Darlings.

Schätzing ist ja für seine dicken Wälzer bekannt (Der Schwarm; Lautlos; etc.). Für gewöhnlich schafft er es trotz einiger Ausschweifungen, die Spannung zu halten. Hier nicht. Die Story verliert sich in kapitellangen Nebenschauplätzen. Mittelmäßig entscheidende Charaktere bekommen ihre Lebensgeschichte in den Ausmaßen eines Protagonisten erzählt. Ein bisschen Geschichtsnachhilfe über afrikanische Diktatoren? Klar, wir haben ja Zeit. „Kill your darlings“ ist ein wichtiger Bestandteil des Schreibens. Schätzing zieht stattdessen noch ein paar weitere „Darlings“ dazu. Die eigentlich gute Story verliert damit unglaublich an Drive. Ich habe noch nie so ein langatmiges Buch gelesen…

Limit
Limitby Frank SchätzingKiepenheuer & Witsch
28. Apr.
Rating:5

Hard-Fiction meets Wirtschafts-Thriller

Das Buch hat mich echt begeistert! Die Story ist clever aufgebaut, mit vielen spannenden Strängen, die sich perfekt ineinanderfügen. Dazu kommen authentische Charaktere und ein Schreibstil, der sich äußerst angenehm lesen lässt. Die Spannung hält bis zum Schluss – ein Buch, das man einfach nicht weglegen will!

Limit
Limitby Frank SchätzingKiepenheuer & Witsch
28. März
Rating:3

Ein extremst ausführliches Buch. Es hat super viele Gedanken, die auch sehr spannend sind und man lernt das ein oder andere Ding über die Raumfahrt. Aber es ist wirklich sehr, sehr ausführlich. Es werden viele Dinge gezeigt und beschrieben, die primär nicht in Verbindung mit den Handlungssträngen stehen, sondern eher die ganze geschaffene Welt, die Charaktere und deren Beziehungen zueinander aufhübschen und erweitern. Es macht trotzdem Spaß, das Buch zu lesen, nur manchmal nimmt diese Eigenheit doch die Spannung weg.

Limit
Limitby Frank SchätzingKiepenheuer & Witsch
23. Sept.
Rating:4

Ich würde gerne 4,5 Sterne geben, da es ein erstklassisch recherchiertes Buch ist mit eine riesen Spannungsfaktor. Nur leider gibt es zwei Kritikpunkte. 1. Fällt es einem am Anfang extrem schwer rein zu kommen durch viel zu viele Personen die entweder richtig oder nur halb vorgestellt werden und das zieht sich. Also viel zu viele Infos und davon spielt nur 50% eine tatsächliche Rolle. Und der 2. Ist das Ende. Es geht alles auf einmal total schnell und im Gegensatz zum Rest des Buches, absolut unüberlegt und unlogisch. Man blättert die letzte Seite um und denkt sich: echt jetzt, mehr nicht? Keine tiefere Logik und das ist schade, weil der Rest des Buches einen soviel gibt.

Limit
Limitby Frank SchätzingKiepenheuer & Witsch